TRVEFRYKT ZINE

Trvefrykt’s Rotten Report #3: NEKRODEUS, GOLGOTHAN REMAINS, SUPERSTITION

Nach einer kleinen Durststrecke gibt es endlich wieder einen neuen ROTTEN REPORT. In dieser Runde geht es um moshigen Deathgrind/Sludgecore aus Österreich, düster dissonantes Geballer aus Australien und ein äußerst beachtenswertes Demo aus den Staaten. Hier könnt ihr drei hart klumpige Metal-Rotzbrocken entdecken, die ihr vielleicht noch nicht auf dem Schirm hattet, euch aber unbedingt reinfahren müsst!

NEKRODEUS ( Death Metal/Grind/Sludgecore – Österreich)
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Los geht’s mit NEKRODEUS aus Österreich, über die ich bei einer Konzertankündigung gestoßen bin. Nachdem ich kurz in den frisch veröffentlichten Record MOLOCH reingeschnuppert hatte, war ich begeistert. Die Truppe präsentiert gut produziertes, finsteres Geschrote irgendwo zwischen Deathgrind, Black Metal und HC- lastigem Sludge. Vor allem die fiesen Growls können begeistern und neben den starken Riffs und brummeligen Basslines, auftrumpfen. Ein weiteres Highlight der Band ist das Drumming, bei dem man unbedingt den fetten Snare-Sound begutachten muss. Die Songstrukturen variieren zwischen leicht atmosphärischen Black Metal Passagen und ekelhaften Sludgeparts, die, wie heißer Kleber, in die Gehörgänge sickern. Ob und wie dieser Tonträger physisch releast wird, steht noch aus. Hoffentlich kommt dieser Record noch als Vinyl!
Ffo: GATECREEPER, DOPETHRONE, YAITW

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SUPERSTITION ( Old school Death Metal – USA)superstition.jpg
Primitiver, gruselig anmutender 90er Death Metal ist nach wie vor ein gefeiertes und beliebtes Genre, dem sich noch heute etliche Bands verschreiben. Eine davon hat es mir in den letzten Wochen besonders angetan und sich in meinem Player fest spielen können. SUPERSTITION aus New Mexico, bringen gespenstische Melodien und den groove vergangener Tage wieder zusammen. In den Songs wird von schwerem Death/Doom bis zum Blasbeat das gesamte instrumentelle Gewaltprogramm gezündet und in angenehm abgemischtem Kellersound präsentiert. Eingängiges Riffing und erbittert bellende Vocals gibt es obendrauf. Das Ganze schreit förmlich, von Artwork bis Sound, nach Old school Death. Die einzigen moderneren Elemente, die man finden kann, sind beängstigende Noise-Klänge in den Interludes, die dem Hörer ordentlich Schweiß in die Poren treiben können. Wer auf 90er Death steht, kann bei SUPERSTITION nichts verkehrt machen und wird das, als Diy Kassette veröffentlichte, Debütrelease SURGING THRONG OF EVIL’S MIGHT gewiss abfeiern.
Ffo: DEATH, MORGOTH, UNLEASHED

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GOLGOTHAN REMAINS (Atmospheric/Dissonant Black/Death/Crust  – Australien)
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GOLGOTHAN REMAINS wurden mir letztens von einem Freund zugeschickt, dessen Death Metal Tipps eigentlich immer zünden, so auch dieses mal, bei einer australischen Combo. Hier bleibt kein Stein auf dem Anderen, egal ob durch spitzen mäßiges Drumming oder tief gestimmte Gitarren. In den Songs treffen dissonante Melodien auf wildes, erbarmungsloses Schlagzeugspiel, mit chaotischen Auswüchsen, die nur vom linearen Mainriffing in der Bahn gehalten werden und Struktur verliehen bekommen. Alles, was drum herum passiert, ist kompromissloses, ultraheftiges Geballer, mit beklemmender Atmosphäre und einer Unmenge an musikalischen Highlights. Das Debütalbum PERVERSE OFFERINGS TO THE VOID ist extrem gut geworden und sollte jeden Freund von bitterbösen Wutsalven und kalter Atmosphäre ansprechen. Die, bisher nur digital veröffentlichte, Scheibe kann an schlechten Tagen, bei hoher Lautstärke, wunder bewirken. Diese Band darf man nicht mehr aus den Augen lassen, das steht fest!
Ffo: INCANTATION, ULCERATE, CONVULSING


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