Ritual Blade – s/t

a2555458670_10Mal ernsthaft, wann habt ihr in letzter Zeit ein beeindruckenderes Coverartwok gesehen, als das des S/T Debutreleases der Metallic Hardocre Band RITUAL BLADE aus Massachusetts. Ehrlich gesagt hatte ich bei klicken auf dieses meisterliche Bild, eher an Doom- oder Death Metal Walzen gedacht, als vielleicht an heftige, rifflastige Hardcore-Tracks. Geliefert bekommt der Hörer jedoch einen düsteren, frustrierten und vor allem abwechslungsreichen Tonträger, mit Klängen über INTEGRITY, bis zu UNBROKEN oder ALL OUT WAR plus kleinen D-Beat Spritzer. Kurz um, der musikalische Inhalt steht der wunderschönen Verpackung in nichts nach.

Der mit 9 Titeln bestückte und bisher nur digital erschienene Debuttonträger von RITUAL BLADE ist genau das richtige, wenn euch der Kopf mal wieder zu voll wird und ihr einfach durchlüften wollt. Von Anfang bis Ende werden auf diesem Record wütende Riffs und bittersüße Melodien gespielt, die mit unglaublich gutem Schlagzeug und richtig starken Vocals ähnlich der bekannten Massachussetts Hardcore Bands DEATH BEFORE DISHONOR. Für ein erstes Release ist aber nicht nur die dargebotene Musik, sondern auch die Aufnahmequalität und Produktion beeindruckend. Rein vom Sound könnte man meinen mit der S/T käme das 3. Album einer bereits etablierten Band dieses Genres. Gut möglich, dass es sich bei RITUAL BLADE um eine Band handelt, die aus erfahrenen Mitgliedern der Massachussetts Hardcore Szene besteht. Bisher ist darüber jedoch nichts weiteres bekannt.
Die Verbindung von metallischem Hardcore und klassischen Death Metal oder D-Beat Einflüssen, hauptsächlich an den Drums oder den Gitarren, harmoniert hervorragend und schafft es den Hörer schnell in ein dunkles Loch voller finsterer, metallischer Riffs, wunderschönen Basssoli und genialen Songstrukturen, zu ziehen. Das erste Drittel des Albums wirkt wie eine Mixtur aus Integrity und alten, skandinavischen D-Beat Bands. In den 3 Songs geht es vor allem darum eine wütende, fiese und düstere Atmosphäre zu erzeugen, ohne jedoch Groove oder Frustration zu vernachlässigen. Der Mittelteil bietet dann puren Metallic Hardcore wie man ihn liebt. Vollgepackt mit bitteren Breaks und drückendem Riffing. Gegen Ende des Tonträgers schlagen die Tracks dann weiter in Death Metal und teils sogar Doomige Klänge um. In Sachen Wut und Frust stehen die Texte ihrem musikalischem Pendant in nichts nach. Für mich herausstechentste Line ist „No one cares about you? No no one cares at all“, die mir im ersten Durchgang schon im Kopf geblieben ist. Die Zeile stammt übrigens aus dem Track HIVE MIND, welcher für mich gleichauf der stärkste Titel dieses Debutreleases ist. Eine Hymne, um sich mal wieder komplett auszulassen. Außerdem können RITUAL BLADE den Hörer mit spielerischer Leichtigkeit in die verstaubten Hinterhöfe Bostons ziehen. 90er Feeling at its best. Ein absolut gelungenes und durchweg abgerundetes Release.

Richtig gutes Debut, einer bisher völlig unbekannten Band. RITUAL BLADE vermischen nahezu perfekt Metallic Hardcore mit D-Beat Einflüssen. Die Songs wackeln an keiner Stelle und sind durch und durch wütend, so wie qualitativ hochwertig produziert. Bei dieser Combo, bin ich wirklich mal gespannt über welches Label der Record veröffentlicht wird. RITUAL BLADE sollte man als Hardcore Fan, im kommenden Jahr, ganz weit oben auf der Liste haben!

RITUAL BLADE Facebook
RITUAL BLADE Bandcamp

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s