Reality At Risk – Elevator Talk

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Post aus Kanada? WTF welche Band habe ich denn da angeschrieben. Hmm „Reality At Risk“ mit ihrem Tape „Elevator Talk“, was zur Hölle war das für Musik? Erst ertönt eine Warnung vor einem Atomaren Angriff und dann… rohes Geballer… Jawohl!

Das Ganze klingt sehr nach Demo Aufnahme aber nichts desto trotz sehr geil. Schrammelde Gitarren und ein vernichtendes Schlagzeug. Gesanglich wechselt man zwischen klassischem Punk und Geschrei.
Das Ganze klingt zwar ziemlich durcheinander aber die Elemente sind zu erkennen. Der eine Part lädt zum pogen ein und der nächste dazu, seinen Tanzpartner die Faust durchs Hirn zu jagen. Sehr amüsiert hat mich dabei der Song „Tintenkiller“ da die Band ja so weit von Deutschland entfernt ist, wie Donald Trump von Menschlichkeit. Ob die Bedeutung eines Tintenkillers hier richtig interpretiert wurde, möchte ich zwar anzweifeln, aber das ist ja eigentlich auch scheiß egal!
Immer wieder, werde ich hier auch an die gute alte Musik der Dead Kennedys erinnert und das hören macht definitiv spaß. Richtig einordnen lässt sich das ganze jedoch nicht. Irgendwas zwischen Punk, Hardcore und Grind.
„Sandwitch Of Sadness“ stimmt mich irgendwie auch traurig, absolut beschissene Aufnahme aber irgendwie hat es trotzdem Charakter, doch „Chickenshit“ macht das dann auch wieder durch guten Sound ungeschehen.
Ich weiß nicht recht, was ich von der Gruppe halten soll, doch ich kann definitiv sagen das jenes Tape seine höhen und tiefen hat, ich jedoch zu keinem Zeitpunkt den drang habe abzuschalten, gerade weil jeder Song irgendwie eine neue Überraschung bereit hält und die „auf die Fresse“ Parts wirklich gut sind.
Beim einzigen Live Stück des Albums bekommt man sogar mal einen Breakdown um die Ohren gefeuert. 0003675234_10
Ein besonderes Schmuckstück ist hier der sieben Minuten lange Song „You Have The Most Depressing Smile“ langsam bahnt sich die Musik ihren Weg. Sehr melodisch und was zur, sogar Gefühlvoll. Ich bin etwas an alten Pop Punk erinnert und dadurch irgendwie auch an meine Kindheit. Dann wird es etwas härter und das Geschrei beginnt wieder. Diese Parts wechseln sich so durch. Auch die Gitarren zeigen hier das ein oder andere Solo und so schleicht sich der Song langsam ins Herzen des Hörers und rundet das Album so kurz vor dem Schluss noch ab. Drei Minuten vor Ende des Songs, gibt’s nochmal einen harten Cut und das Musikthema wird komplett umgestellt.
Der letzte Song nämlich „No Respite“ beinhaltet typische Post Rock Elemente und beginnt mit einem Soundsample, das von einer sehr ruhigen melodischen Gitarre begleitet wird. Der Song entwickelt sich bis er nach La Dispute klingt. Was eine Überraschung, das hätte ich nicht gedacht. Der Sänger der Absolut ausrastet sowohl gesanglich als auch lyrisch und dabei bleiben die Instrumente ganz ruhig.12809776_1017983211571005_8390481499807057690_n

Fazit: Was war denn dieses Tape für eine riesige Überraschung bitte? Von Surfpunk bis Melodic Hardcore hat man hier alles geboten bekommen. Das Ganze wurde möglichst roh und rotzig präsentiert, jedoch wurde das Tape dadurch so grandios. Also das Tape an sich ist streng limitiert aber wem das zusagt, der sollte das Porto in kauf nehmen und die Jungs Supporten! Gerade die letzten zwei Songs des Tapes sind so großartig! Hier stimmt zwar bei weitem nicht jeder Ton aber das ist nun mal Punk, das rafft ihr nie!

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Swipal

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