TRVEFRYKT ZINE

TTT vol. 1: Dope Smoker – Legalize It

Weedalize it again and again and again!
Am 29.06.17 war es nun endlich, zumindest für mich, soweit, dass ich bemerkte, wie DOPE SMOKER ihr neues Album in und auf sämtlichen Präsenzen verteilten.
Was könnte mir jetzt noch alles über diese Band aus dem Mund fallen, das ich hier nicht so oder so schon fast zu oft in die Tastatur sickern lasse?

Zu viel Vorgeplänkel und schwärmende Lobreden verkochen den Brei und entpollen das heranwallende Gekrümel, was euch jetzt die Luft im Brustbeutel schwer machen könnte.
DOPE SMOKER, das ist die Band aus drei surfenden Walisern, die seit ca. zwei Jahren relativ frequentiv ihr vorheriges Brumm-Manifest teilen, ständig irgendwo zwischen 666MRDOOM oder anderen renommierten Hänger-Domains aufblitzen und zu denen die meisten von euch vor allem sicher schon in ’ner verpufften Bude rumgenickt haben, um dann trotzdem oft auch mal zu  sagen, das sei zu stumpfe Mucke.
Ok, mag sein, dass DOPE SMOKER nicht gerade melodisch in die Kurve einsteigen, aber muss ein gepflegtes Doom-Parkett das denn auch wirklich immer tun?
Was mich an den drei Jungs so fasziniert und immer wieder mit jedem Release einholt, ist der Effekt, dass sie sich kaum mehr Platte machen, als dass sie eher mit Leidenschaft und für die grüne Reinkarnation einer Mischung aus Doom und Grunge musizieren.
Um dieses Gefühl beim Hören und Erleben soll es mir in den folgenden Episoden dieser neuen Kolumne gehen, welche ich jedoch erst nach diesem Einstieg hier noch einmal erläutern werde.

Der Name ist, wie so oft in diesen Genres, auch hier Programm und so wirken ihre Alben seit jeher auf mich, als würde der Hut noch runter kühlen, während die Aufnahme startet und als wären ihre Fuzzrissbirnen-Pedale mit ihren lebenswichtigen Organen verbunden und alles um sie herum müsste einfach nur zischen, drücken und in erster Linie mit Pollen und Blüten zu tun haben.
Wer mit der Attitüde ihrer Releases vertraut ist, erfreut sich vermutlich wie bei diesem Paket an einer abgeranzten Mauer von Riffs, in denen fast die gleichen Botschaften versteckt sind, die sie auch sonst schon immer unverblümt in die Welt tragen, um in ihrer Zirkulation aus entspannenden und zugleich aufraffenden Melodien zu glänzen.

a3998809079_10         Cover (2017) – insta@pacondition

Dieses Album bietet, ebenso wie sein Vorgänger, einen Haufen orhwurmfähiger Lobhymnen, die an diejenigen von euch gehen, deren Zuhause die Couch und ein prall gefülltes Tütchen sind, verstärkt durch ihren typisch fetten, rau angezerrten Sound, die starken Drums und den fast choral unterschwelligen Gesangseinlagen.
Leuten, die sich dieser Tage nicht mehr vor Avantgarde retten können, empfehle ich LEGALIZE IT – Leuten, die vor ihrer Anlage hin oxidieren und bei jedem Atemzug spüren wollen, wie sich Zug für Zug mehr von diesem Bass in die Luftröhre presst, sowie gerade den Leuten, die generell sagen, sie würden hier nix spüren, aber im Gegenzug vier Patches vom Wizard auf der Jacke vernäht haben, empfehle ich vor allem, sich möglichst schnell von LEGALIZE IT wegscheppern zu lassen.
Musik ist Kopfsache und muss definitiv auf Kopf oder Herz zielen, um komplett durchzuschlagen – was auch hier für mich der Fall ist, versteht mich nicht falsch – aber was ich noch über dieses Trio zu verlieren habe:
DOPE SMOKER setzen mit ihrem mittlerweile sechsten Release ein klares Zeichen für ihre Passion und liefern für mich ein Bild von Menschen, die mit Musik aufgehört haben und eine Bewegung für Kopf und Ohren produzieren und zum Teil auch gezielt reproduzieren müssen, denn das ist ihr Charakter, ihre Seele, die ich von Anfang an, mit der ersten Note, die ich von ihnen gehört habe, auch höchst ansteckend nachempfinden konnte.
Hier erfindet sich niemand neu oder macht Schlagzeilen mit dem Update des ersten Lagerfeuers, aber das ist, wie gesagt, auch sicherlich nicht der Ansatz dieser drei lebenden Stoner-Memes.
LEGALIZE IT ist wieder einmal auf Spendenbasis in Bandcamps Irrgarten der guten Beschallung zu erstehen, wozu ich euch nur raten kann, auch um den Jungs vielleicht einmal ein Ticket von der Insel in unsere Stube zu finanzieren, wenn ihr euch dieses Gewitter ebenso dringlich live zu Gemüte führen wollt wie ich.
Fans von smoothen, einleuchtenden Läufen und melancholisch angehauchten Chillout-Tunes á la Wüsten-Rock mit ordentlich Zerre sollten auch mit diesem Release beim Rollen nicht zu unbeschallt bleiben.
Ich bin sehr gespannt, was und wie viel sich die Jungs beim nächsten Mal einfallen lassen.
Grüße ins Land der Sagen, Weiden und Wellen!
Bis nächsten Donnerstag zur gleichen magischen Zeit,
Vurd

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