TREPANERINGSRITUALEN – Veil The World

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Schon etwas länger ist die „Veil The World“ CD von TREPANERINGSRITUALEN draußen. Um genau zu sein seit zwei Jahren. Dennoch möchte ich gerne ein Review dazu schreiben, da ich den Musiker durchaus außergewöhnlich finde. Hinter diesen Black Metal / Industrial / Noise Projekt versteckt sich eine Person, mehr braucht es eigentlich auch nicht.1525450_662747870496030_5060459623475437678_n Die Musik ist schon zum großen Teil Noise, aber kein Noise, dem vor allem unangenehme Töne voraus gingen, wie man das beispielsweise von „Merzebow“ kennt.

Das erste Lied wird eher von Horror Ambient mäßigen Tönen geleitet. Nach ein paar Minuten kommt eine bedrohliche Stimme hinzu, die Säte von sich gibt.
Der zweite Song „Veil The World“ wird dann schon etwas spannender. Wer den ganz alten Industrial kennt, dem wird hier das Herz bluten. Wieder erscheint diese drückende a0657857627_10Soundkulisse aber diesmal wir diese durch ein Drum aufgelockert. Doch wieder erscheint die Stimme des Sängers die jetzt schon teilweise anfängt zu singen oder zu schreien. Das Ganze Baut sich immer weiter auf, es drückt mehr und mehr und das Drum wird immer intensiver. Bis es langsam ausklingt. Ein wirklich merklicher Höhepunkt wird hier jedoch nicht erreicht.
„Avgrunden“ besteht anfangs eher aus einer zufällig Ausgewählten Aneinanderreihung von Tönen und Soundsamples, aber es passt definitiv zum Konzept.

Ich komme jetzt erst einmal zur CD. Das Teil kommt als klappbares Digi daher und ist in Weiß gehalten. Auf dem Cover sieht man dann alte rostige Nägel, ein Titel und das Logo des Noise Projektes. Beim Aufklappen kommen dann die Liedtitel zum Vorschein und ein Bild des einzigen Mitgliedes. Alles in allem ein sehr stimmiges Artwork, welches gut auf die Musik die dann durch die Anlage strömt vorbereitet.

„Drunk With Blood“ sticht hier noch einem heraus, da man hier mal nicht die düsteren, tiefen Ambient Sounds nutzt, sondern hohe, fast schrille Klänge. Dazu das Geschrei des Sängers und es wird ganz abgefucked! Ich glaube bisher wäre das Album für absolute Noise Fanatiker zu lasch gewesen, doch ich denke jetzt kommen auch diese auf ihre Kosten.

10256548_506588556111963_7856785960237159559_n„C’est Un Reve“ ist für mich ein Höhepunkt des Albums, da so kurz vor Schluss noch einmal ein Melodieverlauf und eine Taktart durch Bass-Artige Parts abgesteckt ist. Hinzu kommt wieder dieser bedrohliche Gesang.
Das Album hat neun Lieder, die immer so zwischen zwei und sechs Minuten lang sind. Alle zu beleuchten wäre sinnlos, da man Noise in dieser Form eher schlecht beschreiben kann und man es selbst hören sollte, aber das ist ja über Bandcamp kein Problem.a2779511146_10

Fazit: TREPANERINGSRITUALEN ist auch etwas für das eher Black Metal geschulte Ohr, gerade Live gibt die Musik sehr viel her. Man muss sich schon auf sehr experimentelle Musik einstellen, doch, wenn man sich darauf einlässt, verliert man sich leicht in dieser dunkeln Atmosphäre die der Musiker erzeugt. Ich kann nicht einschätzen wie alt eingesessene Noise Fans dazu stehen, aber wer davon noch nie etwas gehört hat sollte diesem Projekt mal 10-15 Minuten seiner Zeit schenken.

Facebook / Bandcamp / Album

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