Mardröm – Self- Titled

a2142045673_10Also mal ehrlich, so langsam entwickelt sich Osnabrück zu meiner neuen musikalischen Lieblingsstadt. Nachdem wir bereits über Bands wie DRAGGED, MUCKMAN, MINENFELD, PATH und ein paar Weiteren berichtet haben, kommt nun erneut eine interessante Combo aus dieser Ecke daher. MARDRÖM sind erst seit 2016 aktiv und spielen knallharten Deathgrind Hardcore á la NAILS. Vor Kurzem hat das Trio sein erstes, 10- Track starkes Album veröffentlicht. Natürlich, wie es sich für ein Debüt in diesem Genre gehört, Diy auf CD gebrannt. Was die Scheibe kann und vor allem auszeichnet? Lest selbst.

Als unsere Freunde von PANZERSQUAD nach einem Gig angefragt haben und MARDRÖM als Support nannten, war meine Neugier zu dieser Truppe geweckt worden. Erstens war mir die Band bis dato noch gar kein Begriff zum Zweiten, fand ich den Bandnamen ziemlich stimmig. Grund genug mich mal näher mit den Jungs zu beschäftigen. Nach ein paar Monaten des Wartens dann haben die drei Grindcorer endlich ihren ersten Langspieler veröffentlicht. Mit ordentlich Lautstärke habe ich die digitale Version auch gleich mal reingeworfen und konzentriert durchgepumpt. Schon nach wenigen Minuten war mir klar was für ein brutales und gnadenloses Biest dieses Debüt ist.
Der Hörer bekommt knallharten, blastbeatlastigen Deathgrind serviert, welcher scheinbar in einen Topf mit Heavy Hardcore geworfen und durch D-Beat Elemente gewürzt worden ist. Sägendes, rasantes Riffing, ein erdig, brummelnder Bass so wie mehrstimmige, Wutspeiende Vocals sind das Ergebnis und dieses kann sich auf alle Fälle sehen, beziehungsweise hören lassen. Die Songstrukturen, die alles andere als monoton sind, glänzen durch gekonnte Tempowechsel und gelegentliche, aber dafür umso heftigere Breaks, die vor allem Live für einen Komplettabriss sorgen dürften. Ein kleiner Schwachpunkt hingegen liegt meiner Meinung nach bei den langsameren Passagen, die leider nicht halb so interessant klingen können, wie ihr schnelleres Pendant. Da diese ruhigen Parts jedoch ziemlich selten vorkommen, fällt dies auch nicht sonderlich schwer ins Gewicht. Demnächst ist das Trio mit PANZERSQUAD und CONFINE auf Tour, bei welcher ihr euch ein eigenes Bild von der Krachkapelle machen könnt.17358698_1561719747190007_7728739840527043326_oMARDRÖM liefern ein rundum gelungenes Debüt ab, das unbarmherzig und hart dahergespült, aber klangtechnisch äußerst angenehm produziert wurde. Wenn die Band bei ihren kommenden Tracks etwas mehr Individualität aufzeigen und sich somit einen Schritt vom NAILS-Geballer wegentwickeln kann, werden sich MARDRÖM sicherlich einen festen Platz in der europäischen Grind-Szene erspielen können. Fans von Deathgrind, Heavy Hardcore wie D-Beat kommen hierbei voll auf ihre Kosten und sollten diese Scheibe unbedingt auschecken!

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