Cyclamen – La Conformité

a1469608759_16Es geht hier nicht um das zarte Alpenveilchen sondern eine Band, die aus den Tiefen des Französischen Untergrundes kommt, um euch die Verderbnis zu bringen. Im AJZ Erfurt durfte ich nun vergangene Woche diese grandiose Liveband erleben, die mich oft an Defeater erinnert haben, dann aber doch diesen typischen Crustigen / Post Rockigen leicht Black Metal’igen Sound der so klassisch für Frankreich ist raushauen. Nun möchte ich ein paar Worte zum neusten Werk der Franzosen verlieren. Wie auch schon die letzten zwei Werke ist die CD komplett DIY und man durfte für das Teil selbst bestimmen wie viel man vor Ort zu Zahlen bereit ist.

Das Album beginnt mit einem langsamen Gitarrensolo und im Hintergrund gurgelt sich eine zweite Gitarre nach alter Post Rock Manier durch das Gezupfte der ersten. a1528970830_10Der Sänger spricht und es wird eine sehr deprimierende / hasserfüllte Stimmung erzeugt. Im zweiten Drittel des Songs stimmen Bass und Schlagzeug mit ein und Bauen das Intro auf, welches gleich in den zweiten Song mündet. Die ersten Akkorde gehen los und ich muss die Ganze Zeit an Defeater’s Abadoned Album denken. Der Sänger schreit im leichten Spoken Words stile und die Instrumente spielen irgendwas zwischen Melodic Hardcore und Punk bzw. Post Hardcore. Dabei gefällt mir der Sound außerordentlich gut, etwas roh aber dennoch kraftvoll. Der Sänger gibt dabei alles und eine wirklich verzweifelnde Stimmung wird an dieser Stelle erzeugt. Der Drummer eskaliert immer mal wieder an seinem Instrument und das Konzept steht. Leider sind die Texte ausschließlich auf Französisch, welches ich leider gar nicht verstehe. Positiv fällt an dieser stelle noch die oft wechselnde Songstruktur auf.

„Nos Démons“ ist der dritte Song des Albums und geht hier noch eine Spur härter zur Sache. Die Gitarren bewegen sich wieder stark im Melodic Hardcore weisen aber wie schon in den ersten Songs immer wieder Charakteristika anderer Genres auf, was die Musik unheimlich gut auflockert.0007843886_21 Der Schlagzeuger versteht sein Handwerk und kann von gezieltem Geballer bis hin zum groovigen Rock nahezu alles spielen und nutzt dies auch. Der Bass hämmert sich seinen weg durch die Lieder und Rundet das Ganze definitiv ab. Der Sänger versucht viel Stimmfarbe in seine Schreie einfließen zu lassen, was die stimme trotz der Screams sehr emotional erscheinen lässt.
Der vierte Song erinnert irgendwie etwas an La Dispute, der der Vocalist hier auch mit Spoken Words arbeitet, sehr besonders erscheint hier eine Gitarre die wie ein Banjo klingt und sich mit durch den Song schleicht. Ob es sich nun wirklich um ein Banjo oder eine verzerrte Gitarre handelt kann ich an dieser stelle nicht Sagen aber es klingt absolut großartig.
Der letzte Song vereint noch einmal alles, Geschwindigkeit, Melodie, langsame Parts, Ruhige Passagen, Emotionen, den „Banjosound“. Alles in allem ist diese Band wieder eine weitere großartige aus dem Französischen Raum!

Bandcamp

-SWIPAL

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