FÖRFALL – INGENMANSLAND

förfall
Mit INGENMANSLAND haben die schwedischen D-Beat/Neocrust Punks von FÖRFALL ihren Debuttonträger veröffentlicht. Was euch neben diesem ansprechenden Artwork erwartet, erfahrt ihr hier.

Das Digital- und als Tape erhältliche Erstrelease des Trios beinhaltet 7 Songs, welche mit klassischem D-Beat Geballer und dicker Atmosphäre schnell das Herz des Hörers erobern können. Der Opener  „Ångestfylld, full och skitig“ bringt das Blut direkt zum kochen, denn markante und schnell aufzunehmende Riffs schreddern sich eine Schneise durch das Gehör des Konsumenten, während das Schlagzeug blechern und rotzig, also in bester alter Punkmanier, rumwirbelt. Björn zaubert am Bass eine fast schon groovige Melodie dazu und schon steht das musikalische Gerüst, welches einen wunderbaren Anstrich durch die sich abwechselnden Vocals bekommt. Alle Drei Bandmitglieder geben bei FÖRFALL Gesang von sich, was eindeutig das Markenzeichen der Combo ist, auch anmerken muss ich, selten so harmonisch räudige Stimmen gehört zu haben. Absolut Empfehlenswert!
„Ljusets beskyddare“ ist der klangvolle Name des Tracks Nummer 2. Eröffnet wird wieder mit riffig, vorantreibenden Klängen, die im sich im Laufe mit einigem an Atmosphäre schmücken können und auch eine erste gewisse Prise Melancholie aufkommen lassen. Im dritten Stück lässt man das Tempo mal etwas gedrosselt und beginnt mit ruhigen, verzweifelten Tönen, nur um wieder in einem brachialen Ausbruch von Wut und Frustration alles herauszukotzen. Natürlich weiterhin mit grandioser musikalischer Untermalung, versteht sich.
Mein persönlich favorisierter Song und Anspieltipp ist Song Nummer 4 „Spottas på av er“, denn hier stimmt einfach alles. Gewalt, ballern, geil! Mehr braucht es hier nicht zu sagen, außer vielleicht dass es hier neben einem Killersolo auch einen richtig guten Singalongpart gibt, welcher wohl auf Liveshows das Fass zum überlaufen bringen dürfte. Mit Nyttig Idiot geht es weiter und das nicht minder furios. Ulf haut hier seine mit Abstand beste Leistung am Schlagzeug raus und wirbelt dem Wahne nahe drauf los, während Helge seine Gitarre zum zittern bringt, wie Tortenböden Beatrix von Storch. Die Vocals bleiben die komplettee Scheibe über äußerst abwechslungsreich und können auf ganzer Linie überzeugen. Im vorletzten Song Hycklare wird dann nochmal eine richtig dicke Bassline gezündet, welche dem Album dann irgendwie schon fast den Stempel „Prädikat wertvoll“ gibt, auch sonst kann hier mit tristem, grauen Ambiente überzeugt werden. Abgeschlossen wird dieser Tonträger dann mit ruhigeren Klängen und einem kleinen Ticken mehr Augenmerk auf die Atmosphäre.

Wer auf melodischen Crustpunk, D-Beat der alten schwedischen Schule und kalte, authentische Stimmung steht, kann mit diesem überzeugendem Trio nichts verkehrt machen. Für mich eine der markantesten und auch interessantesten Crust Scheiben der letzten Monate!

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Atmofear

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