Schwarze Keller – Ein Trip durch den deutschen Untergrund III

Copyright@ Benjamin Greif/B.ignorant

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In diesem Teil der Serie Schwarze Keller geht es um teils brachiale, düstere, mal in Richtung Punk schreitende, aber vor allem atmosphärische Bands.

Chrworsch (Bestial Black Metal/Doom)

chrworsch

Chrworsch sind ein Bestial Black Metal Projekt aus Deutschland, zu den Mitgliedern der Band gibt es bisher kaum Informationen, laut mehreren eingeholten Meinungen, handelt es sich hierbei jedoch um Mannen aus der Hauptstadt. Aber diese Verschwiegenheit macht diesen brachialen Untergrundact noch interessanter. Die Musik ist ein düsterer, sehr atmosphärischer Mix aus brutalem Death Metal und okkultem Black Metal. Hier gibt es Passagen die so hart sind, dass man das Gefühl bekommt auf einem Schlachtfeld im Ersten Weltkrieg zu stehen, Riffs fliegen dem Hörer um die Ohren und das Schlagzeug treibt mit der Geschwindigkeit einer Gewehrkugel voran. Bisher haben die Menschen von Chrworsch ein Demo unter dem klangvollen Namen „Chrworsch – Ein Totenspruch zur viehischen Begattung“ veröffentlicht. Eröffnet wird gnadenlos und ohne Pause, die schon erwähnte Härte bricht hier in maßlosen Zügen aus, um sich dann in einer ruhigeren, aber nicht minder fiesen Atmosphäre wiederzufinden. Wenn man sich also erstmal an die Blastbeatparts und das bittere Geschredder gewöhnt hat, kann man die wahre Kunst des Albums sehen. Denn die Balance zwischen Gewalt und Atmosphäre ist hier super gelungen.

Facebook/Bandcamp

Akatechism (Black Metal/Doom)

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akatechism band

Erst vor kurzem, bin ich zufällig über das Duo „Akatechism“ gestoßen. Welch ein Glück, denn diese beiden Herren konnten mich mit ihrem 3-Track Demo „Dripping Flames“, vom Ersten bis zum letzten Augenblick überzeugen. Mystische und düstere Doomparts verschmilzen hier mit atmosphärischem Black Metal und weisen an der Ein- oder anderen Stelle auch gewisse Death Metal Einflüsse auf.
Das erschaffene Ambiente ist großartig! Okkult, düster und geheim, sind die wohl passendsten Adjektive um den Sound zu beschreiben. Auch in Sachen Artwork müssen sich Akatechism nicht verstecken, so ist das Cover des Demos zwar relativ einfach strukturiert, aber ziemlich passend zum musikalischen Inhalt abgestimmt. Über dieses Duo sind bisher kaum Details nach außen gesickert, wir hoffen das schnell ändern zu können, denn wir wollen unbedingt mehr über dieses dunkle Projekt erfahren. Wer auf bitterbösen Doom und kalten Black Metal steht kann hier rein gar nichts verkehrt machen.

Facebook/Bandcamp

Sepulchral Zeal (Black Metal/Death Metal)

sepulchgral zeal

SEPULCHRAL ZEAL, ein Death/Black Metal Trio. Die Jungs halten sich absolut im verborgenen, kein Myspace, kein Bandcamp, kein Nix. 2014 hat sich die Band laut Metal-Archives gegründet um mit ihrem Sound den deutschen Untergrund zu erschüttern. Das Demo beinhaltet leider nur 2 Songs und knappe 15 Minuten Spielzeit. Diese Viertelstunde beeindruckt jedoch von der Ersten bis zur Letzten Sekunde. Ein rohes Gemisch aus atmosphärischsten Black Metal Klängen und Oldschool Death-Geballer der 90er. Mal schleppende Riffs gepaart mit diesen unglaublich fiesen Vocals, dann wieder wird das Tempo scharf angezogen und dem Hörer um die Ohren gebrettert. Wenn man dieses Demo zum ersten Mal durch gehört hat ist man quasi gezwungen einen zweiten Durchlauf zu starten, nur um sicher zu gehen das diese Viertelstunde keine Einbildung war. Das Tape ist beim norwegischen Label ”Terratur Possesions ” released worden, bei Amor Fati Productions kann man Stand jetzt auch noch ein paar Kopien abstauben. Das Coverartwork ist ebenfalls große Klasse, Business for Satan (Drummer von Paramnesia) hat hier wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Wer Bock auf atmosphärisches Geballer mit 90er Feeling hat, sollte sich SEPULCHRAL ZEAL mal näher anhören. Ich bin gespannt wann die ersten Informationen über diese Band bekannt werden und ob wir in absehbarer Zeit auch mit einem längeren Tonträger rechnen können.

Sepulchral Zeal Soundcloud

Infernal Assault (Thrash/Black Metal)

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infernalassaultband
Wer auf klassischen 80er Thrash und 90er Black Metal steht, kommt momentan nicht am Koblenzer Trio „Infernal Assault“ vorbei. Das erste Lebenszeichen gab die Band mit der EP „Forced by the Flames“ im Jahr 2014 von sich. Die erst 2013 begründete Band kann musikalisch voll überzeugen. Düstere Vocals, knackige, treibende Riffs und gelegentliche Tempowechsel machen das Debut der Jungs zu einer interessanten und abwechslungsreichen Scheibe. Forced by the Flames lässt sich wunderbar zum Laufen, Bier trinken oder einfach nur zum Mitnicken hören. Die gespielten Melodien zeugen ebenfalls davon, dass das Trio sein Handwerk mehr als beherrscht. Dieser fiese, düstere Thrash, welcher an manchen Stellen an neuere Darkthrone Alben erinnert, kann durch Atmosphäre und Variabilität punkten. Live konnten sich Infernal Assault auch schon das Ein-oder andere Mal beweisen. Wir sind gespannt ob wir im Jahr 2016 eine weitere Veröffentlichung erwarten dürfen.

Facebook/Track vom Debut

Teil II
Teil IV

Atmofear

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