ReverseD – Apophenia

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Nicht nur die allseits beliebte Rehwurst ist im Thüringer Wald zu finden, sondern auch die beiden Zella-Mehliser von ReverseD. Diese haben nämlich gerade ihre erste offizielle EP mit dem Namen „Apophenia“ rausgehauen. Wer jetzt an eine Newcomer Band denkt ist hier aber falsch. Im Musikalischen Untergrund tummeln sich die beiden nämlich schon seit ein paar Jahren. Warum also erst so spät eine Veröffentlichung? Musikalischer Perfektionismus möchte ich meinen. Wer die Entwicklung der Band auf den Konzerten mitbekommen hat weiß, dass man vom wabbeligen Toast zum stolzen getoasteten Roggenbrot Scheibchen geworden ist.

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Sogleich donnern Gitarre und Drum über den Hörer herein, mit einer Sound-Kulisse irgendwo zwischen Sluge und Mantar, doch dann kommt man schnell in Fahrt. Sehr rhythmische Melodien werden hier vom Drum vorgegeben, denen die Gitarre schleppend und verzerrt hinterher schnurrt. Wer DŸSE kennt, wird verstehen was ich hier zu sagen versuche. Dann wird das Gedresche von einer kleinen lieblichen Gitarrenmelodie unterbrochen und man findet sich scheinbar in dem Fahrstuhl eines 5 Sterne Hotels wieder, nur um dann Auszusteigen und vom Sänger und Gitarristen angeschrien zu werden. Dann wechselt man zwischen Gehämmmer und sehr ruhigen Parts. So wird aus dem Geschrei auch schnell mal normaler harmonischer Gesang und das Ganze Lied entwickelt eine sehr psychedelische Struktur, um dann mal wieder im Slugig Punkigen Charakter zu enden. Irgendwas zwischen Düster und abgefuckter Gameboy Trip.0006550940_10

„Helio“ beginnt wie Drone, ein scheinbar kaputter Kühlschrank schleudert in die Melodie einer Spieluhr hinein, ist das Kunst oder kann das weg? Das Ganze zieht sich so erstmal in die Länge aber ist keineswegs schlecht.

Nach diesem Lückenfüller erfüllt „Beammaschine“ die hochgebildete Hörerschaft. Gitarrist und Drummer wechseln hierbei im Gesang und das ganze wird wieder ziemlich abgespaced. In diesem Lied wird etwas mehr auf Gesang und Geschrei gesetzt. Das schöne hierbei ist, dass man nicht erwarten kann, was als nächstes kommt. Rasten die beiden völlig aus, bleibt man ruhig oder zittern sich irgendwelche Fremden Stimmen mit ins Lied? Und was zum Fick macht die Gitarre da eigentlich, mal Doom, mal Sluge, dann wieder Indi und dann doch etwas Punk und generell einfach aufs Maul. ReverseD kümmert sich hierbei um keinerlei Schublade und macht sein Ding.

„Whyze“ beginnt hingegen wieder sehr melodisch, fast Kirchlich ist hier der Anfang. Das Lied baut sich aus einer Simplen Melodie heraus auf und etwas Choralem Gesang und wird dann schneller und härter. Ach verdammt Jungs wie soll ich denn die folgende Liedstruktur beschreiben? Nun ja ich würde sagen es handelt sich hier einfach um Noise so jetzt lebt mit der Erklärung.

„Telos“ ist dabei das letzte Lied und bildet einen Melodischen ausklang aus dem Werk der beiden Thüringer

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Die CD kommt in einer schönen papphülle daher, die Dennis (Drummer und Sänger der Band) und Dave (Gitarrist und Sänger) designet haben. Alles ist bunt und abstrakt gehalten und bringt mal frischen wind in die Coverdesigne Einöde die derzeit herrscht. Die EP ist auf 100stk limitiert und im Inneren der Hülle findet man Informationen zur Band und den Liedern

Fazit: Reversed haben hier ihre erste öffentliche EP auf den Markt gebracht und diese ist verdammt gut geworden. Für eine EP habe ich sowieso schon zu viel gesagt, checkt das Teil aus, knabbert ne Rehwurst, trinkt ne „Mio Mate“ und bestellt dann „Apophenia“, für ein kleines Taschengeld, welches selbst den Studentischen Geldbeutel nicht belasten dürfte. Geboten wird hier nämlich einiges!

-Swipal

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