Schwarze Keller – Ein Trip durch den deutschen Untergrund IV

Copyright@ Benjamin Greif/B.ignorant

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Der Vierte und somit vorletzte Teil unserer Artikelreihe birgt zwei Death Metal Newcomer, die zu Recht Hoffnungen und Vorfreude auf kommende Alben schüren. Zum zweiten haben wir zwei grandiose Black/Thrash Bands im Angebot.

Warlust (Blackened Thrash)

Warlustband

warlustDas 2012 in Ilmenau begründete Black/Thrash Metal Quartett „Warlust“, hat mit seinem Demo „Unholy Attack“ in vieler Ohren für Begeisterung gesorgt. Die 4 spielen klassischen Thrash Metal mit einer ziemlich angeschwärzten Seele. Die Vocals sind fies und das Riffing dreckig. Das ist Sound zum Mitnicken, abwaschen, aufräumen oder was auch immer. Warlust haben auch schon Live auf der ein- oder anderen Bühne überzeugen können. Wer auf düsteren Metalpunk mit skandinavischem Einschlag steht, sollte Warlust auf jeden Fall mal antesten. Anspieltip von meiner Seite ist definitiv der Track „Unholy Attack“, der Song ist sowas von stark. Der Gesang ist dunkel, das Riffing hymnisch und allgemein ist Unholy Attack sehr eingängig und hat sich bei mir schnell im Ohr festgesetzt.

Facebook/Bandcamp

Archaic Thorn (Death Metal)

archaicthornlogo

archaicthorn bandArchaic Thorn aus Lichtenstein in Sachsen haben sich 2010 gegründet und bisher 2 Records veröffentlicht. 2013 gaben die 3 ihr erstes musikalisches Lebenszeichen von sich und zwar in Form des Demotapes „Hydra Throats“ der erste Full Length Tonträger ließ dann 2 Jahre auf sich warten und wurde am 25.12.2015 via Unholy Prophecies released. Die Mannen spielen brutalen und dunklen Death Metal, die Band selbst bezeichnet ihren Musikstil als Nihilistic Death Metal. Heftige Blastbeats, finstere hypnotische Riffs und angenehm hörbare Growls machen die Lieder von Archaic Thorn zu interessanten und abwechslungsreichen Stücken. Qualitativ konnte man sich auch gegenüber des Demos steigern, so ist der Sound nicht mehr ganz so roh, und auch das Riffing ist etwas melodiöser geworden, was dem Ganzen aber einen schicken Glanz verleiht. Bei so manchem Gig hat das Trio auf sich aufmerksam machen können, und ist Stand jetzt ein ziemlich angesehener Untergrund Newcomer.

Homepage/Soundcloud

Kriegszittern (Death Metal/Punk)

kriegszitternlogo

kzband

Mit Kriegszittern liefert Nordrhein-Westfalen die nächste frische Band im Metalgenre. Die 4 Jungs aus Duisburg/Mülheim spielen rohen, dreckigen Death Metal mit einer derben Punknote. Bisher hat die Band 2 Demos rausgehauen und somit 8 Tracks zum Anhören zur Verfügung gestellt. Der erste digitale Tonträger, das „Demo“ ist vollgepackt mit 5 Tracks,die dem Hörer sofort die Richtung weisen, denn hier kommen oldschool Death Metal und Punkrock in wunderbarer Mischung mit fiesen Vocals. Hier wird geballert und gekratzt, dieser rohe authentische Sound ist mir in dieser Form lange Zeit nicht mehr untergekommen. Monotones, hypnotisches Riffing und schreddernde Drums führen dazu den Repeatknopf heißlaufen zu lassen. Das kurze Zeit später erschienene Frostbite Demo bietet 3 neue Songs und zeigt eine klare Weiterentwicklung der Jungs auf. Die Melodien sind ausgefeilter, klingen aber trotzdem noch schön dreckig wie auf dem ersten Demo, die Drums werden noch weiter ausgereizt und die Vocals sind gewohnt fies geblieben. Der Opener „Yellow Cross“ ist in meinen Augen der stärkste Track, den Kriegszittern bisher veröffentlicht haben, denn hier gibts es ein starkes Riff als Intro, einen bitterbösen Blastbeatpart und allgemein die beste bisher aufgebotene Songstruktur. Inhaltlich befassen sich die Jungs mit, wie der Name schon schließen lässt, Kriegsthematiken und der Wirkung des Krieges auf die Psyche der Soldaten. Kriegszittern sind für mich persönlich die interessanteste und gleichzeitig beste Death Metal Entdeckung aus Deutschland im Jahr 2015. Ich bin freudig gespannt was wir im kommenden Jahr von diesem Brett erwarten dürfen.

Bandcamp

J.T. Ripper (Thrash Metal)

jtripper

jtripper bandAus Chemnitz kommt ein Thrash/Speed Metal Trio der guten alten Schule, nämlich J.T. Ripper. Seit der Gründung im Jahre 2010 konnten die 3 schon ein Demotape und ein Album releasen. Die Umgebung Chemnitz/ Dresden scheint ein reges Pflaster für talentierte Thrash Bands aller Art zu sein. Freche, voran treibende Riffs sind das Markenzeichen der Band, denn in beinahe jedem Track kann im Bereich Melodie gepunktet werden, egal ob auf dem Demo oder dem Album „Depraved and Terrifying Horrors“. Das Schlagzeug klingt Retro und erinnert an den Ein- oder anderen Punkrockhit der 80er. Die Vocals klingen nicht ganz so düster, wie bei Bands eines ähnlichen Schlages, dafür kommen diese hier schön schnodderig daher und runden den gespielten Sound gut ab. J.T. Ripper konnten sich auch schon des öfteren Live präsentieren und haben unter anderem Bands wie Cryptic Brood oder Graveyard Ghoul supportet. Wer also auf knackigen Thrash Metalpunk á la Schafott abfährt, sollte sich J.T. Ripper mal näher zu Gemüte führen.

Facebook/Youtube
Teil III
Teil V

Atmofear

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