Album Review: CRYPT ROT – EMBRYONIC DEVILS

Kurze Frage, wie konnte eigentlich die geniale Death Metal Combo CRYPT ROT an mir vorbeigehen? EMBRYONIC DEVILS, das Debüt der Truppe aus Ohio, scheppert auf bestialische Art und Weise alles kaputt, was irgendwo mal irgendwer aufgebaut hat und lässt den Hörer definitiv nicht unberührt zurück. Mit drei verschiedenen Vocals, davon ein mal hymnischer Frauengesang, und bitterbösem Death Metal, im Stile von DISSECTION oder DEICIDE, weiß das Quintett, wie ihr euren Kopf wieder frei bekommt. Ihr solltet dieses Gerät also nicht mehr all zu lang vor euch herschieben!

Mit einem, im Nachhinein betrachtet, trügerisch stillen Intro startet der todfinstere Brocken Namens EMBRYONIC DEVILS. Von Ruhe kann nämlich im Rest des Tonträgers keine Rede mehr sein, denn dank überwiegend donnernden Blasbeats und metallischen Melodien wird dem Hörer nur selten mal eine Verschnaufpause geboten. Fettes Riffing und grantige Vocals, vom Drummer und auch Gitarristen, machen den Rest, um der Scheibe einen besonderen Stempel aufzudrücken. Als wäre das aber noch nicht genug der musikalischen Raffinesse gewesen, kann gegen Ende des Albums mit gespenstischen und äußerst atmosphärischen Passagen gepunktet werden, in denen vor allem die epische Stimme der Keyboarderin zum Zuge kommt. Ansonsten werden auf dem Album meistens schnelle Salven abgefeuert, deren Intensität nur noch durch die wuchtig einschlagenden Breaks getoppt werden kann. Einen bestimmten Lieblingssong habe ich hier nicht, da wirklich jeder Track auf seine Weise knallen konnte! Bisher ist die Platte leider nur in den Staaten über SOUTHERN LORD RECORDINGS zu haben. Hoffentlich findet sich zeitnah auch ein europäisches Label, um diesen Killer zu veröffentlichen.

Wer auf Death Metal im Stile von DEATH, DEICIDE und Co steht, aber auch Einflüsse von neueren Bands á la POWERTRIP abfeiert, wird das Debütrelease von CRYPT ROT lieben. EMBRYONIC DEVILS versteht es, durch gnadenlose, musikalische Brutalität und das richtige Old school Flair zu überzeugen und sich damit definitiv zu einem der besseren Releases, aus diesem Genre, im Jahr 2017, zu machen.

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