Frisches Blut – Stagwounder

Stagwounder_01_bw

Willkommen zu einer neuen Ausgabe von „Frisches Blut“ heute stellen wir euch Stagwounder aus Heidelberg und das kürzlich erschienene Debutalbum „Invisible Radiance“ vor.

2014 haben sich in Heidelberg 5 Menschen zusammengefunden um ihre Visionen von Weltschmerz, Hass, Agonie und Verzweiflung musikalisch zu vertonen und diese, verpackt in düsterer Atmosphäre in die Welt zu rotzen. Herausgekommen ist eine belebend frische Mischung aus Doom, Black Metal und vereinzelten Death Metal Passagen.
Die 5 Individuen, welche zusammen jene Band bilden, sind  Christian und Timotheus an den Gitarren, Marc übernimmt den Bass, Simeon das Schlagzeug und zu guter letzt Johannes, welcher für die Vocals verantwortlich ist.
Die Jungs konnten schon ein paar Liveerfahrungen sammeln und haben nun, am 20. Juni ihr Debutalbum „Invisible Radiance“ veröffentlicht.

stagwounder

Das Albumcover ist ein echter Hingucker und wurde von Schlagzeuger Simeon entworfen, der hier eindrucksvoll beweist, dass er nicht nur die Drums vorzüglich bedienen kann.
Die Scheibe besteht aus 6 Tracks die zwischen einer Laufzeit von 6-11 Minuten variieren und somit recht lang gehalten sind. Jedoch haben Stagwounder es geschafft die Songs sehr variabel zu halten und damit vermieden Langeweile aufkommen zu lassen.

Der Opener „In the Hidden Cave“ gibt dem Hörer ein paar Sekunden Zeit sich zu sammeln und die nötige Konzentration für das Album aufzubringen. Nachdem der ruhige Einstieg vorbei ist, geht es jedoch direkt los. Die Vocals von Johannes sind klang technisch eher dem Black Metal zuzuordnen, instrumentell ist der Track eher in der Schiene Blackened Doom vertreten. Schöne harte Riffs, klasse drumming und auch der Bass kommt hier nicht zu kurz. Doch dann die „Überraschung“, mitten im Song wurde eine ruhige Passage mit cleanen Vocals eingebaut die auf Anhieb das Interesse weckt und sich so vom Einheitsbrei absetzt.
Ich war gespannt, ob man auch auf dem Rest der Scheibe solche Parts eingearbeitet hatte, und ich wurde nicht enttäuscht!
Direkt im folgenden Song „Eos“ kommt wieder dieser ruhige leicht kratzig cleane Gesang und geht erst später in düstere Sphären über. Um nicht vorweg zu greifen, diese absolut eingängigen Vocals ziehen sich durch das ganze Album und wechseln sich ab und an mit den eher Genretypischen Klängen ab.
Aber auch die Instrumente wissen hier zu beeindrucken, so bekommt der Hörer von finsteren Riffs zu melancholischen Melodien alles geboten.

Inhaltlich wurde hier ein interessantes Konzept ausgearbeitet, welches verschiedene Themen behandelt, wie zum Beispiel das Werden, Hybris, Zerfall und Untergang.
Die 6 Lieder bilden einen Zyklus, der den Prozess von Entstehung und Vergehen symbolisch beschreibt. Im Mittelpunkt dieses Prozesses steht der Mensch, welcher diesen Zyklus mit seinem Drang zu dominieren und zu herrschen aus dem Gleichgewicht bringt.

Ein beeindruckendes Debut der 5 Heidelberger die mit Konzept und Vielfalt sehr schnell mein Ohr erobert und meinen MP3 Player zum glühen gebracht haben.
Die Scheibe ist definitiv zu empfehlen!
Man darf gespannt sein ob Stagwounder es schaffen, auf die hoffentlich kommenden Tonträger noch eine Schippe draufzulegen.
Ihr könnt „Invisible Radiance“ über Bandcamp oder direkt bei Stagwounder erwerben.

Facebook
Bandcamp

Atmofear

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s