TRVEFRYKT ZINE

Primitive Life – Running Wild

a0147559858_10Das Berliner Straight Edge Quartett PRIMITIVE LIFE, hat nach Demo und einem Promo Tape mit RUNNING WILD die erste EP veröffentlicht. Nachdem ich das Debutrecord schon äußerst interessant gefunden habe, habe ich mich schon recht vorfreudig an das aktuelle Release herangewagt.

Mit ihrem ersten Tonträger haben die Berliner letzten Sommer ja schon bewiesen, das sie gekonnt rohen Old school Hardcore mit Youth Crew Elementen und einem gewissen Groove spielen können, auch das Promo Tape hat gehalten was es sollte und mit 3 klasse Tracks gezeigt, das PRIMITIVE LIFE auch mit besseren Aufnahmen primitiv und gewollt stumpf klingen können ohne den gewollten Eindruck zu verlieren. Jedoch ist die RUNNING WILD EP allein von der Qualität schon ein neues Level. Das Ding ist 1A abgemischt und lässt sich wunderbar in einem Ruck durchhören. Was sofort auffällt, sind die knackigeren Riffs, die sich deutlich hörbar nach vorne entwickelt haben und um einiges sägender tönen. Auch die Vocals sind jetzt nicht mehr ganz so roh und schroff, was dazu führt, dass sie mir persönlich noch besser ins Ohr geht, als auf den Vorgängern. Am Schlagzeuger oder Bassisten gibts ebenfalls nicht viel zu meckern, tolle Basslines am 4-Saiter und wunderbares Gewirbel an den Drums. Zwei kleine Kritikpunkte muss ich dennoch anbringen, denn zum Einen fehlt mir hier noch etwas Wumms. Bei einer, hoffentlich schon geplanten, Full Length muss unbedingt noch mehr Biss rein um vollends überzeugen zu können, aber da mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Was mir ebenso fehlt ist ein klarer Hit. Die Songs weisen zwar allesamt ein hohes Niveau auf, aber eine Hymne oder einen richtigen Ohrwurm findet man nach mehrmaligen Hören leider immer noch nicht. Dennoch macht die EP schon allerhand Bock auf kommende Releases der Band. Musikalisch haben sich die Berliner deutlich weiterentwickelt und das nicht erst jetzt, sondern von Record zu Record. Ich habe mir ebenfalls noch sagen lassen, dass die Hauptstädter wohl live ziemlich überzeugen können. Leider kam ich persönlich bisher noch nicht in den Genuss eines ihrer Konzerte zu besuchen, ich werde das allerdings schleunigst nachholen.

Wenn ihr euch schon als Fans von PRIMITIVE LIFE bezeichnen solltet, werdet ihr die RUNNING WILD EP auf jeden Fall hart abfeiern, auch wenn sie vielleicht etwas schnelllebig sein könnte. Ich kann diese Scheibe aber auch jedem Sympathisanten von Old school Hardcore und/oder Youth Crew ans Herz legen. Supportet PRIMITIVE LIVE!

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