Morbitory – Into the Morbitory

coverOh liebe Death Metal Freunde, der geliebte Schwedentod ist zurück in Deutschland und wird dank der Hamburger von MORBITORY wieder aufgelebt. Groovige, morbide Klänge die jedem Old School Fan von AUTOPSY, GRAVE oder DEATH gefallen sollten. Am sympathischsten ist mir allerdings die Tatsache, dass diese Band eine unstillbare Gier nach Shows zu haben scheint. Haben wir hier vielleicht eine neue Truppe á la DEATHRITE? Auf diesem Record, stimmt jedenfalls alles, Attitüde so wie Musik!

INTO THE MORBITORY ist der Name des Debuttonträgers vom norddeutschen Quartett MORBITORY. Ich habe mich unheimlich darüber gefreut, als letzten Freitag die CD bei mir hereingeschneit kam, denn die beiden bis dato hörbaren Tracks der Jungs, hatten mich hellauf begeistert. Besonders interessiert hat mich die Antwort, nach der Frage, ob der prägnante Bass in den kompletten Record so gut eingebaut wurde. Der Album betitelnde Opener INTO THE MORBITORY fängt doomig, schleppend und richtig schön finster an, was sich, einem Intro ähnelnd, auch bis zum Ende des Songs durchzieht. Schon die Aufnahmequalität beeindruckt, denn alle 3 Instrumente sind hervorragend rauszuhören. Der nun folgende Titel TALES OF THE DEAD ist mir schon bekannt und lief schon mehrmals lauthals schreiend durch meine Boxen. Jetzt bekommt man auch einen Eindruck von den Vocals, die fies röhren und alles in Schutt und Asche legen. Volle Punktzahl quasi. Mit Midtempo und beinahe keinen Blastbeats, sondern eher treibendem, drückendem Schlagzeug, haben mich die Hamburger schon als Fan gewonnen, denn genau so mag ich meinen Death Metal. morbTALES OF THE UNDEAD walzt und grooved an jeder Ecke. Auch die düstere, morbide Atmosphäre kann gut auf den Hörer übertragen werden, was ein deutlicher Pluspunkt gegenüber vielen anderen derzeit aktiven Bands dieses Genres ist. Der dritte Song HOUSE OF MONSTROSITY ist dann auch für mich Neuland. Trotz der dicken Aufnahme, kommt der Sound bewusst, angenehm roh aus den Boxen. Das Tempo wurde großteils zurückgeschraubt und zieht sich schwer und fies voran. Geschwindigkeit und Wut gibt es nur in gut dosierten, mit Killer-Riff unterlegten, Ausbrüchen. Besonders die 6-Saiter Melodie gegen Ende ist großes Kino und definitiv einer der vielen, bleibender Eindrücke, die man beim ersten Durchlauf bekommt. Weiter geht es, WHITE MASK steht auf dem Programm und ballert auch instant los. Dieser Track erinnert mich gnadenlos an AUTOPSY und ist bisher mein Favorit der Scheibe. Gewaltiges Brett, dass in doch recht langen 4,15 Minuten, bis zum Schluss in die Schnauze haut. Bisherige Feststellung ist, dass der Bass ordentlich mit eingearbeitet ist und in jedem Song eine prägnante Rolle gespielt hat. Er schrammelt wo er nur kann und kann dem Sound eine noch dunklere Note verleihen.Wir nähern uns dem Ende und mit SCREAMS OF HORROR ist der 2. mir bereits bekannte Song an der Reihe. Kompletter Abriss, der Drummer scheint mit Tollwut infiziert worden zu sein, was, nach der keifenden Stimme zu urteilen, auch auf den Sänger übergegangen ist. Schnelle Riffs und der schon erwähnte Bass tun ihr übriges, um euch diese Band schmackhaft zu machen. Wirklich beeindruckend, was MORBITORY auf ihrem Debut vom Stapel lassen.  Der letzte Track heißt ANGELGRINDER und auch hier wird gleich zu Beginn geballert, als gäbe es keinen Morgen mehr. Im Mittelteil gibt es dann eine dermaßen heftige, Bass untermalte Break, die ich so nicht erwartet hätte, welche dem Tonträger aber das Sahnehäubchen aufsetzen kann, da sie mich aus allen Wolken gerissen hat. Wird man hier vielleicht sogar fetten Mosh auf einer Show erleben dürfen? Wie gesagt, die Jungs betiteln sich selbst als Liveband, also supportet die Hamburger und holt sie in euren lokalen Schuppen. morb2Physisch könnt ihr euch den Tonträger als wunderschönes Digipak bei BRET HARD RECORDS oder der Band direkt bestellen. Aber macht schnell, bevor die CDs vergriffen sind, sollte bei diesem starken Auftritt nicht allzu lange dauern.

MORBITORY geben mit INTO THE MORBITORY ein erstes Lebenszeichen im verrottenden Death Metal Untergrund von sich, das schon jetzt Angst und Schrecken verbreitet. Finster, unfassbar groovig und kalt, wie ein angenehm trinkbares Bier. Rein mit der Scheibe und her mit den Nackenschmerzen!

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