Without – Our Lives Feed The Machine

without

Eure Nachbarn nerven euch so richtig, der Punkt des Ignorierens ist seit Monaten längst überschritten, die vorpubertären Ausgeburten, welche wahrscheinlich schon seit Geburt den notorischen Drang nachzugehen, alles was mehr als 30 dB erzeugt mit wiederholten Schlägen zu penetrieren hören seit Wochen nicht auf einen Durchbruch zu eurer Wohnung schlagen zu wollen. Wahrscheinlich mit den Überresten der Eltern weil es schwer vorstellbar ist, das irgendjemand oder etwas noch näher am Epizentrum verweilt. Eure Nerven liegen nicht blank, eure Nerven haben sich im Badezimmer unter flackernden Neonröhren aufgehangen. „Schlaf“ ist nur noch ein entfernt klingend, Rauch verhülltes Wort das auf Werbeplakaten neben anderen Mythen wie „Erholsam“ prangert und euch verhöhnt. Es reicht. Es reicht einfach, ihr seid gerade dabei den Lumpen in eine Flasche mit umgefüllten Nagellack zu stopfen als euren zitternden Händen ein, der Experte würde es ein „grob fahrlässiges“ Ungeschick widerfährt. Ihr fallt ungünstig hin, so ungünstig, das die bereits entfachte Brandbombe zerbricht, der Kausalkette folgend verwandelt sich euer Körper in die menschliche Fackel, nur mit dem Unterschied das ihr 800-1000 Grad nicht so gut wegsteckt wie der besagte Marvel Charakter.
Ich kann die neue Platte von den Misanthropen der Band WITHOUT nicht besser beschreiben, den düsteren Hardcore, mit dem Bands wie Cursed, Left For Dead oder The Swarm vor mehr als 15 Jahren für blutige Ohren und pragmatische Zerstörung von Kellerlocations sorgte, feiert mittlerweile wieder Hochkonjunktur. Bands wie CONTROL, Nails oder Full Of Hell atmen den Geist der nihilistischen Genre Eltern, begehen dabei allerdings nicht den Fehler stumpf zu kopieren, sondern binden allerlei Arten von extremer Musik in ihr Geflecht aus Geschwindigkeit und Hass. So auch WITHOUT die sicher auch eine Menge alten Death Metal kennen sowie Feiern und so wechseln die Vier Songs stetig von wutschäumenden Blastbeat Passagen zu Nacken strapazierenden Walzen. 7 Minuten bekommt man alles was das Genre so großartig macht, nur keine Liebe.
Einziger Manko der Platte: Sie ist zu schnell vorbei.

Bandcamp


IROQUOI PLISKIN

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