Konzertbericht – Don Vito und Les Spritz

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Eigentlich wollte ich mich den aktuellen Europäischen Sportgeschehnissen widmen, doch dann traf ich einen Kumpel, der mir von einem Noise Konzert im örtlichen Plattenladen „Frau Korte“ erzählte. Also scheiß auf Fußball und ab zum Konzert. An diesem Sonntag sollte Les Spritz und Don Vito den Abend mit ihren feinfühligen Klängen umspinnen. Wer die Location noch nicht kennt, sollte da unbedingt mal hin, das Konzept ist relativ einzigartig, wie ich finde. Ein Plattenladen in einem alten Bahnhofsgebäude (gut ein Klassiker, wer den Suhlen Plattenladen kennt, weiß wovon ich spreche) im Oberen Geschoss, findet man dann allerlei Platten von alten Erstpressungen von Black Sabbath bis hin zu neusten Klängen und LP’s von Interpreten wie Zinnschauer. Des Weiteren findet man im Gebäude ein Kaffee und im Erdgeschoss eben das Frau Korte, ein kleiner Club der mit viel Liebe gestaltet ist.

Gut genug zum Plattenladen.
Als ich die Ausrüstung von „Les Spritz“ sah, wurde langsam klar, was hier heute los ist. Ein ziemlich zerstörtes Drum und viel zu viele Effektgeräte. Dann begann der Krach. Der Drummer Prügelte auf das Teil ein und gerade die Bassdrum wurde hier ordentlich vergewaltigt. Der….hm wie nennt man eigentlich den Typen der an den Effekten rum schraubt? Der Effekteur? Naja jedenfalls, hat dieser mit den abgefucktesten Sounds gespielt. Das Drum passte perfekt dazu und das ganze Geballer wurde von Song zu Song lauter. Gedanken hatte man an irgendeinem Punkt nicht mehr und das Hirn wurde von den Tönen langsam extrahiert. Geiler scheiß auf jeden Fall. Es war auch lustig zu sehen, wer alles nicht wusste worauf er sich einlässt, vereinzelt sah man sehr verwirrte Gesichter.

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Nachdem Les Spritz ihren Gig beendeten, bauten „Don Vito“ ihr Set auf. Dann wurde es eigentlich noch abgefuckter aber grandios. Ich wusste nicht was bei Don Vito auf mich zukommt, umso überraschter war ich nach den ersten „Akkorden“. Bass, Schlagzeug und Gitarre die aufs härteste mit Effekten verzerrt wurden schlugen auf das Trommelfell ein. Manchmal war es einfach Krach, der sich irgendwann wieder in Melodien abfing. Manchmal etwas Funky und manchmal etwas Rockig und ab und an dachte ich sogar Freejazz Elemente gehört zu haben. Man hatte das Gefühl, dass sich die Band an bestehende Genres der Musik klammern wollte und sich dann dachte „Ach scheiß auf Regeln!“ und dann hatte man wieder diesen total fiesen Noise Einschlag. Auf Gesang verzichtete man, dieser wurde jedoch ab und an durch Geräusche von den Fans ersetzt. Also so richtig kann ich immer noch nicht verstehen was mich an diesem Wirrwarr von Tönen so fasziniert hat aber ich hab definitiv Bock auf mehr!13131176_1015667521815897_6149460753761524131_o

Fazit: Das war mal wieder der Beweis, dass Konzerte von unbekannten Bands, die man spontan besucht oft mit zu den besten zählen! Mal wieder ein ordentliches Underground Konzert im Frau Korte! Checkt den Laden mal aus, gerade auch für Plattensammler ist dieser Schuppen einen Blick wert!

Les Spritz / Frau Korte / Don Vito

-Swipal

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