Cult Widow – CURSED II: Corrupting Worship

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CURSED II: CORRUPTING WORSHIP, so der klangvolle Name der gestern veröffentlichten 2. EP des niederländischen Quintett´s CULT WIDOW. Musikalisch finden sich die 5 zwischen YOUNG AND IN THE WAY und OATHBREAKER wieder.

Der Tonträger besteht aus 4 Songs, welche laut Bandcamp Seite der Unterhaltung von Satan dienen, aber auch den irdischen Hörer schnell zu überzeugen wissen. Die EP ist eine fiese Mixtur aus Blackened Crust, D-Beat und finsterem Hardcore. Der Opener THE ALCHIMIST beginnt mit aggressivem Riffing und gnadenlos drückenden Drums, immer wieder finden sich Einflüsse von Hardcore wieder, wie z.B. der ein oder andere „Two-Step-Part“, aber auch Freunde des Mitnickens sollten hier relativ schnell auf ihre Kosten kommen. Durch die düstere und unglaublich kalte Atmosphäre, fließt der Angstschweiß schnell in strömen und fühlt sich doch seltsam wohlig an, was wohl daran liegen dürfte, dass der 2. Track nicht minder böse ist. DEATHDEALER ist ein durchweg treibendes Stück, dass die gleiche Stimmung fährt, wie der erste Song. Die Vocals erinnern sehr stark an YAITW, auch musikalisch finden sich einige Überschneidungen mit den Amerikanern. Blackened Crust und Hardcore klingt leider in den meisten Fällen recht eintönig und wie „gewollt und nicht gekonnt“, auf CURSED II ist diese Mischung jedoch super gelungen und macht derbst Vorfreude auf ein Full-Length.

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Mit 5 Minuten längster Titel ist IN THE NOOSE, welcher mit gedrosseltem Tempo aufwartet, doch um kein Stück weniger Wut und Frust vermittelt. CULT WIDOW können also auch SlowMo Violence! Variabel gestaltet, wird das Niveau des Songs durchweg hochgehalten, was sich nebenbei bemerkt auch über die Produktionsqualität des Tonträgers sagen lässt. NO LOVE steht an vierter und somit letzter Stelle, drückt mit roher Gewalt auch gleich nochmal heftig in den Stuhl und schwärzt das ohnehin schon dunkle Flair nochmal ein ganzes Stück hoffnungsloser.
Live dürften die 5 Niederländer so gut wie alles abreißen, denn roh, brutal, mal chaotisch, mal melodiös überzeugen die Klänge auf ganzer Linie. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt darauf eine Show mit CULT WIDOW zu besuchen, oder gar selbst zu veranstalten.

Fazit:
Wer auf die schnellen, Punklastigen Parts von YOUNG AND IN THE WAY steht, aber auch der Atmosphäre von OATHBREAKER nicht abgeneigt ist, sollte diese Niederländer unbedingt antesten und sich von diesem apokalyptischen Ambiente anstecken lassen. CULT WIDOW schaffen es ohne Probleme, den Hörer von sich zu überzeugen, ob man will oder nicht, aber diesem tiefschwarzen Strudel kann man nicht so schnell entrinnen. Über einen physischen Release ist noch nichts bekannt, digital kann man sich die EP für Pay What You Want laden.

Facebook/Bandcamp

Atmofear

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