Blackend Horizon – Hivernale…und der Rest ist nur Schatten

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Als ich es mir vor ein paar Tagen gemütlich machte, um bei einer Tasse Kaffee nach neuer Musik zu stöbern und die Zeit zu vertreiben, stieß ich auf eine Band aus Schleswig Holstein die mir vorher noch nicht bekannt war, deren Name mich jedoch aus unerfindlichen Gründen anzusaugen schien. Das es sich um Einen Künstler, bzw. Um ein Oneman- Projekt handelte und nicht um eine Band, erfuhr ich nach dem durchstöbern des Bandcamp Profils.
Nachdem ich mir ein paar ältere Sachen angehört hatte, zog mich die Musik derart stark an , das Ich sofort mehr hören wollte. Als ich kurz darauf die erste und bisher einzige LP anspielte, welche den Namen „Hivernale…und der Rest ist nur Schatten“ trägt und 11 Lieder beinhaltet ,war ich mir vollends sicher auf etwas großes gestoßen zu sein.
Der erste Titel welcher den Namen „Ruhe[1]“ trägt,hält was er verspricht,und zwar Ruhe. Es ist ist ein lautloser Track der meine Konzentration und Spannung auf die folgenden Tracks steigerte. Der zweite Song bietet dem Hörer ein wunderschönes vierminütiges Instrumental Stück mit melancholischer Stimmung und wunderschönen Pianomelodien. Beim 3. Song (der den Namen des Albums trägt) ging es dann auch mit dem versprochenem Black Metal los. Sofort herrscht eine Atmosphäre aus Qual, Leid und Verzweiflung, diese wird von teils schnellen und harten bis zu langsamen und ruhigen Passagen untermalt. Die Atmosphäre wird durch den Gesang verstärkt, welcher perfekt auf die Instrumental erzeugte Stimmung zugeschnitten ist. Das Album bietet musikalische und gesangliche Variabilität,bleibt jedoch der melancholischen Stimmung treu. Beendet wird das Album mit einem Song der ebenfalls den Titel „Ruhe“ trägt, auch hier beinhaltet er komplette Stille um die vorhergegangenen Lieder zu verarbeiten.
Lyrics, kann man auf dem Bandcamp Profil problemlos mitlesen. Sie sind düster,melancholisch und betrübend jedoch lyrisch auf sehr hohem Niveau und handeln von der Frage nach dem Sinn des Ich´s, dem Sinn des Lebens und der Trostlosigkeit der Welt. Ein musikalisch aufregendes,nicht langweilig werdendes Album mit vielen Höhen und keinen Tiefen.

Hivernale – das Leben vergessen. …im Nebel versinken. Und Geschichten erzählen von einer anderen Zeit.

Auf dem Album befinden sich ,bis auf 2 englischsprachige Tracks, ausschließlich deutsche Texte. Die Produktion ist DiY, Lo-Fi, kratzig, vermittelt einen angenehmen Flair und passt herrvorrangend zum Gesamtkonzept des Albums.
Nachdem ich die LP komplett durchgehört hatte war ich begeistert, aber auch in diversen Stimmungen versunken. Als ich meine Eindrücke verdaut hatte, konnte ich mich nicht davon abhalten die Scheibe direkt noch einmal zu hören.
Das Artwork ist düster und schlicht gehalten,ein düsteres Naturbild,Bandlogo und Albenname sind beinhaltet. Black Metal typisch könnte man sagen. Selbstentworfen,nicht hervorstechend,aber keinesfalls schlecht.
Die CD Version ist auf 50 Stück limitiert, beinhaltet ein einseitigen Booklet und den digitalen Downlod. Etwas besonderes und persönliches sind die ersten zehn Exemplare, welche mit Blut anstatt Nummern beschriftet sind.

Fazit:
Äußerst gelungene Debüt Full Length die Lust auf mehr macht. Nicht nur Liebhaber des DSBM Subgenres werden hier auf ihre Kosten kommen. Klare Empfehlung meinerseits! Favourite Tracks: Hivernale, Selbstgespräch und Schritte[1]

 

Atmofear

Bandcamp

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