Hexer – A Talk about the Cosmic Doom Ritual

16144396_952879154856746_1007794779_nEiner DER, von mir sicherlich, am meisten erwarteten Tonträger 2017 ist das über VENDETTA RECORDS erscheinende Debütalbum der Doom-Combo HEXER aus Dortmund. Nachdem ich das Album jetzt 2x live erleben konnte, wurde das Feuer bei mir erst so richtig entfacht. Es ist also durchaus an der Zeit, den Typen mal ein paar Informationen zum kommenden Album zu entlocken. Wer sich fragt worauf er sich 2017 musikalisch so freuen kann, bekommt hier womöglich detaillierte Antworten zu Einem davon.

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, euer Debutalbum steht in den Startlöchern und wird zeitnah über VENDETTA RECORDS, als CD und Vinyl, veröffentlicht werden. Wie weit seid ihr mit der Scheibe, alles soweit im Kasten?
Musikalisch ist alles im Kasten und das Mastering ist auch gerade fertig gestellt worden. Aktuell warten wir noch auf Artworks zu jedem der Titel, die ein guter Freund für uns macht. Die sind auch schon fast fertig, aber dann kommt noch Layout, Feinschliff und letzten Endes natürlich noch die Produktion der Tonträger.

Könnt ihr vielleicht schon ein paar allgemeine Informationen zum Album spoilern-? Wie wird die Scheibe denn heißen und wie viele Tracks erwarten uns?
Die Scheibe wird “Cosmic Doom Ritual” heißen. Diesen Begriff haben wir bisher schon verwendet, um unseren Stil zu beschreiben, aber gerade weil er unser Album von der Stimmung, dem Klang und auch dem Inhalt her so auf den Kopf trifft, haben wir uns für diese Dopplung entschieden.
Euch erwarten drei Tracks: Merkaba, Pearl Snake und Black Lava Flow, die in alter Hexer-Manier alle deutlich über 10 Minuten laufen.

Was unterscheidet den neuen Tonträger musikalisch von der HOLODECK SESSION EP, in welchen Bereichen seht ihr selbst, euren größten Fortschritt?
Die Holodeck EP war eher ein erster musikalischer Versuch den eigenen Sound zu entwickeln, indem wir Stile vereint haben. Wir sind noch zufrieden mit der EP, die wir damals in kurzer Zeit geschrieben haben, allerdings haben wir uns beim kommenden Album deutlich mehr von anderen Einflüssen frei gemacht, viel experimentiert und auch verworfen, Songstrukturen ausprobiert, die zum Verlauf unserer Geschichte passen und durch den Synthesizer ein Element hinzugefügt, was uns noch kreativer schreiben ließ.
Der größte Fortschritt liegt vielleicht darin, wie sicher wir mittlerweile in dem sind, was wir gemeinsam machen.
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Aus Erfahrung weiß ich, dass ihr als HEXER gerne Konzeptmusik kreiert. Erzählt uns doch mal, auf welche Reise der HEXER dieses mal geschickt wird.
Zuviel wollen wir noch nicht vorweg nehmen, da sicherlich für jeden durch Lyrics und Artwork ein gewisser Interpretationsspielraum besteht. Zusammengefasst geht es um eine rituelle Opferung, eine astrale Reise, ein Ungeheuer und eine unwirkliche Zuflucht. Gleichzeitig ist es aber auch ein sehr nerdiges Weltraumabenteuer. Es kommt auf den Blickwinkel an.

Der Ansatz, eure Alben mit einem Konzept zu versehen, steht in Umsetzung und Aufmachung ziemlich deutlich da, doch wie seht ihr den Rahmen dieses Konzepts eure Musik beeinflussen?
Größtenteils steht die Geschichte schon, bevor die Lieder eine konkrete Form angenommen haben. Das Konzept hat einen sehr großen Einfluss aufï Songstrukturen, Phrasierung. Befindet man sich in einem schwarzen Loch, wie könnte es musikalisch erzählt und untermalt werden? Gleichzeitig limitiert man sich durch eine festgelegte Story insofern, dass man weiß, jetzt muss es atmosphärisch werden, Geballer geben, fahrt aufnehmen… Teilweise gehts aber auch andersrum. Wir klimpern rum, probieren ein Riff aus und schaffen so eine Stimmung oder Atmosphäre in die wir dann die Geschichte einweben wollen.

