TRVEFRYKT ZINE

Split Review: BLAECK FOX/ MORASTH

Gerade jetzt wo die kalten Tage anbrechen, ist es von äußerster Bedeutung, sich zum abendlichen Tee mit einem gemütlich, düsteren Tonträger zu belohnen. Im Januar steht der Release einer interessanten Split LP an, die diese Aufgabe hervorragend übernehmen könnte. Die beiden Mainzer/Wiesbadener Bands BLAECK FOX und MORASTH haben sich für einen gemeinsamen Plattenrelease entschieden, der eine atmosphärische Symbiose verschiedener Genre darstellt. 

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Auf der A-Seite dieser Split befinden sich zwei Songs des Blackened Crust/Sludge Trios BLAECK FOX, die uns im Opener THE PREY auch direkt zeigen, was das Genre alles zu bieten hat. Von finsteren Ballerpassagen geht es in punkbehafteten Sludge und wieder zurück. Das Songwriting ist spannend und das Ergebnis flüssig.
Besonders hervorzuheben sind die Stellen, in denen die Gitarre im Vordergrund steht und erhabene Melodien vom Stapel lässt.
Weiter geht es mit dem Track PRIMITIVE MAN, der sich vorwiegend im Sludge/Doom Bereich aufhält und erst gegen Ende explodiert. Leider finde ich die Vocals zu Beginn des Titels ein wenig schwächelnd. Aber auch allgemein könnte der Gesang der Band, in meinen Augen, noch etwas Kraft vertragen, um die restlichen Klänge noch fieser erscheinen zu lassen.

Alles in allem machen die beiden Titel von knapp 8 Minuten Laune und  können den Hörer problemlos bei der Stange halten. BLAECK FOX liefern soliden, atmosphärischen Crust/Sludge ab, dem ab und an noch ein wenig Wums fehlt, der aber bockstarke Riffs zu bieten hat.

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Die B-Seite, der selbst releasten Scheibe, beherbergt einen Song, der, ebenfalls in Mainz/Wiesbaden beheimateten, Combo MORASTH. Mit dem majestätischen Namen AND ON CELESTIAL SHORES I BUILD ENORMOUS SEPULCHRES, ist die Vorfreude direkt schon mal entfacht, denn wer das Quartett kennt, weiß das die Jungs ihre Musik durch rituellen Touch beflügeln und der Trackname lässt einiges erahnen.
In der 14-minütigen Reise wird man mit hymnischem Post Rock, düsterem Stoner/Doom und instrumentellem Black Metal konfrontiert. Die Grundstimmung hingegen ist durchweg beklemmend und wirkt tatsächlich irgendwie okkult.
Allem voran ist das leicht variierende Mainriff die Basis des Tracks und zieht, während des Hörens, in eine Art Bann, dem man erst nach vollendetem Durchlauf entkommt. Außerdem sind die Sounds mit einigen Noise-Elementen untersetzt, womit MORASTH ihren Titel noch vielschichtiger und interessanter gestalten können.
Nach ihrem Debütalbum kann die Doomband erneut unter Beweis stellen, wie massiv und erdrückend ihre Klänge über den Hörer walzen.

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Spannender Split-Release zweier Bands, die auf unterschiedliche, aber gelungene Art und Weise düstere, atmosphärische Musik interpretieren. Perfekt um durch verschneite Sonntage zu kommen, oder sich eingemummelt berieseln zu lassen. Beide Bands verdienen mehr Aufmerksamkeit, als ihnen bisher zu Teil geworden ist.

BLAECK FOX Bandcamp
MORASTH Bandcamp

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