Album Review: SUCCUMB – SUCCUMB

Und schon Bock auf Montag? Ne? Wer, wie ich, so absolut gar nicht in Stimmung für die kommende Woche ist und sich heute zu wirklich fiesem, nihilistischem Geballer unter seine Bettdecke zurückziehen möchte, bekommt jetzt den adäquaten Tonträger dafür präsentiert. Das gleichnamige Debüt Album der Female Fronted Black/Death/Hardcore/Grind – whatever Band SUCCUMB, aus San Francisco, wird euch direkt in nebulöse Stimmung versetzen und eure Galle in den Wahnsinn treiben. Diese Platte klingt noch zorniger, als Zonis bei einem Merkel – Besuch. Gebt euch das Ding und ladet die Wutbalken wieder auf!

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Fans von Bands á la YOUNG AND IN THE WAY, CODE ORANGE oder VERMIN WOMB sollten direkt auf den Bestellbutton klicken, denn genau diese Sparte von Musik wird auch von dem US-Quartett angepeilt. In den sieben Tracks kommen unterschiedliche Highlights zutage, die vom instrumentellen Abriss, gnadenloser Brutalität, unglaublicher Schnelligkeit bis zu den giftigen Killervocals reichen – also eigentlich alles, was man an einem schlechten Tag, als Liebhaber voranprügelnder Musik, so braucht.
Hauptsächlich kann man die Klänge dem Black/Death zuordnen, sei es vom Drumming, den Growls oder dem rasanten, äußerst kalten Riffing an Bass,  sowie Gitarre. Gelegentlich fließen auch Elemente von anderen Genres wie Hardcore, Noise, Sludge und Grind in dieses Gerüst mit ein, was den Sound von SUCCUMB damit beinahe unnachahmlich macht.
Von Blastbeat-lastigen Parts, untersetzt mit klirrend kaltem, sägendem Gereibe der Saiten, bis hin zu fetten Breaks mit Moshgarantie, wie man sie oftmals bei CODE ORANGE finden kann, wird dem Hörer genug Dreck vor die Füße gekotzt, um sich die nächsten Tage damit einzudecken. Am prägnantesten ist wohl aber der Gesang, der durch und durch ekelhaft rumrotzt und sich sofort in meinen Kopf fressen konnte.

Wenn man sich Livemitschnitte der Band ansieht, scheint die abgefuckte Stimmung ansteckend zu sein und schnell auf das Publikum überzuschwappen.  Meiner Meinung nach stimmt hier wirklich alles, seit einigen Tagen läuft das Album jetzt hoch und runter, genug habe ich dennoch lange nicht. Die LP Version dieser brachialen Soundwand wurde bei THE FLENSER veröffentlicht, ist jedoch auch im DEATHWISH INC. Europashop zu erwerben. Sobald sich herumspricht, was auf dieser Platte für angepisste Wutbolzen lungern, wird der physische Tonträger schnell vergriffen sein, also haltet euch ran. Ihr könnt außerdem zwischen einer schwarzen- und knochenfarbenen Scheibe wählen. Ich persönlich, kann euch SUCCUMB nur wärmstens empfehlen.


Irgendwie schaffen es SUCCUMB auf ihrem ersten Output die kalte, bitterböse Ausstrahlung von YAITW einzufangen und diese mit den brutalen Klängen von Bands wie REVENGE oder CODE ORANGE zu kombinieren. Dank den ausgezeichneten Vocals, legt die Band jedoch auch genug Individualität an den Tag, um fernab, jener schon bekannteren Bands, im Kopf zu bleiben. Hoffentlich dürfen wir uns 2018 live von den Qualitäten dieser Truppe überzeugen!

SUCCUMB Bandcamp
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