The Fog – Perpetual Blackness

the fog
Das Mainzer Death/Doom Metal Trio THE FOG, hat mit PERPETUAL BLACKNESS seinen ersten Full-Length Tonträger veröffentlicht. Schon die beiden Vorabtracks haben mich begeistert, doch können die Jungs diese Qualität auch über volle Länge halten?

Schon mit ihrem ersten Release, dem VOID NEXUS DEMO, konnten THE FOG die Untergrundszene begeistern. Die rotzige Mischung aus tiefst dreckigem Doom- und treibendem 80er Death Metal klang schon auf dem Debuttonträger äußerst authentisch und kann auch auf der neuen Scheibe gnadenlos punkten. Die Soundqualität ist um einiges besser geworden, ohne dieses fiese Ambiente zu verlieren, ganz im Gegenteil, durch die vorteilhafter abgemischten Klänge wird man noch ein ganzes Stück tiefer in den Nebel gezogen. Sänger V.Lord´s Stimme ist sowas von ranzig, ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, wann ich zum Letzten mal so herrlich ekelhafte Vocals gehört habe. Auch sein Instrument scheint er auf räudig gestimmt zu haben und liefert damit durchweg, wunderbar düsteres Riffing ab. Bassist C.C. Defiler gibt den Songs mit seinen prägnanten Bassriffs auch eine ordentliche Portion Kraft und Tiefe, während Avenger am Schlagzeug alles gibt um mit blechernem und treibenden Drumming noch die gewisse Note Aggressivität mit hereinzubringen, was ihm auch problemlos gelingt. Die Songstrukturen sind ebenfalls deutlich variabler als im Demo, denn dort gab es 2 Death und 2 eher Doom-lastigere Tracks zu hören, wobei man auf PERPETUAL BLACKNESS keine so klare Trennung mehr hat und mit absolut grandiosen Tempowechseln beides in einem verbinden kann.

Der Opener INANENESS zum Beispiel, startet mit finsterer Bassline und leichtem Becken, baut den Auftritt der Gitarre und der Vocals auf und bewegt sich eindeutig eher in langsameren Doomsphären, nach kurzer Zeit werden die Instrumente dann schneller gespielt und das Tempo wird hervorragend angezogen, nur um es später wieder ruhiger werden zu lassen. Dieser rote Faden zieht sich durch alle Songs und macht diese Scheibe zu einem richtig guten Album, denn die Lieder konnten abwechslungsreich gestaltet werden ohne die Grundstimmung zu verlieren.
PERPETUAL BLACKNESS, das titelgebende Stück hat meinen Repeatknopf heißlaufen lassen und ist sehr schnell zu meinem favorisierten Titel auf dem Tonträger geworden. Drums und Riffing zwingen quasi zum Mitnicken, während die Stimme nochmal eine ganze Ecke widerlicher klingt, als in den vorangegangenen Songs. Im Mittelteil haben THE FOG eine kleine Break eingebaut, die intensiv rüberkommt, auf Anhieb begeistern kann und mit seinen schleppenden Klängen sicherlich auch Live umhauen dürfte.

Alles in allem haben THE FOG mit PERPETUAL BLACKNESS schon früh im Jahr einen Kandidaten für das deutsche Death Metal Album des Jahres geliefert, welches sich nicht nur durch seine Musik, sondern ebenfalls durch wunderschönes Artwork auszeichnet. Wer auf Goatloard, Autopsy oder ähnliche Kaliber abfährt, sollte dieses Album auf keinen Fall verpassen. Düstere Atmosphäre, ranziges Riffing und grandios ekelhafte Vocals machen diesen, mit klasse Tempowechseln bestückten, Tonträger zu einem absoluten Highlight Release des Jahres 2016.

Facebook/Perpetual Blackness – Youtube/The Fog im Interview

Atmofear

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