A chat with the newly discovered Instrumental Doom species of MAENTIS

maentisliveMit ihrem Debutalbum I HAVE TASTED DEVIL´S BLOOD haben die Hildesheimer Instrumental Doomer MÆNTIS direkt für ordentlich Aufsehen im deutschen Doom Metal Untergrund sorgen können. Grund genug mal nachzufragen, was sich hinter diesem spannenden Projekt alles verbirgt und was man in absehbarer Zeit von den Jungs erwarten kann.

Hallo und vielen Dank erstmal, dass ihr euch die Zeit nehmt uns ein paar Fragen zu beantworten. Ihr seid noch Recht neu, was bedeutet, dass ihr an der obligatorischen Vorstellungsrunde nicht vorbeikommen werdet. Erzählt doch mal, wer und vor allem was hinter MAENTIS steckt?
Hallo und vielen Dank,dass wir die Gelegenheit haben mit dir dieses Interview führen zu können. MÆNTIS wurde 2015 gegründet und besteht aus zwei Gitarren (Alex und Jan), Bass (Björn) und Schlagzeug + Vocals (Andy). Wir haben als Band kein tieferes philosophisches Konzept. In erster Linie stand das Experiment mit repetitiven Strukturen. Wir wollten für dieses Album alles so einfach wie möglich halten, was wirklich schwieriger ist als es erstmal klingt. Tiefergreifende Interpretation sehen wir natürlich immer gerne.

Vor einer knappen Woche, genauer gesagt am 09.12., habt ihr mit I HAVE TASTED DEVILS BLOOD euren ersten Tonträger veröffentlicht. Meine persönliche Meinung zum Record habe ich ja schon abgegeben, wie kam denn die Scheibe sonst an? Habt ihr schon viele Rückmeldungen erhalten?
Wir sind wirklich überwältigt! Es ist zu einem Selbstläufer geworden, der uns immer wieder überrascht. Wir verkaufen mitlerweile Cds in die ganze Welt und die klicks im Web steigen und steigen. Für uns ist das immernoch alles ziemlich irreal.

Eure dargebotene Musik klingt, nicht nur für ein Debut, ziemlich professionell. Seid oder wart ihr in anderen Projekten aktiv?
Björn war ein Freund der Band und durch den akkuten Bassisten-Mangel wurde er überredet bei MÆNTIS einzusteigen. Er hat dann erst angefangen überhaupt Bass zu spielen. Alex, Andy und Jan waren vorher schon in anderen Projekten aktiv, MÆNTIS ist aber momentan von allen die einzige Band.
maentisMan bekommt, beim Hören eures Albums, schnell das Gefühl vermittelt, einer instrumentellen Geschichte zu folgen. Welches Konzept verbirgt sich hinter eurem ersten musikalischen Meilenstein?
Ein Konzept gab es so nicht. Wir wollten I HAVE TASTED DEVIL’S BLOOD so gut es geht instrumental halten. Den einzigen Gesangspart gibt es im fünften Track BLOOD. Die Interpretation der Geschichtenerzählung gefällt uns. Wir freuen uns,dass das Album so viel Interpretationsfreiheit liefert.

Ist es beabsichtigt, dass die Songs zusammen gezählt den Albumtitel ergeben, oder war das Zufall?
Das ist beabsichtigt. Wir haben uns bewusst für dieses Konzept entschieden.

War für euch von Anfang an klar, auf jeglichen Gesang zu verzichten, oder erwartet uns vielleicht auf eventuellen, kommenden Tonträgern der Ein- oder andere Gesangspart?
Wir hatten die Grundidee MÆNTIS instrumental zu halten. I HAVE TASTED DEVIL’S BLOOD ist das Ergebnis. Aber ein festes instrumentales Prinzip gibt es nicht. Seitdem das Album aufgenommen ist denken wir intensiver über die Möglichkeiten der Stimme als Instrument nach.

Das Artwork von I HAVE TASTED DEVILS BLOOD war quasi der Eyecatcher, welcher mich dazu bewegt hat in die Scheibe reinzuhören. Ist dieses großartige Cover aus eigener Hand entworfen, oder habt ihr das bei irgendwem in Auftrag gegeben?
Das Artwork stammt von Alex. Er arbeitet unter dem Synonym MELTING MOONS auch für andere Bands.
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Ihr begeistert in euren Tracks mit einer dichten Soundwand, die mit feinen, gut durchdachten Elementen durchsetzt ist. Für die Techniknerds unter unseren Lesern. Welches Equipment habt ihr denn verwendet, um so ein fettes Klanggerüst zu erzeugen?
Wir benutzen Orange Amps und Orange Boxen, Laney Amps und Laney Boxen und eine kleine Anzahl an Effektpedalen. Big Muff, Hail Satan und Behringer Super Fuzz gepaart mit Delay und Reverb. Die Becken sollten so groß wie möglich sein. Unser Tuning ist B Standard.

Habt ihr denn schon Liveauftritte gegeben? Wie wollt ihr es schaffen, den Hörer mit eurer Musik auch live in Beschlag zu nehmen? Irgendwelche obskuren Rituale, Bemalungen oder Verkleidungen geplant?
Wir spielen Live,ja. Die Musik steht dabei an erster Stelle. Für die richtige Atmosphäre ist so wenig Licht wie möglich immer gut. Ansonsten haben wir keine extraordinäre Bühnenshow. Wir möchten eher, dass so wenig wie möglich von der Musik ablenkt.

Was habt ihr für 2017 in Aussicht? Arbeitet ihr schon fleißig an neuem Material, oder wollt ihr erstmal ausgiebig das Album betouren?
Erstmal möchten wir natürlich I HAVE TASTES DEVIL’S BLOOD unter die Leute bringen. Über neues Material denken wir momentan nur nach. Wir sammeln Inspirationen und drehen noch etwas an unserem Sound. Etwas Handfestes gibt es allerdings noch nicht. Dafür ist unser Debut noch zu frisch.
maentisbandBisher ist I HAVE TASTED DEVILS BLOOD als CD und digital erschienen. Habt ihr weitere Formate geplant und vielleicht sogar schon ein Plattenlabel von euch überzeugen können?
In Zusammenarbeit mit Abusive Noise Tapes aus Spanien wird es I HAVE TASTED DEVIL’S BLOOD bald auf Tape geben. Wir haben einige Anfragen von Labels bekommen und selber einige Anfragen an Labels rausgeschickt. Wir sind zuversichtlich, dass sich in naher Zukunft die eine oder andere Sache ergeben wird.

Gibt es bereits Merchandise von euch zu erwerben?
Es wird bald die ersten Shirts und Poster geben. Wir stehen mit MÆNTIS noch am Anfang und haben wirklich nicht damit gerechnet, dass das Debutalbum so gut angenommen wird. Auf facebook (facebook.com/maentisband) halten wir euch auf dem Laufenden was Produktion und Verkauf von Merchandise und Album-Varianten angeht.

Vielen Dank für die Antworten und viel Erfolg im Jahr des Mantis.

MAENTIS Bandcamp
MAENTIS Facebook
MÆNTIS – I Have Tasted Devil’s Blood Review

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