TRVEFRYKT ZINE

Ep Review: KLEPTOCRACY – S/T

Nach einem richtig beschissenen Tag ist ein guter Grindcore Record doch die beste Medizin, um sich wieder zu akklimatisieren und die eigene Wut in den Griff zu bekommen. Heutige Pille ist der neue Record der finnischen Grindpunks KLEPTOCRACY. Die selbst betitelte EP feuert 7 räudige Blastbeatsalven mit klassischem finnischen Oldschool Riffing entgegen, die man so schnell nicht mehr abwaschen kann. Das ist genau die Scheisse, auf die ich Bock hab!

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Oh ja, mit rasend schnellem, skandinavischen Punk konnte ich mich schon immer anfreunden und KLEPTOCRACY aus Helsinki bilden da auch keine Ausnahme. Mit relativ langen Grindtracks, die zwischen kompromisslosem Blastbeat-Gebolze und crustigem Punk-groove umherseiern, haben die Finnen den Hörer sofort auf ihrer Seite. Des Weiteren werden immer wieder morbide Melodien eingestreut, die einen gelungenen Gegenpart zum fabrizierten Abriss bilden. Auch bei den Vocals findet man eine deftige Portion Abwechslung und Vielfalt, denn neben dem keifenden Maingesang gibt es noch fiese Growls und eiskalte Schreie aus dem Hintergrund, die den Sound noch aggressiver und widerlicher erscheinen lassen, als es ohnehin schon der Fall war.
Der Klang ist genau richtig für diese Art von Musik, nicht zu klar abgemischt, aber dennoch so, dass man alles gut heraushören kann. Das besudelte, rotzige Feeling kann sich so authentisch entfalten, ohne im Glanz der Produktion zu ersticken, wie es heutzutage leider öfter der Fall ist.

Über einen physischen Release dieser EP steht bisher keine Information zur Verfügung, aber talentierte Finnen Grindbands finden immer ihren Platz, das hat die Erfahrung gezeigt und so wird man demnächst bestimmt auch etwas in der Hand halten können. Wer sich den Tonträger auf Bandcamp runter lädt, übrigens per pay what you want, wird ganze 8 Bonustitel vorfinden, die, den online präsentierten Songs, in Nichts nachstehen.

KLEPTOCRACY sind definitiv eine der finnischen Grindpunk Bands, von denen man in kommender Zeit Einiges erwarten kann. Starke Vocals, rottende Atmosphäre und Hochgeschwindigkeits-Instrumentals die ihr euch, als Fan des Genres, um keinen Preis entgehen lassen solltet.

Bandcamp

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