Void Obelisk – A Journey Through The Twelve Hours Of The Night

coverVor einigen Wochen bin ich beim Durchforsten diverser Labels und Distros über das angekündigte Debut eines sogenannten Elecdrone Quartetts aus Mannheim gestolpert. Bei, dem in Karlsruhe beheimateten, META MATTER RECORDS wurde VOID OBELISK – A JOURNEY THROUGH THE TWELVE HOURS OF THE NIGHT als kommendes Release verkündet und in knappen Sätzen vorgestellt.

VOID OBELISK besteht aus 4 Künstlern, die ursprünglich in verschiedensten Genres aktiv waren. Jedes der Mitglieder hinterlässt auf dieser Scheibe seine individuelle Note und trägt zum unglaublich frischen und Facettenreichen Sound des Albums bei. Das Grundgerüst von A JOURNEY THROUGH THE TWELVE HOURS OF THE NIGHT wird zwar definitiv von dronelastigem Doom Metal gebildet, jedoch schwappen die Klänge oft in andere Genre, wie zum Beispiel Noise Rock, Sludge oder Experimental, über. Bei dem Debutrecord des Quartetts handelt es sich im Übrigen um ein Konzeptalbum, welches den Tod auf seiner 12-stündigen Reise durch die Nacht begleitet. Mein Interesse wurde mehr als nur geweckt, die Jungs hatten mich direkt am Haken.

“ I hear, I taste waters of your Pain, I will remember…I know and I bind your burning Souls together…I smell, I sense and turn your old fears into anger…I see, I drink, I breathe, I yell… I See, I drink the golden ale of the morning sun, I breathe, I got the strength of a thousand warriors, I yell and your hails echo from the world´s end and back I rise,rise,rise and will never fall back into Darkness“

Der Opener THE FALL beginnt mit dem Takt eines Sekundenzeigers und wird schnell von kräftigem, erdigen Riff und elektrischen Tönen unterstützt. Kurz darauf setzen die wuchtigen Drums ein und geben besten 4 BPM Violence zu Tage. Schleppend, unglaublich düster und eine zum zerreißen gespannte Atmosphäre lassen den Kiefer herunterklappen. Die Vocals wechseln zwischen finsteren Growls und einer grandiosen, an die 70er erinnernden Doom Stimme, hin und her. Durch den Einsatz vieler unterschiedlicher und vor allem ungewöhnlicher Instrumente, wie einer Schiffsglocke, einem Fussbass oder einem Casio Keyboard , ist die dargebotene Musik unglaublich vielfältig, ohne auch nur  im Ansatz nervtötend zu klingen. Die Tracks sind musikalisch sehr variabel gestaltet und bieten dem Hörer ein wahres Klangerlebnis auf. Durch die Töne des Sekundenzeigers, wird dennoch ein roter Faden durch das komplette Album gezogen und an die zeitlich begrenzte Reise des Tods erinnert. Selbst nach dem 5. Durchlauf wird diese Scheibe einfach nicht langweilig und gibt immer wieder neue Gelegenheiten, beeindruckende und interessante Dinge zu entdecken.

void obelisk bandIch will an dieser Stelle auch schnell ein paar Worte zum Artwork verlieren, denn selten hat mir Musik in Kombination mit dem physischen Tonträger so derbe Lust auf die beinhalteten Tracks gemacht und mich dermaßen rasch in das erschaffene Konzept eintauchen lassen. Man kommt nicht umhin, sich dem Erstgeborenen von VOID OBELISK konzentriert und aufmerksam hinzugeben. Das als Digipak zu erwerbende Album wurde aufwendig und wahrlich passend designed und lässt den Hörer beim mitlesen der Lyrics tiefer in das Geschehen eintauchen.
Für die CD-Version gibt es von mir ganz klar die Höchstpunktzahl und ebenfalls eine absolute Kaufempfehlung!

void obeliskKurz um, A JOURNEY THROUGH THE TWELVE HOURS OF THE NIGHT ist ein grandioses Debut der Mannheimer VOID OBELISK, welches durch gewaltige Riffs, schleppende, erdige Atmosphäre und den Einsatz einer Menge obskurer Instrumente, äußerst schnell einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann. Durch überaus fesselndes Konzept und variierende Vocals, kann auch der Inhalt durchweg überzeugen und tut sein übriges um dieses Album zu einem der interessantesten Tonträger des Jahres zu machen.

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