TRVEFRYKT ZINE

Trash Tape Therapy – Part II

a2082308494_10Nachdem ich schon den selbst betitelten Debüttonträger dieser Band für tauglich befunden habe, bringen die beiden Grindviolencer TRASH TAPE THERAPY nun, mit PART II, ihren neuen Record auf den Markt. Wieder gibt es gewohnt hartes, wie rabiates Geknüppel auf die Ohren, das unwiderstehlich, irgendwo zwischen Grindcore und Powerviolence, umhersenst. Damit das Ganze nicht im monotonen Brei verläuft, wird auf trashige Retro Horrormovie Ästhetik gesetzt.

Auf dem erst kürzlich veröffentlichten Release PART II befinden sich zehn Songs, die euch locker leicht, auf brachiale Art und Weise, in einen Sumpf voll düsterer Klassikstreifen ziehen kann. Obwohl die Produktion des Albums äußerst angenehm klingt, geht der, für Grindcore unverzichtbare, Straßensound nicht verloren. Zu den gespielten Wutsalven muss man nicht wirklich viel sagen, denn wer das Debüt bereits gefeiert hat, der wird sich auch hier erneut einen Ast abfreuen, während Neuentdecker mit rotzigen Blastbeats und sägendem Riffing begrüßt werden. Durch den Umstand das bei TTT Gitarrist Tobi, wie auch Drummer Piti singen, bekommt der Hörer auch in Sachen Vocals ordentlich Abwechslung aufgeboten. Um die Songstrukturen ebenfalls variabel genug präsentieren zu können, werden alle Moshfreunde mit heftigen Breaks begeistert, was dem Output richtig gut tut. Wem das jetzt alles noch nicht ausreichen sollte, um sich diesen Record reinzufahren, der wird sich spätestens von den zu entdeckenden Filmsamples überzeugen lassen. Zwar „nur“ als Nebenprojekt von VIOLENT FRUSTRATION so wie EQUES gestartet, doch nun bereits den zweiten Tonträger herausgehauen. Scheint als kämen TRASH TAPE THERAPY nicht nur bei mir gut an, sodass die beiden Mitglieder zukünftig vielleicht doch etwas mehr Engagement in dieses Projekt stecken, als Anfangs geplant. Den gesamten Tonträger kann man sich übrigens bei Bandcamp für umsonst ziehen.

TRASH TAPE THERAPY erfinden mit PART II das Rad nicht neu, bewegen sich dennoch weit entfernt vom Standardgrind ohne das Genre komplett zu verlassen. Wer aber auf dreckigen und aggressiven Powerviolence-Grindpunk steht, der ist bei diesem Duo an der richtigen Adresse. Alles in allem liefern die Hauptstädter, mit diesem Release, eine wütende Ode an die VHS-Generation ab, deren Klänge man sich immer wieder aufs neue begeistert anhören kann, ohne die Freude dabei zu verlieren. Somit bietet euch PART II den perfekten Sound, um euch auf den nächsten Videofilmabend einzustimmen. Müsst ihr unbedingt abchecken!

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