Yonder – Demo MMXVI

a2429679773_10YONDER aus Stuttgart, haben ihr Demo veröffentlicht und warten mit 4 melancholisch, verzweifelten Blackened Neocrust Songs auf. Ob das Quartett in Sachen Musik und Atmosphäre an große Namen wie FALL OF EFRAFA oder DAWN RAY´D heranreicht?…

SUN OF A GUN, so der klangvolle Name des Openers, haut direkt aus den Socken, denn die keifenden, verzweifelnden Vocals und die düsteren Instrumente ziehen von Beginn in einen wahrlich dunklen Mahlstrom. Der Bass zaubert hier, an manch Stelle sogar Solo, eine finstere Line nach der anderen hin und bleibt bis zum Schluss abwechslungsreich, so wie auf konstant hohem Niveau. Schlagzeug ballert mal mit Blastbeats umher, zum anderen kann aber auch mit rotzigen Punkklängen überzeugt werden. Die schon erwähnte Stimme bleibt den kompletten Song frustriert und pissig, was der ohnehin schon rohen und überaus kalten Atmosphäre noch den finalen Schliff geben kann. Ein weiteres Highlight, welches hier nicht auf keinen Fall hinten abfallen sollte sind die Gitarrenriffs, denn diese fiese Kälte wird hauptsächlich über das Riffing ausgestrahlt und erzeugt, hier wird vom old schooligen, skandinavischen Black Metal Riff bis hin zu hypnotischen Melodien in ruhigeren Doompassagen, abgegriffen. Somit ist alles vertreten, was ein gutes Demo benötigt und Bock auf eine EP oder LP macht.
Zu den anderen Tracks will ich auch gar nicht mehr so viel sagen außer vielleicht, dass die letzten 3 Songs ebenfalls komplett lohnen und in Sachen Atmosphäre keinen Verlust erleiden, auch wenn musikalisch noch der ein oder andere interessante Einfluss mit eingebracht wird, bleibt dieses Debut von vorn bis hinten überzeugend.

Die erzeugte Stimmung knüpft auf jeden Fall an Bands wie DAWN RAY’D an, aber die ganz überzeugende Tiefe der Briten, kann noch nicht erreicht werden, was aber auch wirklich niemand von einem Demo erwarten sollte. Gespannt bin ich jedoch schon auf Liveauftritte des Quartetts, da durch eine gute Bühnenshow sicherlich Live auch alles noch dichter und authentischer erscheinen dürfte. Musikalisch kann man YONDER definitiv in eine düstere und intensiv von Black Metal beeinflusste Neocrust Sparte einordnen. Dort brauchen sich die Mannen aber nicht weit hinter Szenegrößen wie schon erwähnten FALL OF EFRAFA, MORROW, ARCHIVIST oder eben DAWN RAY´D verstecken. Wenn sich die Stuttgarter, bis zum nächsten Tonträger noch weiterentwickeln können, kann auch eine Debut Full Length über ALERTA ANTIFASCISTA RECORDS oder derlei, für Neocrust bekannte und angesehene Labels, drin sein!

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