Cruda Sorte – Nekrolog

cruda sorte nekrolog

Mit Nekrolog hat das Berliner Duo Cruda Sorte“ ihr neues Album veröffentlicht und somit die Trilogie um „Innozenz“ und „Tollwutkult“ abgeschlossen. Kann uns diese Scheibe, wie schon die beiden Vorgänger, begeistern und findet die Trilogie somit einen würdigen Abschluss?

Eröffnet wird „Nekrolog“ mit einem kleinen Intro bestehend aus düsteren, sakralem Chorus, welcher durch ruhige und durchaus passende Ambientklänge getragen wird.
Der Übergang zum zweiten Song „Dictarura“ ist nahtlos, was dazu beiträgt die Atmosphäre so dicht zu halten wie es bereits im Opener geschafft wurde. Dictarura wird mit langsamen, schleppenden Riffing eröffnet und auch das Schlagzeug hält sich noch zurück. Als dann die melancholischen Vocals von Nathanael beginnen, ist man vollends in der erzeugten Stimmung gefangen. Die Songstruktur ist relativ monoton aber dafür variabel besetzt, so wird mit unterschiedlichsten Melodien gepunktet und mit einem weiteren Chorus begeistert.
Das Highlight dieses Tracks sind allerdings die letzten 4 Minuten, denn hier wird das Tempo gedrosselt und die Stimme klingt weitaus fieser als bisher. Diese schleppende Passage wird dann wieder durch gewohnt aggressive Parts getauscht. Die Drums glühen plötzlich, die Stimmung kippt. Das bisher melancholische Ambiente verfliegt und weicht einer weitaus verbitterteren Atmosphäre.
Der dritte Track „Necrologia“ haut dann eine wahre Killermelodie raus, welche nach kurzer Zeit mit ruhigem Drumming unterstützt wird. Mit einem gemächlichen Part, welcher schon nach kurzer Zeit durch treibendes, hypnotisches Riffing ersetzt wird, geht es los. Dieser Faden zieht sich durch den ganzen Song, auch wenn das Tempo hin und wieder mal wieder gedrosselt wird. Die Vocals sind mittlerweile nicht mehr melancholisch, sondern bekommen eine leicht verbitterte Note. Allgemein bringt „Necrologia“ einiges an Überraschungen mit und hat sich schnell zu meinem Lieblingssong auf der Scheibe entwickelt.
Mit „Aevitas“ haben Cruda Sorte dann nochmal einen Zwölfminuten Track im Gepäck. Die Grundstimmung hat sich mittlerweile geändert,  klingt ziemlich beklemmend und läutet langsam das Ende dieser Reise ein. Der Song wird in doomigen Fahrwassern gelenkt, doch zum Ende hin gibt es noch einen knackigen Blastbeatpart um sich anständig vom Hörer zu verabschieden.

Die Aufnahmen sind zwar immer noch gewollt roh, aber im Vergleich zu den älteren Releases kommt mit „Nekrolog“ der hochwertigste Tonträger den die Band bisher veröffentlicht hat. Ihr könnt entweder bei Cruda Sorte selbst oder bei deren Label „EternalRabiesKvlt“  das Album als CD oder Tape bestellen. Wer die Vorgänger Innozenz und Tollwutkult kennt und mag, wird von dieser Scheibe auf keinen Fall enttäuscht werden. Doch auch Quereinsteiger können hier durch klasse Atmosphäre, gute Texte und schon beschriebenen Sound schnell eine Heimat finden.

Bandcamp
Artikel über Label und die Vorgänger
Homepage Eternal Rabies Kult

Atmofear

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