TRVEFRYKT ZINE

„T.“ (Blackend Horizon) im Interview

blackend horizonnew

„T.“, der Mensch  hinter Blackend Horizon im Interview mit dem Trvefrykt Zine.

Moin in den hohen Norden der hässlichen Nation, vielen Dank das du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst.

Moinmoin zurück! Danke für das Interview.

Großartige Musik die du produzierst. Kannst du uns etwas über dich erzählen um uns einen kleinen Einblick zu geben, welche Person hinter Blackend Horizon steht?

Eigentlich gibt es da nicht viel zu sagen. Ich mache das jetzt seit 5 Jahren und notgedrungener Weise spiele ich auch alle Instrumente ein, oder programmiere diese, wenn es in den Song passt. Texte schreibe ich natürlich auch selber. Und für die schiefen Vocals bin ich ebenfalls verantwortlich. Zu mir gibt es nicht soviel zu sagen. Neben Blackend Horizon bin ich noch bei Plague Upon The Ocean (aus Kiel) aktiv und beackere mit denen die Bühnen.

Steht hinter dem Bandnamen ein tieferer Sinn?

Hm…hinter was steht schon ein tieferer Sinn? Um ehrlich zu sein finde ich den Namen inzwischen nicht mehr ganz so toll, wie am Anfang. Aber ohne ihn wäre es eventuell auch doof. Da ich zu träge bin das herauszufinden behalte ich ihn.
Ich mag aber die „Doppeldeutigkeit“ in ihm. Weil es eigentlich Blackened (geschwärzt) heißen müsste, ich es aber zu Blackend abgewandelt habe. BlackEND…schwarzes Ende… an einem Horizont. Die meisten Leute verbinden mit Horizonten ja eher sowas wie einen Sonnenaufgang, oder einen Untergang, also immer etwas, in das Licht mit reinspielt, wo zwar nicht alles einsehbar ist, weil das Licht schwindet oder erst leuchten muss, man aber dennoch eine Umgebung ausmachen kann… Ein Horizont mit einem schwarzen Ende wäre hingegen eher etwas form- und lichtloses… ohne wahrnehmbare Räumlichkeit. …mehr so in die Richtung eines Crowly oder Lovecraft Universums… und das würden die meisten Leute nicht schön finden, denke ich. Wobei eine Welt ohne Licht vieles vereinfachen würde,wie ich finde.

Deine Veröffentlichungen sind atmosphärisch düster und melancholisch. Verarbeitest du in den Texten Momente deines Lebens oder ist das Konzept eher auf eine fiktive Person bezogen?

Beides. Die Texte in deutscher Sprache sind die, welche für mich zum großen Teil an persönliche Momente verbunden sind. Wie man sieht, verarbeite ich nicht in allen Texten persönliche Momente… aber überwiegend trifft dies wohl zu. Ich bin ein sehr zurückhaltender Mensch und sehr nachdenklich. Ich glaube, das spiegelt sich auch in meinen Texten wieder.
Und wenn ich mal keine persönlichen Erfahrungen in die Texte einbeziehe, dann kommt sowas dabei raus wie „A land of war“ oder „A kingdom named death“ um 2 zu nennen. Texte, die zumindest in meinen Augen, ebenfalls eine Message haben.

„A land of war“ ist ja sehr düster gehalten und nicht verglorifizierend, was Krieg angeht. „A kingdom named death“ ebenfalls.
Die Bands, die Krieg bis zum Erbrechen abfeiern und glorifizieren, habe ich nie verstanden. …Black Metal ist Krieg… pff… am Arsch!

Gibt es Künstler die dir zur Inspiration deiner Musik dienen?

Ich glaube es ist unmöglich Musik zu hören, ohne von dieser beeinflusst zu sein.
Kein Ahnung, ob man das raushört, aber Fäulnis und Thränenkind könnten genannt werden, ebenso Ophis oder My Dying Bride. Und ansonsten Death Metal in seinen Variationen, Grindcore und Punk. Die „Schweineherbst“ von Slime wird nie alt. …leider, muss man hinzufügen. Feine Sahne Fischfilet sind ebenfalls nicht zu vergessen.
Und daneben auch Sachen wie Zugezogen Maskulin oder Antilopen Gang.
Oder ganz groß: NMZS (R.I.P.).
Und halt der ganze „Undergroundstuff“ wie Ancst, Kvltyst, Nuit Noire, Funeralium oder Bands aus meiner Umgebung, Methods of Massacre, Apath und so weiter. Es gibt zu viel gute Musik, als dass man sich auf eine Richtung festlegen sollte.

Wie ist dein Eindruck zur deutschen Black Metal Szene?

Kann ich nicht viel zu sagen, weil ich mich nicht hinzuzähle und überhaupt keine Verbindungen dahingehend habe.
Aber objektiv betrachtet: Es gibt ne Menge guter Bands, wie Fleshcult, Vargsheim, Ancst, Ast oder auch Nocte Obducta und Der Weg Einer Freiheit.
Und neben diesen und anderen guten Bands und Fans mit was im Kopf… leider den ganzen braunen Mist.
Und Nein, ich muss nicht in der Szene sein um mich von Leuten im Absurd oder Moonblood-Shirt angenervt zu fühlen oder mitzubekommen was in deren eingeschränktem Weltbild abgeht.
Dazu reichen schon Konzerte und Festivals. …vom Internet gar nicht zu reden.

Arbeitest du momentan an neuen Songs, bzw ist ein neues Release konkret in Planung?

Die letzte Songs für die Split mit Fognight sind vor ein paar Tagen fertig geworden. Die Split wird wohl auch das nächste Release werden. Jeder von uns wird einen Song dazusteuern und insgesamt darf man sich auf über 40 Minuten zerstörender Monotonie freuen.
Den jetzt übriggebliebenen Song hau ich entweder irgendwann für umsonst raus oder werde ihn auf ein anderes Release packen. Mal sehen.

Wir sind langsam am Ende angelangt, willst du noch was loswerden?

Vielen Dank für das Interview, hat mich sehr gefreut!
Und an dieser Stelle nochmal einen Gruß an die Leute, die wissen, dass sie jetzt gemeint sind.
Und Danke an P. Wolter für die genommene Zeit und seine ehrlichen Worte, sowie für seine beachtliche und ansteckende Liveenergie. Davor kann man nur den Hut ziehen!

Nazi Punks Fuck Off!

P.s.:
Wer noch nichts vorhat: Am Wochenende ist in Kiel das Kiel-Explode-Festival mit Phantom Winter, Ancst, Thränenkind und anderen. Vorbeikommen lohnt sich!

Vielen Dank für das ausgiebige und offene Interview! Alles Gute für deine persönliche und musikalische Zukunft.

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Bandcamp Blackend Horizon
Bandcamp Plague Upon the Ocean
Blackend Horizon – Hivernale…und der Rest ist nur Schatten Review

Atmofear

 

 

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