Schwarze Keller – Ein Trip durch den deutschen Untergrund V

Copyright@ Benjamin Greif/B.ignorant

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Im nun letzten Teil von Schwarze Keller haben wir nochmal drei wunderbare Oldschool Death Bands für euch ausgegraben. Den Anfang macht allerdings ein sehr düsteres und atmosphärisches Black Metal/ Doom Trio, das mit seinem Demotape viele Hörer zu begeistern wusste.


 Horns of Domination (Atmospheric Black Metal/ Doom)

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hod bandHorns of Domination aus Nürnberg, beteiligt sind Musiker von Excoriate und Desir De Mourir, haben Ende letzten Jahres das Erste musikalische Signal gesendet, in dem sie ihr 2-Track Demo veröffentlicht haben. Knappe 13 Minuten pure Finsternis! Der Opener beginnt mit einem schleppendem, düsteren Doompart, der gekonnt in eine schnellere Passage aus einem Misch von Black- und Death Metal übergeht. Durch hintergründig und gut platzierte Samples wird die Atmosphäre mit Leichtigkeit intensiviert. Der Gesang ist in meinen Augen das Prunkstück der Band, denn hier gibt es mal tieftönende und Angstschweiß produzierende Growls gepaart mit gelegentlichen Vocals die man sonst eher im Sludge Bereich findet. Der zweite Track ist nicht minder atmosphärisch und startet mit einem wieder passend gesetztem Sample, danach wird jedoch direkt losgelegt und ein Feuerwerk in der Dunkelheit gezündet. Blastbeats und die schon hervogehobenen fiesen Vocals variieren mit ruhigeren Passagen, nur um wieder in Chaos und Verzweiflung zu verfallen. Das Artwork des Demos hat mich ebenfalls überzeugt. Perfekter Wintersound und eigentlich auch ein Pflichtkauf für Demosammler!

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Carnal Tomb (Oldschool Death Metal)

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carnal tomb
Das als Duo gegründete, aber mittlerweile als Quartett agierende Death Metal Projekt Carnal Tomb aus Berlin arbeitet derzeit an dem ersten Full Length der Bandhistorie. Bisher wurden ein Demo, eine EP und ein Compilation Tape rausgebracht. Aufgefallen sind mir die Jungs durch ihr dreckiges, verrottendes und Gorelastiges Artwork. Nach kurzem reinhören weiß der Hörer auch, dass das Äußere auch den musikalischen Inhalt widerspiegelt. Hier kommt Oldschool Death der alten schwedischen Schule, finstere und brachiale Riffs, welche durch die beiden ziemlich fies und dreckig klingenden Vocals unterstützt werden. Die Atmosphäre befördert schon nach wenigen Minuten in eine dystopische Berliner Gosse, in der es laut den Klängen der gespielten Musik absolut keine Hoffnung mehr gibt. Der Soubd wirbelt Dreck auf und zieht in den Sumpf. Bei der EP wurde ist die Aufnahmequalität etwas verbessert worden, was der rauen Stimmung aber keineswegs entgegen wirkt. Die Songs erinnern an alte Autopsy, Grave oder sogar teils Benediction Scheiben und zeigen, dass auch deutsche Bands frostig können. Wer sich also mit oben benannten Bands und einem kleinen Spritzer Schlamm und Matsch anfreunden kann, macht bei Carnal Tomb nichts verkehrt. Aber auch Fans von rohem Death sollten hier unbedingt mal reinhören!

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Exit Humanity (Oldschool Death Metal)

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exithumanityband2013 wurde Exit Humanity als Duo ins Leben gerufen, mittlerweile wurde jedoch ein Basser ins Boot geholt und somit sind die Hauptstädter nun zu dritt unterwegs. 2014 haben die Jungs über Weed Hunter Records ihr Demotape veröffentlicht. Der Tonträger besteht aus 5 brachialen Tracks, die vom Sound an Dismember und Grave erinnern. Hier wird rein gar nichts zurückgehalten, durch deftige Riffs, dumpfe so wie blecherne Drums und rotzige Vocals wird Undead Savior schnell zu einem mehr als gelungenem Demo, welches man sich direkt mehrmals anhören kann. Gewalt und raue Melodien vereint, der perfekte Soundtrack den man reinschmeißen sollte, wenn man das letzte Bier versehentlich hat fallen lassen, oder wenn man allgemein Frust schiebt. Apokalypse aus der Dose! Das Demo wurde mittlerweile auch als CD released und kann bei Godeater Records geordert werden. Exit Humanity haben auch den Ein- oder anderen Gig gespielt, wobei das Highlight wahrscheinlich der Auftritt beim Grind the Nazi Scum Festival in Torgau war. Wer also Musik sucht, bei der man sich mitreißen lassen und mal abschalten kann, der ist bei dem Berliner Trio an der richtigen Adresse.

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Evoked (Oldschool Death Metal)

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evokeddbandBei Evoked handelt es sich um ein Oldschool Death Metal Duo aus Nordhrein Westfalen, das mit rohem und punklastigen Death überzeugen kann. Das 2014 veröffentlichte Demo Return of the Dead, beinhaltet 4 rumpelige und rohe Tracks. Das Schlagzeug hämmert dumpf aus den Boxen, die Riffs sind schmutzig abergleichzeitig auch sehr eingängig und die Vocals strotzen nur so vor Dreck und fiesem Rotz. Der Sound versetzt den Hörer mindestens 20 Jahre zurück, denn die Songs von Evoked erinnern an Hellhammer, Nihilist und Dismember. Die Atmosphäre ist dunkel und finsters, lädt zum Eintauchen ein. Aber auch zum Autofahren oder allgemein Aktivsein lässt sich Return of the Dead einwandfrei genießen. Die Jungs haben schon so manche Show auf dem Buckel und sind am 30.1.2016 in Bielefeld zum Live Undead zugegen. Das Tape kann man bei Go Fuck Yourself Productions erwerben. Wer Bock auf ranzigen, eingängigen und angepissten Oldschool Death hat, sollte Evoked man antesten.

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Teil IV

Ich bedanke mich an dieser Stelle für eure Aufmerksamkeit und hoffe es war die Ein- oder andere Band dabei, die euch ansprechen konnte. Falls euch etwas gefallen hat, kauft Merch oder Tonträger und unterstützt damit den Untergrund, denn alles was hier vonstattengeht basiert auf geben und nehmen, was das Ganze noch ein Stück weit familiärer macht!

Atmofear

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