Witchthroat Serpent – Sang-Dragon

cover
Der am 30.04.2016 erscheinende, zweite Tonträger des französischen Doom/Stoner Trios WITCHTHROAT SERPENT, SANG DRAGON, erinnert mit seinen Klängen stark an ältere Electric Wizard und Black Sabbath Scheiben. Ob die Jungs dieses Niveau konstant halten können, erfahrt ihr jetzt.

Eröffnet wird das Album mit einem fuzzlastigen Intro, welches den Hörer strudelähnlich in seinen Bann zieht und ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, bei dem Gedanken an die kommenden Stücke. Erster richtiger Track ist dann A CAW RISES FROM MY GUTS und der hat es auch direkt in sich. Der Übergang ist nahtlos, was besonders gut gefällt. Hypnotische Bassline, gepaart mit grandiosen Vocals, im Stile von Electric Wizard, welche durch tiefes Riffing besonders hervorgehoben werden. Knappe 6 Minuten fuzziger Doom, der sowas von Lust auf mehr macht.
Nächster Titel ist SIBERIAN MIST, welcher für die Stoner unter euch, das beste Lied der Scheibe sein dürfte. Psychedelisch anmutende Melodien, heftiges, schweres Riffing und die schon erwähnte Stimme von Fredrik, geben hier eine wahre Hymne, zum Genuss einer etwas längeren Zigarette, ab. Mit LADY SALLY kommt an 4. Stelle mein persönlicher Lieblingstrack der Scheibe, denn hier ist die Stimmung noch eine ganze Ecke düsterer und auch der leichte Ausbruch des Gesangs im Refrain, bringt gekonnt Abwechslung rein. Hier besteht uneingeschränkte Mitnickgarantie.

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Der wohl härteste Song ist INTO THE BLACK WOOD, hier ist pure Apokalypse im Gange, die schwere der Gitarre wird den Hörer nicht mehr so schnell loslassen. Die Vocals sind in diesem Titel öfter im aggressiven Spektrum angesiedelt , was die Scheibe im Gesamtkonzept äußerst durchdacht wirken lässt, denn wenn man sich alle bisher gehörten Lieder nochmal durch den Kopf gehen lässt, haben sich in den ersten 5 Stücken unterschiedliche Atmosphären abgespielt und jetzt im Mittelteil erreicht jenes Ambiente seinen düsteren Höhepunkt.
Der mit knapp 9 Minuten längste Track, trägt den Namen BEHIND GREEN EYES und ist zwar immer noch ziemlich finster, doch merkt man ganz klar, dass der Weg jetzt wieder zurück in psychedelische und fuzzige Gefilde zurückgehen wird. Mich erinnert der Track an die 2. Scheibe von BLACK SABBATH, was wohl nicht der schlechteste Vergleich sein dürfte. Konstant hohes Niveau an den Instrumenten, lassen auch in diesem Song keinen Platz zum Meckern.
dromsLetzter Titel der Scheibe ist MYSTICAL DEVOTEE, welcher überraschenderweise mit schnellem, drückenden Sound aufwartet. Nach diesem „Intro“ wird dann im Tempo wieder etwas zurückgerudert, doch die erzeugte Stimmung ist einfach unglaublich fies und bannziehend. Auch wenn Fredrik hier seine Stimme nicht wieder an den Rand des Abgrunds bringt, war mein Schluss, das der wütende Höhepunkt der Platte schon erreicht wurde, voreilig getroffen. Dieser letzte Song, lässt den Hörer mit offenem Mund zurück und sich erstmal bewusst werden, was er da gerade für ein grandioses Album gehört hat.

Fazit ist, dass WITCHTHROAT SERPENT hier einen sich möglicherweise dauerhaft etablierenden Tonträger im Bereich Doom/Stoner/Fuzz, geschaffen haben, welcher mit großer Sicherheit auf einigen Best Of Listen am Ende des Jahres auftauchen dürfte.
Wer auf Electric Wizard, Sleep und derlei Klänge steht, darf sich dieses Trio nicht entgehen lassen. Von mir gibt e eine klare Kaufempfehlung, supportet diese Franzosen!
Vorbestellen könnt ihr SANG DRAGON über DEADLIGHT ENTERTAINMENT.
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