Garage Sound and Dazing Grooves: Zwei solide Triebwerke, die euch über die Woche bringen könnten

Eine Stimmung, die sich eigentlich jede Woche wie der erste Sonnenstrahl ankündigt:
Die helle Scheibe am zu kurzen Nachthimmel kräht, der Wecker lacht und die Birne rasselt und klingelt im Takt der klirrenden Glocken, die sich gerade mit dem Schlägel des besagten Weckers eine Waffelei bis ins Eingemachte gönnen.
Was jetzt helfen könnte, sind zwei starke, peppige Kombos, die etwas auditives Koffein in eure Venen schießen.

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Zum einen hätten wir da CAPTAIN PIFF AND THE FIRST MATES, die mit frischem Garage  Rock nicht lange um den heißen Brei herum reden und gleich mit dem ersten Ton eine ordentliche Portion Bock aus Oldenburg in eure wackligen Knie zaubern könnten, wenn euch der Groove der Jungs ebenso locker wie mich aus der Senke in den Stand schießt.
Ihre Debüt-EP mit dem trefflichen Namen TRAPPY LIGHTS ist seit etwas mehr als zwei Monaten auf Bandcamp für ein wirklich gut angelegtes Trinkgeld zu erstehen, was ich für vier starke Kurze als Muntermacher sehr gerecht finde!16508734_1458504400828022_8687591589754652997_n

Fans von der Tarantula-Bande und schwungvollen Allüren kommen hier sicherlich auf ihre Kosten, denn die ausgewogene Kombo macht hier Dampf mit Tönen, die man gerne im Hintergrund einer Bar säuseln hätte, in der man sich zur letzten Zuflucht durch gekräuselten blauen Dunst wie durch zwei Flügeltüren schlägt, um zum letzten Mal eine Soße in verständlichen Worten zu bestellen.

Gut vertont und sauber eingespielt im Sound-Sektor habt ihr mit diesem Release die Chance auf viermal ca. drei bis vier Minuten in Nostalgie und Sommer-Melancholie verpackte gute Laune mit ordentlich Zunder aus smoothen Soli, Hooks und psychedelischen Kurzansätzen, die sich in diesem Paket sehr angenehm im Schädel zusammenrühren lassen.
TRAPPY LIGHTS setzt einen ersten Punkt auf dem Weg dieser Nach-Vorn-Truppe und weckt mit viel Flexibilität einen ungehemmten Durst nach mehr von diesem akustischen Kraut, das den Sommer aufhellen kann.
Wir freuen uns auf weitere Beinschwinger aus Oldenburg und empfehlen euch, die vier Aufraffer dieser Nordseerandalen mal herb einzuverleiben, sofern der Tag oder die Stimmung mal Startschwierigkeiten hat.

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Wenn euch dieser kompakte Roadrunner gut durch die Steppe gefegt ist, treten jetzt drei nomadische Kalifornier fast noch meiner Zunge ins Rückrat, während ich das hier versuche zu tippen und meine divergierenden Augen langsam nach oben taumeln, wo mich der Bug dieser nächsten Volltempo-Maschinerie mit seinem scharfen Ton begrüßt.
SHOTGUN SAWYER, drei Asphalt- und Beatmagnaten aus Auburn, CA, legen ebenso viel Zündpuder aus, wie sie auch in den Schluchten eurer Enzephalien-Landschaft hoch-gehen lassen wollen.
Mit alt-bluesig dreckiger Klamottage, aber definitiv starkem Nachbrenner-Arsenal darunter hervorschielend, bahnt sich ihr neuestes Album 8 BANGERS auch wie eben diese acht hochgekeilten Zylinder durch den zittrig werdenden Kopf  – Shotgun trifft’s da schon ganz gut.
Nach fast zwanzig Minuten, ziemlich weit verteilt auf vier starke Tracks, wird eindeutig klar, dass hier nicht nur kalifornischer Flair, sondern auch viel Südstaaten-Sound aus New Orleans und Memphis im Blues-Rock-Tiegel zusammenkommt.
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Der dazu noch teils eingängige Touch von Grunge und vor allem der Takt der smoothen Drums, der sich im Laufe des Albums mit immer wieder melodischen Höhenpunkten feiern lässt, kann sich ebenso auch für einen recht überschaubaren Sold aus dem sonnigen Westen importieren lassen.

Zur Zeit ist die Platte leider auf Bandcamp abhanden gekommen, wird aber sicherlich bald wieder aus den Canyons zurückkehren, um alle acht Töpfe auch wieder in euer Wohnzimmer zu heizen.
Checkt die drei Amigos mal aus und gebt euch die Platte gerne erstmal auf Youtube, bis dieser Raddampfer wieder online kommt.
Auch hier ist es mehr als reizvoll abzuwarten, was diese Bande mit der Zeit noch so ins geweihte Land dieses Staubballs bringt.

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