Turn The Screw – Another Way

a1158235416_10Wow, was ist das denn bitte für ein dickes Debut?! TURN THE SCREW aus Minnesota, haben mit ANOTHER WAY ihren ersten richtigen Tonträger veröffentlicht. Wenn ihr auf Hardcore Punk irgendwo zwischen HAVE HEART oder BANE bis hin zu COMEBACK KID und SICK OF IT ALL steht, solltet ihr euch dieses Release auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.

Das Debut der US-Amerikaner TURN THE SCREW beinhaltet 7 furiose Tracks, welche vor allem durch die Vocals eine große Qualität beherbergen. Aber auch die Instrumente, in dem Fall Schlagzeug, Gitarre und Bass, will ich auf keinen Fall vernachlässigen. Opener ASSUMPTIONS fängt mit metallischem Riff an, wirbelt dann jedoch direkt los. Man fühlt sich sofort in alte East Coast HC-Stimmung versetzt. Die Vocalss keifen und beißen, hier im ersten Titel, in das Mikro, als gäbe es keinen Morgen mehr. Doch auch das Gitarrenspiel möchte ich kurz hervorheben. Diese groovigen und dennoch straight nach vorne drückenden Riffs, kennt man vor allem von SOIA oder vielleicht auch BANE. Obwohl die Soundwand und auch die Atmosphäre einen rohen und frustrierten Touch haben, wird dann im 2. Song RED FACED etwas mehr Melodie in die Songstruktur gebracht, was mich sofort an HAVE HEART erinnert hat. Die Stimme hat sich ebenso verändert und ist jetzt emotionaler und an mancher Stelle auch cleaner, ungefähr so wie bei IGNITE auf der CALL ON MY BROTHERS Scheibe. Durch das umherballernde Drumming geht trotz Melancholie kein Funken an Aggression verloren. STATE OF DIRECTION folgt und ufert dann nochmal ein Stück weiter in die melodische Schiene und präsentiert vermehrt cleane Parts, die es für meinen Geschmack nicht unbedingt gebraucht hätte, welche aber die Scheibe an sich noch interessanter gestalten. BREAKOUT hingegen zündet dann ein absolutes Feuerwerk ab, wenig Lyrics, dafür verdammt viel Groove. Der Bass schrammelt in diesem Track wunderbar und kann dem Titel nicht nur Tanzgarantie, sondern auch einen gewissen, dreckigen Großstadttouch verleihen. tts2Mit STRONG MIND werden TURN THE SCREW live sicherlich ebenfalls überzeugen können. Kleiner Singalong am Anfang, bestehend aus „STRONG MIND“, kurz darauf dann Geschredder und Geschreie was das Zeug hält. Dieses Lied hat die ANOTHER WAY EP für mich persönlich zum Dauerrotationskanditaten gemacht. Ganz klar der stärkste Track der Scheibe, weil das sägende Gitarrenspiel, so wie die wieder bissigen Vocals, auf ganzer Linie überzeugen können. Durch eine ausgeklügelte Songstruktur, bestehend aus verschiedenen Tempowechseln und tollem Refrain, werden sich zukünftige Releases mit der Qualität dieses Songs messen lassen müssen. Der Vorletzte Titel PISSING MATCH fängt da an, wo STRONG MIND aufgehört hat, nämlich bei furiosem, schnellen und vor allem eingängigen Riffing und einem erneut treibenden Schlagzeug. Stimmlich wird hier zwischen keifen, leicht clean und auf alle Fälle wütend gewechselt. Beendet wird dieses bis dato äußerst starke Debut mit dem Titel ACTION, welcher auch gleich mit dreckig gespielter Melodie anfängt und nach kurzer Zeit in Klänge übergeht, die mich durchaus an BANE erinnern wollen. Euphorische Atmosphäre und dennoch aggressiver, drückender Hardcore, mit ich kann es nicht oft genug sagen, geilen Vocals. Jedenfalls ein würdiger Abschluss eines tollen TonträgersIhr steht auf oben genannte Bands und sucht gerade eh nach neuen Pendants zu deren Klassikern? Checkt TURN THE SCREW auf jeden Fall aus. Ein wahrlich gelungener Mix aus unterschiedlichsten Hardcore Punk Stilen, was unweigerlich dazu führt, dass auch für jeden was dabei ist. Das rohe, rotzige und irgendwie auch total motivierende Soundgewitter kann sich hören lassen und hat es eigentlich recht leicht geschafft, meine Lust auf eine LP, vollends zu entfachen.

Bandcamp

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