Keep Them Shut – Stray Rats (EP)

kts

Und da waren sie auf einmal. Keep Them Shut, eine ziemlich junge Band aus Dinslaken, die nun ihre erste EP „Stray Rats“ via Backbite Records veröffentlichen konnte. Auf ihrer Facebookseite kann man nachlesen, dass die Band bereits seit 2012 besteht, jedoch muss ich offen zugeben, dass ich sie bis zum Augenblick der Veröffentlichung ihres ersten Songs nicht auf dem Schirm hatte.

Doch dann ging alles ziemlich schnell. Schnell hörte man von zahlreichen Shows, unter anderem mit Namen wie Turnstile, Swamps oder Hawser. Ich selbst durfte die Jungs auf der Tour Letzterer mit Tides Denied kennen lernen und stellte fest, dass sie nicht nur live, sondern auch bei der Afterparty vollkommen überzeugen. Doch es ist schon eher selten, dass die erste Veröffentlichung einer Band überhaupt direkt physisch über ein Label erscheint und in diesem Falle auch noch als 12″. Schauen wir uns also einmal „Stray Rats“ genauer an, um zu sehen, ob die Jungs dem ganzen Wind gerecht werden, den sie zur Zeit so aufwirbeln.

Die EP besteht aus den drei Songs Melted, Mindgrinder, dem vorher veröffentlichten Helter Skelter und den zwei halbminütigen Einwürfen 039 und Stray Rats. Melted läutet die EP instrumental ein, jedoch ohne den ausbleibenden Gesang langweilig zu werden. Hier zeigen sowohl Gitarren, Bass und Schlagzeug, sei es durch kurze Soli oder Fill Ins, dass hier jeder sein Instrument beherrscht und die groovige Richtung für die EP wird vorgegeben. Helter Skelter geht genau so weiter. Besonders gut gefällt mir hier, dass man hier gleichermaßen härtere „Moshparts“, aber auch rockige, groovige Parts wie den Schluss findet, wodurch das ganze nie langweilig oder stumpf wirkt. Der letzte und gleichzeitig längste Song Mindgrinder vereint noch einmal alles, was die EP ausmacht und setzt mit den Rap- und Slap-Parts noch einmal einen drauf. Besonders cool finde ich den Singalong gegen Ende des Songs. Die beiden kurzen Songs 039 und Stray Rats beginnen beide erst schnell, bevor sie nach einem Break in härtere Parts übergehen. Gute Idee, die die EP meiner Meinung nach noch einmal auffrischt.

Der einzige Kritikpunkt, den man Keep Them Shut für ihre EP „Stray Rats“ geben kann ist, dass sie beim Songwriting das ein oder andere Mal etwas über das Ziel hinaus schießen. Die Songs wirken bei den ersten paar Malen anhören durch die vielen Wechsel beim Tempo oder der Parts selbst schon etwas vertrackt und das Songwriting erschließt sich einem nicht sofort. Vielleicht trifft hier der Spruch zu „Manchmal ist weniger einfach mehr“.

Aber nichts desto trotz bin ich der Meinung, dass Keep Them Shut mit ihrer ersten Veröffentlichung eine runde EP geschaffen haben, die durch spielerisch und songwriterisch hohes Niveau und seine ausgefallene musikalische Ausrichtung besticht und ein durchdachtes Konzept hat, was auch noch einmal durch das Artwork unterstrichen wird (übrigens Jungs, das zeigt endgültig, dass ihr nicht ganz dicht seid :D) Keep Them Shut sind eine sympathische junge Band, die ein riesiges Potential aufweist, eine neue große Nummer in der Hardcoreszene zu werden, wobei ich ihnen hiermit viel Glück wünsche.

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