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Album Review: ALTARAGE – ENDINGHENT

Was kann es an einem Freitag den 13. besseres geben, als den Release eines sehnlichst erwarteten Tonträgers. Nachdem sich die spanischen Black/Death Metaller ALTARAGE letztes Jahr bereits mit ihrem Debütalbum NIHIL in mein Herz gespielt hatten, war ich gespannt, wie die Band jene Knallerscheibe noch übertreffen will. Die neue Langrille trägt den Titel ENDINGHENT und ist als Vinyl bei SEASON OF MIST veröffentlicht worden. Ich habe ein solides Baller-Album erwartet, das seinem Vorgänger in Nichts nachstehen-, ihn aber auch nicht toppen würde. Schon nach dem ersten Durchlauf ist mir klar geworden, dass ich mit dieser Annahme falsch gelegen habe.

altarageband
Das, dem Debüt ähnliche, Artwork lässt vermuten, dass uns erneut ein faszinierender und kompromissloser Tonträger der Spanier ins Haus steht. Acht Tracks sollen es richten und der allseits gefeierten NIHIL Scheibe noch eins draufsetzen. Bereits nach kurzem Anspielen fällt die deutlich bessere Produktion auf, die es ermöglicht sämtliche instrumentellen Variationen vollends auszukosten. Trotz des klareren Klanges haben ALTARAGE jedoch genug Dreck aufgewirbelt, um ENDINGHENT nicht allzu sauber klingen zu lassen. Außerdem kommen so die furchterregenden Vocals noch etwas kräftiger rüber und können eine Gänsehaut hervorrufen, die den kompletten Record über erhalten bleibt. Ebenso wie der Gesang, überzeugen die Songstrukturen, die meist aus Blastbeats und dissonantem Riffing bestehen, hier und da aber auch in finstere Doomparts übergehen, die nicht minder gewaltig erscheinen. Mit einer schier endlosen Fülle an Riffs wie Melodien und unglaublich brutal gespielten Drums, tut die Band ihr Übriges, um den Hörer bei der Stange zu halten.

Das Gesamtprodukt erschafft eine üble, beklemmende Atmosphäre, die vor allem der hörbaren Steigerung an den Instrumenten, geschuldet ist. Selten konnte mich ein dermaßen brachialer Record so tief in seinen Bann ziehen, wie es die Spanier bei mir geschafft haben. Ganz klar einer der größten Pluspunkte bei den Songs der ENDINGHENT Scheibe.
Dank nahtlosen Übergängen zwischen Blastbeat-, Midtempo- und Downtempo Passagen entfaltet das Album eine Art hypnotischer Wirkung, die uns unmittelbar in einen Sog aus Bitterkeit und Frust ziehen kann. Ab und an geben ALTARAGE dann noch schlichte Drone-/ Noiseklänge von sich, die dem restlichen Krach äußerst gut zu Gesicht stehen und weitere Abwechslung reinbringen.
Wer den Vorgänger in Dauerrotation hatte, wird seine Freunde in nächster Zeit eher selten zu Gesicht bekommen, da auch hier wieder akute Suchtgefahr besteht.
Physische Versionen gibt es bei SEASON OF MIST zu erwerben. Von Vinyl, über Digipak bis hin zum Tape ist jedes Format zu haben. Bei der Qualität dieses Albums solltet ihr allerdings lieber gestern als heute zuschlagen!

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ALTARAGE liefern mit ihrem zweiten Album ENDINGHENT einen Orkan ab, der 36 Minuten lang jegliche Emotionen aus dem Kopf bläst und den Hörer kalt und leer zurücklässt. Die Platte kommt wahnsinnig wütend, absolut ausgeklügelt und erschreckend böse aus den Boxen gedonnert und sorgt dafür, dass ihr den Namen ALTARAGE so schnell nicht mehr vergessen werdet. Ganz klar ein Kandidat für die besten 10 Records aus diesem Genre im Jahr 2017. Sollte man unbedingt gehört haben, wenn man auf nihilistisches Geschrote abfährt.

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