OLD HAG – How to make 90´s Metalcore great again

Als begeisterter Fan von INCENDIARY, ARKANGEL oder SWORN ENEMY, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen, interessanten Bands, welche sich dem klassischen 90er Metalcore verschrieben haben. Nun gibt es endlich mal wieder eine lohnenswerte Combo abzuchecken. OLD HAG, aus London, zeigen auf ihrem 3-Track starken Demo eine spannende und ziemlich ausgewogene Mischung zwischen Death Metal, Hardcore und einer Spur Crust. Das Ergebnis könnte nicht fieser sein und sollte, sowohl von Fans dieses Genres, sowie leidenschaftlichen Verehrern der gängigen Moshkultur, nicht links liegen gelassen werden!

Als ich zum ersten Mal an dem wunderschönen Artwork der Briten hängen geblieben bin, habe ich eher mit Neocrust oder sogar Post Metal gerechnet, als mit dem wuchtigen Metal – lastigen, Hardcore, der dann kurzerhand aus den Boxen gedonnert kommt. Wer von euch die markanten Vocals bei INCENDIARY abfeiert, wird auch bei dem keifenden Gesang, den OLD HAG bieten, vom Hocker gerissen! Die Stimme ist unglaublich stark und schafft es die projizierte Wut authentisch nach außen zu tragen. Eine weitere Stärke der Band sind die metallenen Gitarrenriffs, die auf dem Demo reihenweise vom Stapel gelassen werden. Vom kalten Black Metal Riff, bis zur morbiden Death Metal Melodie, bekommt der Hörer alles geboten, was das Herz begehrt. Bei den Songstrukturen hingegen bin ich noch ein wenig zwiegespalten, denn komplett überzeugen konnte mich in diesem Aspekt eigentlich nur der Opener SINKING. 18221599_584675661740320_1617001482008274923_nMODERN FAILURE, seines Zeichens zweiter Song, schrotet zum Beispiel gut voran, ist jedoch auf Dauer recht monoton und birgt wenig Wiedererkennungswert. Wohingegen mir beim letzten Titel SUFFER THROUGH im Nachhinein zu viel Augenmerk auf die Breaks gelegt wurde, denn obwohl diese komplett reinkloppen, fehlt mir hier Abwechslung. Aber man darf auch nicht vergessen, dass es sich bei dem Record um ein Demo handelt, dessen Aussagekraft man nicht überbewerten darf. Ob, wann und wie das Debüt der Londoner physisch erscheinen wird, ist noch unklar.

Wollen wir hoffen, dass uns diese drei Songs nur als Aperitif serviert worden sind und der Hauptgang zeitnah folgen wird. Wenn OLD HAG auf zukünftigen Tonträgern mit etwas mehr Tempo arbeiten, sollte es nicht mehr lange dauern, bis diese Gewaltcombo auch bei uns entsprechend gefeiert wird. Endlich gibt es mal wieder 90´s Metalcore mit packender Retro – Atmosphäre, der nicht enttäuscht. Unbedingt reinhören und sich mal eben in dreckige, britische Hinterhöfe entführen lassen!

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