The Arson Project – Disgust

arsonproject

Es geht doch nichts über ein noch ziemlich frisches Grind-Kreuzfeuer aus Schweden!
Wer von euch ist auch schon die ganze Woche in so richtiger Abfucklaune?
Wenn mal wieder alles schiefgeht und nichts funzt, ist es für mich immer an der Zeit, ein fett herbes Grindpaket zwischen meinem Gesicht wüten zu lassen.
Der wildgewordene Flächenbrand, den die vier schwedischen Inbrunst-Maschinen von THE ARSON PROJECT vor etwas längerer Zeit, Anfang April, mit ihrer aktuellen Debüt LP im passenden Terminus DISGUST auf diese ungeschorene Welt losließen, ist der perfekte Tenor für eine Stimmung oder Tage wie diese.
Wer sich allein zum Bergfest schon wieder waffeln könnte, sollte diese Schweden ganz schnell in sein Herz schießen können, sofern ihr Name dort nicht schon mit stämmiger Wahrscheinlichkeit auftauchen könnte.
Abscheu – dieser Titel trifft all jene, die diese Welt nicht zu belächeln wagen, weil sie jeden zweiten Morgen nur zu gern die letzten zwölf Bier mit der non-existenten Flinte unter ihrem Bett von den betagten Zähnen putzen würden, wenn sie in Gedanken mit dem ganzen Rest fertig sind.
Genau dieses Gefühl, samt den deutlichen Umschreibungen einer blühenden Fantasie für Aversionen in den starken Vocals, sowie den Songtiteln, vertonten die vier Malmöer schon im April als pressendes Feierabendtheme, das emsig eine Kollision nach der anderen liefert.
Wer sich auf Bandcamp an den schlafenden, vor Tollwut schäumend keuchenden Terror für alle Lebens- und Stimmungslagen  heranwagt und sich nicht zu lange von diesem heftigen Artwork, auf der Suche nach dem errettenden Play-Button, hinwegreißen lässt, kann sich auch ganz schnell bei Unachtsamkeit und nicht dem leisesten Schimmer vor dem, ihm drohenden Übel, auditiv zu Tode prügeln lassen.

15288568_10154123950422475_3994118995351803613_oFür die ersten Auswirkungen ihrer tonalen Pyromanie fackelt das Schleudertrauma-Quartett aus Malmö nicht lange und leitet mit dem bestialischen Aufschrei des passend gewählten Albumtitels jegliche Weichen in Richtung Totalkarambolage.
So schwer und groovig, wie sich der erste Song folglich ankündigt, bleibt es auf den insgesamt elf stark genre-durchwachsenen Tracks dieses gerillten Vinyl-Sägeblatts von insgesamt 22 Minuten Laufzeit, bis sie durch euch durchgesickert ist,  nicht selten und so schleudern THE ARSON PROJECT mehrmals mit ihrer panzerbrechenden Grind -, Hardcore- und Punk-Salpetermischung ebenso um sich, wie ein Feuerteufel nicht weniger erfreut mit Benzin und Pyrotechnik sparen könnte.
Soundtechnisch ist dieses Untier fast schon so genre-untypisch rein und dick im finalen Mix, sodass hier weniger raue und kratzige Stahlwolle aus den Amps bläst, sondern eher ein dicker Minenbohrer mit dem zielsicheren Großkaliber an dem Drums im Cockpit aus der Böschung springt, vor der euch die Vocals gerade auf dem Heimweg durch die Nacht zusammenlatschen, um saftig zu entkernen, was nach einem entsprechenden Tag zu entkernen geht.
Von zielgenauen Breaks, aufwühlenden Samplern, bishin zu schleppenden Abrissbirnen und dem Vollzeit-Gewalze an Drums und Gitarre ist alles in diesem Wutmanifest in deutlich zerfetzender Knöchelbrecher-Atmo vertreten.
17021807_10154404657987475_3081645757346980975_nWer vielleicht, wie ich, zu den späten Tauben gehört und hier gerade zum ersten Mal in den Opferkreis dieser Scheibe eintritt, kommt definitiv auf seine Kosten und kann auch beherzt für wenig Knete sowohl die Platte oder CD bei POWER IT UP, als auch bei den Jungs selbst, auf Bandcamp, gegen eine, äußerst sympathisch für diese fette Qualität samt Aussehen, nicht festgelegte Spende, was die digitale Version angeht, in sein Haus rasen lassen.

Diejenigen von euch, die den nächsten Grinder’s Guide schon heiß erwarten könnten, sollten sich mit dieser Donnerflut bis zu diesem Tag mehr als satt halten können.
Viel Vergnügen und zerdroschene Kniefälle nach Malmö!

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Hier gibt’s die LP!
Merch!

 

 

 

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