TRVEFRYKT ZINE

Häxenzijrkell – Des Lasters Der Zauberey

häxen

Blecherne, fast Drone artige Sounds eröffnen das erste Lied. Langsam schleicht sich das Drum mit einem simplen Beat ein und irgendwie hat es das Lied geschafft mich in seinen Bann zu ziehen. Wirklich eklig wird’s dann beim „Gesang“ der irgendwas zwischen Urfaust und einem abgestochenen Schwein ist. Das ganze klingt grausam und passt aus irgend einem Grund doch zusammen. Gerade die einfache Taktart macht die Musik leicht zugänglich. Die Melodieverläufe sind sehr lang gezogen und man ist stets gespannt was nun passiert. Dann werden durch Soundsamples wie „Das Weib ist die Sünde“ und weiteren alte Filmzitate gewisse Höhepunkte gesetzt. Die Samples stammen dabei aus Kladivo na Carodejnice.

Das Konzept bei diesem Werk ist also recht simpel aber geht auf. Durch die drückende Soundwand hört man hier und da eine kleine Melodie herausstechen, die sich aber schnell wieder im Rauschen verliert. Im späteren Verlauf wird der Gesang fast Opern artig (auf eine sehr abgefuckte Art und Weise) und erinnert wieder sehr an alten Stuff von Urfaust. Nach knapp 11 Minuten endet dann das erste Lied.

Die CD ist genau wie die Musik, simpel aber doch eindrucksvoll gestaltet. Alles ist schwarz gehalten Das Cover zeigt eine alte Malerei von drei nackten Weibern, die wie schon der Bandname sagt vermeidlich Hexen sind. Im Inneren ist noch ein Hinweis auf das Artwork und auf Abgrund Tonstudio sowie ein Zitat. Im Inneren des zweiseitigen Booklets findet man die beiden Songtitel und woher die verwendeten Soundsamples statten, sowie einen Text, den man erst entziffern kann, wenn man diesen spiegelt. Alles in allem einfach aber sehr passend.
hhh

Der zweite und letzte Song des Werkes heißt Canon Episcopi und die hier verwendeten Soundsamples stammen aus dem Film Witchfinder General. Der Song eröffnet mit einem fast esoterisch klingenden Sound, dann wird ein Soundsample eines Hexenprozesses aus dem Mittelalter eingeworfen und langsam rollt wieder diese schrille drückende Wand aus Gitarre und Soundsample heran. Das Ganze bekommt hier einen fast schon doomigen Charakter, klingt aber von den Vocals her noch fieser als das erste Lied des Albums. Langsam klingen die letzten langgezogenen mit hall veredelten Akkorde aus und diese Hexenjagt geht zu Ende.

Fazit: Amor Fati hat hier schnell erkannt, welches Potential die beiden Musiker von HÄXENZIJRKELL bieten. Gerade die ersten Demo Tapes waren schnell vergriffen. Die Beiden machen hier alles richtig und schaffen es einen Sound zu kreieren, den ich so nur von ganz ganz ganz alten Darkthrone Aufnahmen kenne aber trotzdem einen eigenen Charakter hat. Man würde diese Band denke ich aus einigen anderen Black Metal Bands raushören. Sicher ist dies keine Musik für den Hörer, der Technik und gute Aufnahmen erwartet aber es ist etwas für den absoluten Black Metal Untergrund und sticht aus diesem mit einem kleinen Funkeln heraus. Gerade die düsteren Soundsamples und das Drum schaffen hier eine großartig schaurige Atmosphäre. Der Gesang des scheinbar abgestochen am Boden liegenden Sängers rundet das Ganze dann ab. Den einzigen Kritikpunkt den ich hier geben muss ist, dass mitten im Lied der Sound mal generell lauter oder leiser wird aber dafür ist dies auch eine Veröffentlichung einer Band die aus einer 20 Minütigen Jamsession heraus entstanden ist und man darf gespannt sein, was da noch so kommt!!!

Bandcamp
SWIPAL

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