WØRSEN – Grand Scheme

coverIhr habt euch, wie ich mich selbst, schon des Öfteren gefragt, warum so selten Black Metal-, D-Beat- und auch Grindcore Klänge miteinander vermischt werden? WØRSEN aus Florida haben genau das gemacht und dadurch einen großartig räudigen Punkrock Tonträger veröffentlicht. Hier scheinen ein paar Menschen aus dem Süden Amerikas mächtig Wut im Bauch zu haben, die Sie kurzerhand und roh verpackt, in ihrem Debütalbum GRAND SCHEME präsentieren. Stellt euch umgehend auf acht ruppige Metal-Punk Abrissbirnen, mit gewaltigem Straßenflair, ein.

Alter Verwalter ist das ein geiler Record! Sofort wird man beim Abspielen des Tapes von einem tief greifenden Retrofeeling in Beschlag genommen, das größtenteils der gelungenen, aber gleichzeitig auch dreckigen Produktion zuzurechnen ist. Obwohl das Trio gänzlich auf einen Bass verzichtet, steckt hinter den hiesigen Songs eine Menge Druck, der weitestgehend vom aggressiven Geknüppel der Drums ausgeht. Der 6-Saiter ist ziemlich tief gestimmt worden und feuert uns unverblümt eine Menge dicker Riffs und schneller Melodien entgegen, die einen Vergleich mit Bands wie VICTIMS oder SKITSYSTEM nach sich ziehen dürften. Das durchschnittliche Grundgerüst, der Titel auf GRAND SCHEME, wird zwar eindeutig von Blackened D-Beat gebildet, damit das Ganze jedoch nicht zu schnell in langweilige oder gar monotone Bahnen gelenkt wird, haben die drei Amerikaner gekonnt, mal mehr, mal weniger, mit Grindcore Elementen und wüsten Ausbrüchen herumprobiert. Wenn man das Album musikalisch auf das gröbste runterbrechen sollte, so würde ich WØRSEN als eine äußerst gelungene Mischung aus YOUNG AND IN THE WAY, DISFEAR und klassischem HC-Punk bezeichnen. Eine in Europa bestellbare, physische Version ist leider noch nicht verfügbar, wer es allerdings gar nicht mehr ohne aushalten kann, hat die Möglichkeit sich Tape und/oder Digipak bei der Band direkt zu bestellen.

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WØRSEN haben, für mich, mit GRAND SCHEME eines der dreckigsten und authentischsten Metal-Punk Releases der letzten Zeit veröffentlicht. Wütendes D-Beat Geprügel trifft auf angeschwärzten, rohen Grindcore und den, von uns so geliebten, Szenecharme der 80er Jahre. Auch wenn uns das Trio nur acht Songs auftischt, birgt dieser Record definitiv Langspielpotenzial, denn ist man erst einmal eingesogen, kommt man nicht mehr so schnell aus diesem, Dreck mit sich schleppenden, Wirbelwind heraus!

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