Album Review: OMAHARA – OMAHARA (2017)

Das zweite, selbst betitelte, Album der Australier OMAHARA ist mir dieser Tage unter den Nagel gekommen. War mir die Band bis dato gar kein Begriff, bin ich umso glücklicher auf die Künstler aus Übersee aufmerksam geworden zu sein. Geboten werden dem Hörer vier Songs in Überlänge, die sich musikalisch dem Drone/Dark Ambient/ Noise so wie Post Rock verschrieben haben. Die entstandene Mischung hört sich wie das Kind aus GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR und SUNN O))) an. Definitiv ein passender Tonträger für den abendlichen Chillout mit Jolle.

Es ist etwas seltsam über eine S/T LP zu stoßen, die nicht gleichzeitig auch das Debütalbum der Band darstellt. OMAHARA aus Tasmanien haben einfach ihr erstes so wie zweites Album unter diesem Namen laufen lassen. Man könnte das sicherlich als Lustlosigkeit aufnehmen, wenn man jedoch die Platte(n) durchgehört hat, weiß man, hier soll einfach nicht weiter von der Musik abgelenkt werden. omahara band.jpgWir bekommen über eine Stunde düsteren, schweren, Noise –  behafteten Drone mit Post Rock Einschlag, zu hören. Die Tracks röhren und beben, was das Zeug hält, bauen sich nebenher, unterschwellig auf und entladen sich dann in finsteren Instrumentalorgien. Die Atmosphäre ist bedrückend, gespenstisch und trostlos zu gleich, kurz um, einfach überragend! Selten hat es mir bei einem Album öfter die Kehle zugeschnürt, als bei dem mir vorliegendem Exemplar von OMAHARA.
Mit der Scheibe hätte man übrigens auch wunderbar die Kinopause während THE REVENANT füllen können, um die Besucher bei Laune zu halten. Mich persönlich hat dieser Record überrascht, beeindruckt und verblüfft. Falls irgendwann eine Tour nach Europa geplant sein sollte, werde ich auf jeden Fall anklopfen, denn eine Liveperformance der Australier muss ich mir unbedingt reinfahren, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Physisch ist die Scheibe bisher nur über die Band direkt, oder beim, ebenfalls australischen, Label ART AS CATHARSIS, zu erwerben. Über einen europäischen Release ist leider noch nichts Näheres bekannt.
omahara vinyö.jpgWer sich in eine düstere, geheimnisvolle und exotische Reise stürzen möchte, jedoch das nötige Kleingeld für diesen spannenden Ausflug nicht besitzt, findet bei OMAHARA – S/T Trost. Erdrückende Bassberge treffen hier auf Angst einflößende Melodien und stoßen gleichzeitig mit einer Menge Noise – Effekte zusammen, was diesen Tonträger zu einem Must Have für die heimische Plattensammlung macht.

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