Demo Review: ALTAR AND THE BULL – SONIC SACRIFICE AND THE HEALING BLOOD

Da sich das Jahr langsam dem Ende zuneigt, will ich euch mal eine meiner besten Demo-Entdeckungen 2017 vorstellen. ALTAR AND THE BULL kommen aus Pittsburgh, spielen rituellen Drone/Doom/Stoner und konnten mich mit ihrem Debüttonträger SONIC SACRIFICE AND THE HEALING BLOOD definitiv vom Hocker reißen. Die Sounds erinnern unweigerlich an einen Mix aus alten COUGH Records und den hymnischen Parts von NAAM. Euch erwartet also ein gespenstischer, ominöser Ohrwurm, den ihr in dieser Form so noch nicht zu Hören bekommen habt.

Über die Band ist leider noch nicht so viel bekannt, bis auf die Tatsache, dass es sich bei ALTAR AND THE BULL um Amerikaner handelt. Kurz nachdem mich das grandiose Artwork von SONIC SACRIFICE AND THE HEALING BLOOD zum Reinhören bewogen hat, war ich absolut baff, denn schon lange haben meine Boxen keine so episch finsteren Klänge mehr wiedergegeben, wie sie sich hier finden lassen.
Dank äußerst interessantem Songwriting und einer passablen Leistung an den Instrumenten kann die Band schnell überzeugen. Düstere, hallende Vocals treffen auf schleppendes Riffing und brachiale, meist langsam gespielte Drums.
Durch den Einsatz von allerlei Noise/Drone Elementen ist die Atmosphäre ebenso stimmig wie die dargebotene Musik und kann den Hörer die komplette Spielzeit fesseln.
Allgemein entfachen die Klänge eine Art hypnotischen Sog, in dem man sich recht schnell verlieren kann. Das Gemisch aus Stoner und Drone/Doom geht vollends auf und hinterlässt nach dem ersten Durchlauf einen guten Eindruck. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Aufnahmequalität, die angenehm daherkommt, ohne den gewissen rohen Touch zu vernachlässigen, den eine gute Doom-Veröffentlichung unbedingt haben sollte.
Über einen physischen Release ist noch nichts näheres bekannt. Bei der Qualität dieses Tonträgers sollte da jedoch zeitnah ein adäquates Label zu finden sein, dass uns diesen finsteren Brocken auch für die heimische Sammlung zugänglich machen könnte.

ALTAR AND THE BULL haben mit SONIC SACRIFICE AND THE HEALING BLOOD ein spannendes, rituelles, sowie mysteriöses Demo veröffentlicht, welches jedem Genre-Fan gefallen dürfte. Dank der vielen Alleinstellungsmerkmale, wie zum Beispiel dem epischen Gesang, sollte man die Truppe in Zukunft unbedingt auf dem Schirm behalten und sich, bis zu einem neuen Output, im aktuellen Record verlieren. Die Pforten zur Hölle haben sich einen kleinen Spalt weit geöffnet und geben uns einen Einblick, welche Gräuel hinter ihr warten.  Ein wirklich bockstarkes Release, das man sich tagelang anhören kann, ohne sich zu langweilen. Bitte mehr davon!

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