TRVEFRYKT ZINE

Erlöser – the grail of perdition

erloser

Ein versiegelter roter Brief von Lupus Records, okay keine Ahnung, was da drin ist. Nach vorsichtigem Öffnen begegnete mir dann das Erstlingswerk von Erlöser „the grail of perdition“ welches auf 44 Stück limitiert ist. Sehr langsam schradbbelt sich eine Gitarre im Hintergrund von Lied „I“ ein Drummer haut wie bekloppt auf sein Schlagwerk und auf einmal ein Umbruch, alles drischt aufeinander ein und dann kommt doch eine fast tanzbare Melodie zustande, die aber schnell wieder mit einem Faustschlag erledigt wird. Das Ganze klingt nach sehr okkultem Black Metal und die Parts wechseln sich immer mal wieder ab. Von technischer Raffinesse mag man hier zwar nicht reden aber stimmig ist es auf jeden Fall.

Gut auf okkulten Black Metal hätte ich schon bei dem Siegel oder dem Cover, welches einen Gral darstellt, kommen können. Nach dreieinhalb Minuten endet, dass Ganze und Lied II beginnt. Jetzt wird es schon oh und dreckig und die lang ersehnte Stimme kommt. Schönes dreckiges Geschrei und dazu diese harmonischen Instrumente. Oh ja jetzt weiß das Werk schon besser zu gefallen. Knallharter Black Metal wird einem hier um die Ohren gehauen und man wechselt gesanglich zwischen Schreien und diesem typischen sprechenden Gebrüll, was gerade so beliebt ist, man darf hier mit Dysangelium vergleichen, was den Gesang betrifft. Die Texte sind dabei deutsch und mehr oder weniger verständlich, was dem Gesamtbild aber keinen Abbruch tut. Ruhige fast schon zeremonielle Parts geben sich hier die Hand mit ziemlich fiesem Geballer. Blast-Beats und eine eher im Hintergrund angelegte durchgängig harmonische Gitarre unterstützen den wirklich guten Gesang. Abrupt endet das Lied und das dritte Stück „III“ bahnt sich seinen Weg zum Hörer. Was hier auffällt, ist, dass dieses Lied leiser im Vergleich zum Letzten ist. Ob das gewollt oder noch anfängliche Patzer beim Mixing sind, kann ich nicht beantworten, es wirft einen jedenfalls ein bisschen aus der Atmosphäre. Schade eigentlich den Instrumental klingt der dritte Song wieder einwandfrei. Ja auch Lied drei kann man als Klassischen Okkult Black Metal bezeichnen. Man gibt sich hier definitiv mühe nicht eintönig zu werden und schafft dies auch.

Fazit: Eine echt kurze aber auch gelungene EP, vor allem Lied zwei besticht hier durch den Gesang. Ich empfinde es allerdings als sehr gewagt nur in einem Song zu singen, die anderen beiden Lieder sind zwar echt einwandfrei aber der Gesang fehlt meiner Meinung nach eindeutig. Aber für die erste EP kann man eigentlich nicht meckern, man macht Werbung für sich und zeigt auf in welche Richtung jene Gruppe gehen will, also alles richtiggemacht. Ich habe die Nummer 19 von 44, also wer noch ein Exemplar will sollte sich ranhalten, denn Kenner wissen, dass Lupus Tonkunst schon die eine oder andere Überraschung veröffentlicht hat. Die EP gibt es wohl für 5€ und kommt in einem versiegelten Brief mit kleinem Booklet daher.

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Swipal

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