Battra im Interview

battraband
Wir haben den Penner Violencern von BATTRA auf den Zahn gefühlt und nachgehakt was in Zukunft ansteht und welche Erlebnisse sich, in der bereits vergangenen Bandgeschichte, eingebrannt haben.

Moin! Klasse, dass ihr Zeit gefunden habt uns ein paar Fragen zu beantworten! Für alle Leser die euch noch nicht kennen, wer oder was ist Battra// überhaupt?
In Linz stand auf dem Flyer: „Apes with Drums + Bass doing PxV.“
Das beschreibt es ganz gut, glauben wir.
Props gehen raus an Sid & das KAPU in Linz.

Ich habe mich schon öfter gefragt was der Name „Battra//“ bedeutet. Könntet ihr mir da eventuell nachhelfen?
Battra// ist ein fieser Endgegner von Godzilla und der böse Zwillingsbruder von Mothra der Riesenmotte.

Was hat euch musikalisch am meisten beeinflusst, Oi!, Sternburg oder die 187er Straßenbande? Dafür, dass ihr ja „nur“ zu Zweit seid, macht ihr ziemlichen Krach. Woher kommt der ganze Frust und die angestaute Energie, die ihr in euren Songs unüberhörbar rauslasst? Und bitte nicht nur mit „Halle“ antworten!
Musikalisch beeinflusst haben uns Punkrock, Battletapes & der frühe Udo Jürgens. Ganz nach dem Lebensmotto von Harald Juhnke: „Meine Definition von Glück? Keine Termine und leicht einen sitzen.“
Ein Großteil der Texte beruht auf wahren Begebenheiten und dem allgemeinen Nervenkitzel in Sachsen-Anhalt.

Die Battra/Chaver Split kommt mit Adelskrone Cover daher, eine Nummer die mir persönlich wirklich gut gefallen und mein Streetcredibilitylevel für den nächsten Rewe Besuch (jaja, dort gibts kein Adelskrone) auf eine neue Stufe gehoben hat. Wie kommt es denn, dass ihr euch für diesen zeitlosen Klassiker entschieden habt?
Der Song beschreibt ein Lebensgefühl und handelt für uns von DIY, Auflehnen gegen die Gesellschaft und Punk im Allgemeinen. Das A in Anarchie steht für Adelskrone.
battra band2
Wo findet ihr eigentlich immer eure überaus witzigen Samples?
In diesem Internet. BURR !!

Wie man so hört, seid ihr ja auch noch in anderen Bandprojekten aktiv. In welchen nochmal?
Wir haben mit unseren Homies von Paan und einer Freundin noch eine OI Band am Start. OI.GVALT spielt mit Klischees der komplexen Oi-Szene wurde uns mal gesagt. Letztlich geht’s aber nur ums Malochen, Kleechen und Kleingeld an der Theke verprassen. „Wenn uns sonst nichts bleibt, doch fürs Bier reichts.“ Oi – Fuck Nazi Sympathy!

Haut mal eine coole Story aus eurem Tourleben raus! Wo war es am schönsten und wo wollt ihr unbedingt noch hin?
Die Weltstadt Gotha ist immer eine Reise wert. Es war der erste Tag der Tour und da war ein fieser Punk, der einem anderen Typen mit einem Knüppel zärtlich auf die Schläfe gehauen hat. Nach dem Konzert kam ein besoffener Bauarbeiterbrudi an, der uns zuerst mit den White Stripes verglichen hat und dann meinte wir sollen eine Trompete einbauen. Im Verlauf des Abends hat sich herausgestellt, dass der alte Working-Class Mann Bassist bei Schleim Keim war. Props gehen raus ans JUWEL in Gotha und unseren Homies von Chaver wie rasieren.

Mal angenommen eine Show würde ein völliger Misserfolg werden und der Veranstalter hätte nicht genug Kohle übrig um euch zu bezahlen. Könnte man euch theoretisch auch in Pfeffi bezahlen?
Wir wurden schon mal in Pfeffi bezahlt. Alles in allem ein guter Verdienst aber die ein oder andere Spende fürs Fernbusticket wäre schon ganz nice.

Was werden wir in Zukunft noch erwarten können? Eine Langrille vielleicht?
Wir haben vor kurzem erst ein fieses Noise Tape released, von dem die kompletten Gelder an ein Projekt der Flüchtlingshilfe gingen. Die politische Situation in Sachsen-Anhalt ist nach den letzten Wahlen jetzt auch offiziell eher blümerant. Gesellschaftliches Engagement ist hier aktuell wichtiger denn je und es gibt zum Glück auch genügend Leute und Gruppierungen, die den Kopf nicht hängen lassen und sich ehrenamtlich für diejenigen einsetzen, die am meisten Unterstützung brauchen.
Außerdem wird es eine Split mit den Jungs von Trigger geben, die in naher Zukunft erscheinen dürfte. Wir haben weiteren diversen Kram am Start und wollen definitiv mal eine 12er machen.
battra logo

Habt ihr eigentlich eine Aversion gegen Black Metal, oder wie waren eure Promovideos zu verstehen? Den GrimHubbaBubba-Move fand ich ehrlich gesagt ziemlich lustig!
Nicht gegen Black Metal aber gegen Leute, die meinen sich über eine Szene und das damit einhergehende Auftreten definieren zu müssen. Die Eule im Bart des Judas hat das in einem ihrer Songs mal wie folgt auf den Punkt gebracht: „Deine Szene ist für mich nur Scheiße im Anzug.“
Wir feiern selbst auch genügend Black Metal Bands, denen im Vergleich zu Anderen, ein klares politisches Verständnis wichtiger ist, als Klischees zu bedienen und durch ihr Auftreten zu provozieren. Wenn sich Bands als unpolitisch bezeichnen und sich damit einer Diskussion um rechtes Gedankengut im Black Metal entziehen wollen, dann sehen wir da keinen Unterschied zu anderen rechtsoffenen Sparten.

Eine letzte Frage habe ich noch. Gibt es Bielefeld eigentlich wirklich?
Ja, gibt es, genauso wie das Potemkin, was wohl mit Abstand eine der coolsten Locations war, in der wir auf Tour spielen konnten. Props gehen raus an Jott von Knochentapes und Julian von Sickmark.

Habt ihr sonst noch etwas, dass ihr unseren Lesern mitteilen wollt?
Geht euren Weg und lasst euch nicht abstechen. #SPREADLOVE
„Die Welt kostet 59 Pfennig.“

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg! Ich hoffe man sieht sich!… Wie im Spiegel

Facebook/Bandcamp

Atmofear

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