Schwarze Keller – Ein Trip durch den deutschen Untergrund II

Copyright@ Benjamin Greif/B.ignorant

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Im zweiten Teil von Schwarze Keller, geht es um Bands unterschiedlicher Genre´s, so ist für Fans von Doom, Death, Black und Thrash was dabei.

Morast (Blackened Doom Metal)

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Morast sind ein 2015 gegründetes Blackened Doom Projekt, dass auch Einflüsse von Death Metal aufweist. Die Band besteht aus Mitgliedern, anderer, schon bekannteren Bands wie Nighslug, Serpent Eater, Grim van Doom und Blackwhole. Die Jungs haben bisher noch keinen Gig gespielt, mit dem Rhein Blood Fest in Köln am 20.02.2016, steht allerdings der erste Auftritt vor der Tür. Mit ihrem 4-Track Demo konnten Morast musikalisch auf ganzer Linie überzeugen. Die Songs sind düster, fies und roh. Gespielt wird ein finsterer Mix aus Doom- und Death Metal. Die Vocals sind dreckig und rau, passen perfekt zum instrumentellen Teil und geben dem Demo den letzten Feinschliff. Wir sind gespannt wie viel Zeit und Kraft die Künstler neben ihren Hauptprojekten in diese Band stecken und ob wir vielleicht noch in diesem Jahr einen Longplayer erwarten können. Der Debuttonträger kann als CD direkt bei der Band geordert werden, wer lieber das Tape abgreifen möchte, kann dies zeitnah bei Totenmusik tun. Wer auf düstere Klänge, wie schon von Totenmusikreleases gewohnt, mit schleppenden Doomriffing und treibenderen Death Metal Passagen steht, sollte sich das Quartett aus Nordrhein-Westfalen mal anhören.

Facebook/Bandcamp

 

Motor (Thrash/Heavy Metal)

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motorbandMit den 2010 gegründeten Motor aus Dessau, kommt eine Thrash/Speed Metal Band mit Einflüssen von Midnight bis Turbonegro daher. Das Quartett hat schon einige Tonträger veröffentlicht, so kann man stolz auf zwei Demos, ein Full Length, eine EP und ein Livealbum zurückblicken. Die Jungs sind trotzdem noch tief mit dem Untergrund verwurzelt und haben auch viele Shows in Deutschland gespielt. Musikalisch ordnen sich Motor zwischen schon erwähnten Midnight und Turbonegro ein. Die Riffs sind frech und treiben voran, die Vocals sind grandios und könnten nicht besser zum Rest passen. In dem Ein- oder anderen Song gehen die Jungs auch mal einen Schritt in Richtung Heavy Metal, was dem ganzen weitere Würze verleiht. Kurz um wird hier grandioser Heavy Metalpunk geliefert, den man sicherlich auch hervorragend zu so manchem Bier genießen kann, oder der bei einer Autofahrt zum Mitnicken animiert. Ich für meinen Teil werde dieses Jahr auf jeden Fall versuchen eine der Shows wahrzunehmen um mir auch Live einen Eindruck zu verschaffen.

Facebook/Bandcamp

 

 

The Fog (Death/Doom Metal)

the foglogo

thefogbandEine weitere Doom beeinflusste Death Metal Kapelle sind The Fog aus Mainz. Das Trio hat sich 2013 zusammengefunden und im selben Jahr auch ein Demo unter dem Namen „Void Nexus“ released. Das Tape beinhaltet vier Songs zum Headbangen, aber auch zum auf die Reise gehen, denn die Lieder bestehen meist aus langsamen, schleppenden, tiefschwarzen Doomparts, welche dann Tempo aufnehmen und in heftigen Death Metal Klängen enden. Die Musik ist auch bei The Fog äußerst finster und roh, sie vermittelt einem dieses Gefühl von Untergrund und Kellern. Am 25.01.2016 wird die erste Full Length der Band veröffentlicht, sie trägt den Namen „Perpetual Blackness“ und erscheint über Memento Mori Records. Über Youtube kann man sich schon 2 Tracks des Albums anhören, und was da geboten wird lässt die Vorfreude weiter steigen. Ein komplettes Review zu Perpetual Blackness werden wir in naher Zukunft veröffentlichen. Wer auf Acts wie Autopsy und Co. steht, aber auch düsteren und schleppenderen Doom gegenüber nicht abgeneigt ist, sollte The Fog auf alle Fälle abchecken.

Facebook/Demo Full Stream/Youtube

 

 

Black Force (Raw Oldschool Black Metal)

black force logo

black Force Band

Eine meiner Lieblingsentdeckungen des letzten Jahres war das Black Metal Duo Black Force. Die Band wurde 2013 ins Leben gerufen und bisweilen wurden auch schon einige Livegigs, zusammen mit Livemitgliedern, umgesetzt. Trotz des recht kurzen Bestehens haben die beiden bisher ein Full Length, ein Demo, eine Ep und eine Split veröffentlicht. Gerade das Album „Spirit of Ancient Writings“ hat mich umgehauen. Der Sound ist dreckig, roh und sprüht nur so vor Metalatmosphäre der 90er Jahre. Hier wird auf große Schnörkel verzichtet und kalter, fieser Black Metal mit einem leichten Punkeinfluss gespielt. Trotz der recht linearen Songstrukturen, können Black Force ein wunderbares Ambiente aufbauen. Diese rauen Riffs und diese fiesen Vocals, gepaart mit atmosphärischeren Passagen, machen dieses Tape zum perfekten Soundtrack für ein- oder mehr Bier im freien, zu Ehren der skandinavischen Black Metal Größen.

Facebook/Full Album Stream

Teil I
Teil III

Atmofear

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