Hexer – Cosmic Doom Ritual

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Wenn ein Ritual aus Finsternis und Licht Gesichter formt, deren kaskadische Schreie in Schleiern der mentalen Verwüstung ausarten und geistige Enthropie durch tonales Emotions-Chaos induziert wird, ist ein Live-Set von HEXER nicht weit. Mit ihrem, für mich, unglaublich eindrucksvollen und einzigartigen Live-Konzept erregten die vier Dortmunder Doom-Ritualisten jedoch bis vor kurzem nicht nur wohlgesonnenes Aufsehen.
Einen deutlich angemesseneren und berechtigteren Fokus solltet ihr jedoch jetzt auf ihr neues Album COSMIC DOOM RITUAL legen, welches sie bereits vor kurzer Zeit mit einem ikonischen Trailer von CHARIOT OF BLACK MOTH ankündigten.
HEXER reißen für mich seit vorgestern, dem elften April diesen Jahres, jegliche Tempel ehrfürchtiger Erwartung ein und liefern euch die digitale Version dieser inbrünstigen Messe direkt und frisch aus dem Lauf ins Vorderhirn.

Schon bevor dieses charismatische, vierköpfige Biest seine Klauen in meinen Kopf rammte, seine schallenden Schreie seit jeher dort einbrannte und sich in ihren Melodien als Vorhüter meiner Gedankengänge erklärte, hatte ich das Vergnügen, die vier Jungs aus dem Pott mit diesem Material bereits mehrmals live zu erleben – und ein Erlebnis sind HEXER im Live-Modus allemal! Jener Obelisk, mit dem passenden Namen COSMIC DOOM RITUAL, der sich aus insgesamt drei Songs mit einer jeweiligen Laufzeit von ca. elf bis etwas mehr als zwölf Minuten zusammenfügt, bohrt durch seinen starken Sound, dynamische Melodien und Sounds, sowie eine so erdrückend schwere, kosmische Atmosphäre, einen Höllentrichter in den Erdboden und beflügelt schallend die Boshaftigkeit, mit der sich die Jungs für mehr als eine halbe Stunde durch eure Schädel fressen.

Mit einem sehr berechtigt präsenten Bass, sowie absolut überwältigenden Synths und Sphären, wird hier der Grundstein für eine akustische Festung der halluzinogenen Entfesselung von Furcht und Verzweiflung gelegt, deren lyrische Nachhut genau diese Walze von Eindruck untermauert.
Wer hier sowohl auf schweren, fast schwebenden Doom, als auch neblige Riffs und Blast-Orkane aus den Wogen des Black Metal steht, kann sich mit diesem Album sicherlich sehr schnell anfreunden.
So wechselhaft und dennoch mehr als angenehm wurde ich, für meinen Teil, noch nie vor einem solchen Abriss auf das Ausmaß so einiger darauffolgender Hammerschläge auf dieser Platte vorbereitet und somit definieren Songs wie BLACK LAVA FLOW und sein unheiliges Gefolge den Begriff der ‚Ruhe vor dem Sturm‘ so einschmelzend direkt wie ein solch monströser „floooooooow“ selbst.
Jeder der drei Songs wurde von HEXER, in meinen Augen, mit einem persönlichen Charakter versehen, der sich durch oben erwähnte Akzente heraushebt.
Genau diese Akzente wissen die vier Ruhrgebieter auch live zu setzen – wer sich dieses Set live ansieht und – hört, läuft Gefahr, nicht nur aus seinen Ohren zu bluten.
Als HEXER vor einiger Zeit bei Stefan von VENDETTA RECORDS, unserem Kollegen und Lieferanten der unter anderem heißesten Releases in dieser Untergrund-Richtung, unterschrieben haben, waren wir mehr als glücklich für diese vier Stadtmusikanten der Zerstörung und freuten uns auf das erste Release unter dem Deckmantel dieser Allianz zwischen zwei Großstadtkolossen.

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Ich rate euch, die Jungs in nächster Zeit im Auge zu behalten und euch nicht von hand – und fußlosen Vorwürfen aus der Versenkung verschrecken zu lassen.
Für mich haben HEXER bisher mit ihrer Live-Präsenz, ihren vorherigen Veröffentlichungen und vor allem diesem Heiligtum der Volllast, einen absolut soliden Start hingelegt und sich bei mir persönlich zu einem Favoriten für mein Album of the Year hochkatapultiert.
Wir stehen mit und zu HEXER und würden uns, ebenso wie sie, über eine Spende von euch freuen, denn ich habe bisher wenige Alben hören dürfen, die mir so einschlägig in den Schädel ballerten, mich so überraschten und so oft rotieren konnten, ohne an Schub zu verlieren, wie es COSMIC DOOM RITUAL vorgestern tat.
Wer sich auf einem ihrer diesjährigen Live-Termine sehen lassen möchte, kann gerne mit den Dudes ins Gespräch kommen und sich in allen Formaten von diesem Ungetüm von Tonträger zentrifugieren und maltretieren lassen, denn die haben sie schon im Schlepptau dabei – Ich kann nur meine extremsten Empfehlungen dazu ausprechen!

Listen!
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