Wie kommt der rituell, kosmische Ton eurer Songs bisher an?
Bisher konnten wir die Lieder vom Album ja nur live auf die Leute loslassen, allerdings gab es eine sehr positive Resonanz, die wir so nicht erwartet hätten. Die neuen Titel sind so abwechslungsreich, dass wir inzwischen den Spagat zwischen Doom- und Black Metal-Konzerten hinbekommen. Mit dem Material der EP hatten wir es da in der Anfangsphase noch schwer. Interessant ist für uns, wie unterschiedlich unser Material auf die Leute wirkt. Während manche Menschen von den Sub-Bässen eingelullt werden, nehmen andere an der Stelle fieses Geballer wahr. Die neuen Sachen sind definitiv facettenreicher, atmosphärischer und dennoch auch bedingungsloser und roher als bisher. Auf dem kommenden Album konnten wir genau das definitiv einfangen.
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Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht beim nächsten Konzept etwas ausfallender zu werden oder neue Experimente einzugehen?
Tatsächlich überlegen wir schon länger, was als nächstes kommt, da die Story mit einem Cliffhanger endet. Wir haben einige Ideen und überlegen, mit welchen Instrumenten, Sounds und Riffs die Reise weitergehen wird. Der orientalische Klang wird sich sicherlich wiederfinden, allerdings wollen wir nicht all zu sehr darauf rumreiten und neues ausprobieren.

Welche Ufer seht ihr für euch in den kommenden Jahren? Was plant ihr, woran arbeitet ihr gerade und was kann uns an Merch erwarten?
Wir haben vor allem 2016 viele Bands entdeckt, mit denen wir gemeinsame Sache machen wollen. Momentan arbeiten wir an neuen Ideen, auch um vorerst etwas Abstand von den Songs zu nehmen, die wir aufs Album gepackt haben, damit sie auf uns in der Konzertphase wieder so wirken, wie auf unsere Zuhörer.

Bezüglich Merch möchten wir auf jeden Fall aufstocken, da die Nachfrage immer größer wird und wir uns freuen würden, wenn Leute mit Hexer Patches durch die Gegend laufen, oder alles mit Stickern vollballern. Bisher haben wir viel DIY versucht, aber durch Label und gute Kontakte, können wir jetzt definitiv aufstocken und gutes Zeug raushauen.

Werdet ihr eine Tour zum Release des Albums spielen?
Kommt drauf an. Nach der ersten ehrgeizig angelegten und dann fast völlig hinfälligen “Tour” im Spätsommer 2016 sind wir da jetzt etwas vorsichtiger. Zum Release an sich, hoffen wir ein Konzert auf die Beine stellen zu können. Wenn sich dazu im Lauf des Jahres ne gute Gelegenheit ergibt, vielleicht ja durch die wachsende Bekanntschaft durch das Album und vergangenen Auftritte wären wir einer Tour nicht abgeneigt.Gibt es schon bestätigte Gigs für 2017, wo man als Fan die Möglichkeit hat euch live erleben zu können?
Ankündigen können wir bisher:
-25.02. Alte Meierei, Kiel w/ Seher
-01.04. Morast Release Show, AZ Wuppertal w/ Ultha, Morast, Außerwelt
-14.04. Vendetta Fest, Berlin
-15.04. Gerber 3, Weimar w/ Verheerer, Solbrud

Das Vendetta Fest in Berlin wird für uns eine echt große Sache und obwohl wir dort die kleinste Band sind, gibt es von vielen Seite Interesse an unserem Live-Konzept, welches mit solchen Rahmenbedingungen sicherlich noch viel fetter wird.
Es gibt für 2017 auch noch weitere Gigs, die aber noch unter Verschluss gehalten werden.

Wenn ihr euren kommenden Tonträger in ein paar Sätzen beschreiben solltet, was würdet ihr loswerden wollen?
“Cosmic Doom Ritual” erzählt musikalisch und textlich eine Geschichte, soll den Zuhörer auf eine Reise durch tiefste Finsternis mitnehmen, in Trance versetzen, verängstigen und bewegen.
Beim ersten Hören gibt es sicherlich einige unerwartete Momente und wir sind gespannt, wie das Album nicht nur Live ankommt.

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