Don Vito – Comment Ça Va Light My Fire

a0056127555_10Eine Hupe und ein Aufschrei, leuten Don Vito’s LP ein. Einige werden die drei schon kennen, und wer nicht denen sei gesagt, dass diese Kombo „Rock“  Noise macht. Was das heisst weiß ich selber nicht so genau aber das ist ja bei Noise nicht ganz unüblich. Bis auf drei Lieder bleibt hier auch jedes Stück unter zwei Minuten, da muss ich ja eher an Grind denken, aber egal los geht’s.

12932984_10154273613348296_3278627492925182089_nHier jedes Lied einzeln zu beschreiben wäre wohl falsch, da man sie eher als Konzept sehen kann. Denoch versuche ich es mal. „Wot“ ist der Name des zweiten Songs und einerseits dreschen hier schlagartig die Instrumente aufeinander ein, dann wird es langsamer und letztendlich Filtert sich doch eine kleine Melodie durch den Trümmerhaufen an Verzerrung und Gedämmel. Gesungen wird hierbei nicht, aber das ist auch unwichtig und würde vermutlich die Musik nur unnötig überladen. Was mir hier sehr gut gefällt ist, dass man sich immer wieder auf Melodien einstimmt und das Scheinbare sinnlose Durcheinandergewamse der Seiten und Sticks, dann doch Sinn im Kopf des Hörers ergibt und man merkt wie gut die drei doch aufeinander abgestimmt sind. Gerade der Schlagzeuger muss hier den einen oder anderen Drahtseilakt vollführen. Was Hier Gitarre und was Bass ist, kann man durch die Verzerrung und die Effekte gar nicht sagen. Die Aufnahmen sind dabei trotzdem Qualitativ echt gelungen. Während ich hier schreibe sind wir schon beim Song „Nonofletcher „der mit 42 Sekunden der kürzeste des Albums ist, jedoch gefällt er mir aufgrund der Struktur bisher am Besten. Es ist wirklich ein Ohrenschmaus zu hören wie die Band scheinbar jegliches Musikgenre in ihr Schaffen eingliedert und dann trotzdem einen Fick auf jegliche Regeln und Strukturen der Musik gibt, aber genau das ist das Konzept und es geht auf. Selbst der „Nichtnoiser“ dürfte hier Anklang finden, da es zwar abgefucked ist aber doch doch nicht so sehr wie andere Interpreten des Genres. Das ein oder andere Gewimmer oder Geschrei, ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich es definieren soll, durchschlägt die Instrumente aber das ist kaum nennenswert.
0005941527_10Nun möchte ich ein paar Worte zur LP verlieren. Das Ganze Teil wurde auf ein 180g Vinyl gepresst und das Artwork ist fabelhaft. Man hat hier ein Sehr buntes Klappcover. Auf der Oberseite sieht man einen Badegast am Strand und wenn man die Verpackung nun Aufklappt kommt eine düstere Welt zum Vorschein. Alles wird hierbei sehr Comicartig gehalten, aber auch sehr erfrischend. Weiter rasen die Songs durchs Ohr und ich hab das Gefühl auch mal Surfpunk gehört zu haben, aber naja dieser wurde schnell vom Brett runter geschmissen.
Der letzte Song „Problem“ geht knapp 6 Minuten. Und baut sich immer weiter auf ohne dabei jedoch völlig aus den Fugen zu geraten. Ab Minute vier hört man dann auch mal ziemlich fieses Geschrei, welches nochmal einen kleinen Höhepunkt liefert. Ein gelungenes Finale!
1010468_10151934938398296_621974966_nFazit: Definitiv keine Musik für jeden Tag aber etwas ziemlich geiles! Ich kenne mich zwar wenig mit Noise aus und umso schwerer fiel es mir das Review hier zu schreiben aber ich sage hier ganz klar, kauft euch das Teil, wenn ihr auf abgefuckte Mukke steht und mal etwas Neues hören wollte!

– Swipal

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