Album Review: OWLCRUSHER – OWLCRUSHER

Wenn ihr schon alleine bei dem Gedanken daran kotzen könntet, dass morgen Montag ist, dann hab ich hier den perfekten Record parat, um sich jener Stimmung vollends hinzugeben. Das britische Dreiergespann OWLCRUSHER legt mit seinem selbst betitelten Album einen dermaßen harten Brocken zutage, dass die Flausen, an den Wochenstart, sicher bald euer geringstes Problem sein werden. Euch erwarten düstere, nihilistische Walzen, im Stile von CULT OF OCCULT, schwere Instrumental – Gerätschaft á la BONGRIPPER, und eine trostlose, apokalyptische Szenerie, die PRIMITIVE MAN nicht besser hätten gestalten können. Die Einladung, knapp eine Stunde unverblümt in den Abgrund zu blicken, kann man einfach nicht ausschlagen. 
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Ohne Umschweife beginnen OWLCRUSHER ihr Debütalbum und verkünden von Beginn an, lauthals, dass mit ihnen definitiv nicht gut Kirschen essen ist. In den knapp 45 – Minuten Spielzeit, verteilt auf drei Songs, wird gnadenloser Blackened Sludge/ Doom präsentiert, dessen langsame, schwere Soundwand euch immer weiter einhüllen – und, je weiter ihr vordringt, ein äußerst beklemmendes Gefühl in euch hervorrufen kann. Angeführt wird der Brei von monströsen Drums, die Trotz des geringen Tempos, groovig und wahnsinnig aggressiv herübergekommen. Außerdem kommt der, für das Genre wichtige, erdige Touch beinahe in greifbare Nähe, was wohl zu einem großen Teil am tief gestimmten Bass liegen dürfte, der sowieso durchweg überzeugen konnte und ohne den der Record sicher nicht halb so massiv geklungen hätte, wie er es letzten Endes tut.
Das Riffing verfinstert eure Sinne dann endgültig und wird nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen, wie man es vielleicht gern hätte. Hier werden tonnenschwere, bitterböse Salven abgefeuert, die problemlos ihr Ziel treffen können und obendrein mit grandiosen Melodien, des 6- Saiters, versehen worden sind, deren Auswirkungen bis tief ins Mark vordringen.
Der Gesang kommt meist in Form von widerlichen Growls aus den Boxen gedonnert, doch wechselt gelegentlich gegen ebenso räudig klingendes, gepeinigtes Keifen. Genau das Richtige also, um sich bei voller Lautstärke, im dunklen Raum, hemmungslos seinem Weltschmerz hinzugeben.
Das amerikanische Label SEEING RED RECORDS hat die bisher einzige physische Variante veröffentlicht. Dort könnt ihr dieses Monstrum als, von Adrian Baxter mitgestaltetes, Digipak bekommen. Ein europäischer Vinylrelease wäre natürlich der Knaller, hoffentlich folgen hier zu bald positive Neuigkeiten.

 

Das Debütalbum von OWLCRUSHER geht ganz klar an alle Kellerkinder, deren endlose Tortur morgen erneut ihren Höhepunkt findet und all jene, die sich deshalb heute noch mal gediegen im Bongrauch zurückziehen wollen.
Selbst Bandmitglieder von etablierten Doom – Bands werden von dieser Scheibe Albträume bekommen, jede Wette!
Tretet näher, denn so sieht ein Blick in eine Zukunft ohne Zukunft aus.

OWLCRUSHER Bandcamp
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