TRVEFRYKT ZINE

Trvefrykt’s Demo Watch #4: DODSKAMP, ZEK, POWERAGE, SALTAS, UHRILAHJA

Zurzeit werden wirklich eine Menge neuer Demos veröffentlicht, weshalb wir direkt den nächsten DEMO WATCH präsentieren können. Erneut gibt es fünf Bands, aus dem tiefsten Untergrund der verschiedenen Genres, zu entdecken. Im heutigen Artikel geht es um düsteren D-Beat aus Polen, noisy Hardcore Punk aus London und eine absolut finstere Death/Doom-Band aus Schweden. Dazu noch Kettenrassel Hardcore aus Düsseldorf und finnischen Black Metal. Bei dieser Mischung sollte eigentlich für jeden von euch etwas dabei sein,oder?

DODSKAMP ( Blackened Crust – Poland)
dodskamp.jpgLos geht es mit einer ganz neuen Crust Band aus Polen, die auf ihrem Demo mit schwerer Midtempo-Walze überzeugt. DODSKAMP klingen düster und zeigen deutliche Elemente der klassischen osteuropäischen Punkszene auf. Zum einen das Benutzen der Landessprache polnisch, was die Tracks ungemein aggressiv wirken lässt. Zum Anderen aber auch die raue und trostlose Atmosphäre. Gewürzt wird das Ganze mit drückendem D-Beat und melancholischen Zwischenparts. Das gegrowle der Vocals passt ebenfalls gut zum schwarz behangenem Ambiente und kann den Hörer noch tiefer in diesen verzweifelt anmutenden Sumpf ziehen.
Wer sich im Blackened Crust heimisch fühlt, sollte hier unbedingt mal reinschnuppern. Könnte eigentlich eine typische ALERTA ANTIFASCISTA RECORDS Band sein, ist es aber (noch) nicht.
Ffo: TRAGEDY, SKITSYSTEM, MÖRKHIMMEL

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ZEK ( Raw Punk – UK)
zek.jpgZur legendären Londoner Punkszene braucht man eigentlich nichts mehr zu sagen, aber mal ehrlich, wann kam denn die letzte geniale Band aus diesem berüchtigten Loch gekrochen? Mit ZEK gibt es da eine Combo, die vor Kurzem meine Aufmerksamkeit erregt hat, weil sie A – ein wirklich starkes Demo Artwork zeigen und B wegen des noisigen Raw HC-Punk, den sie spielen. Die Sounds der Band sind total räudig und abgefuckt. Tonstudio – Müllcontainer hinter dem Pub, aber genau so muss ein authentischer Record in diesem Genre auch klingen. Rotzige, röhrende Vocals, brummelnder Bass und blechernes, schnelles Drumming.
Wer auf fiesen 80’er Nieten-Krach steht, muss den Briten eine Chance geben und sich das BOTTOM OF THE PILE DEMO in voller Lautstärke drücken, um den kompletten Ekel einsaugen zu können, der hier ins Mikro gerotzt worden ist.
Ffo: RAW PEACE, SEX DWARF MOB 47

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POWERAGE ( Medieval Raw Metal HC – Germany)
powerage.jpgPOWERAGE aus Düsseldorf haben mich schon beim ersten Hören umgehauen und total begeistert. Die Combo besteht aus Leuten von RATLORD, NIHILÄTÖR und VASQUEZ. Gespielt wird roher Metallic Hardcore Punk der stark an die Bostoner Schule erinnert. Also primitives, schnelles Gebolze, mit prägnantem Bassspiel und Oi!-lastigem, bellenden Gesang. Die Titel des Demos sind super eingängig und haben definitiv Langspielgarantie. Hier geht es düsterer zu, als im tiefsten Mittelalter.
Genau der Sound also, zu dem man sein Kettenhemd knüpfen – oder Leute aus der Rüstung kloppen kann. Das ist der ranzigste  Metalpunk, der mir in letzter Zeit unter den Nagel gekommen ist!
Ffo: THE RIVAL MOB, THE FLEX, ANTI CIMEX

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SALTAS ( Raw Death/Doom – Sweden)
saltas.jpgÜber eine Promomail von NUCLEAR WAR NOW PRODUCTIONS bin ich auf ein interessantes schwedisches Duo aufmerksam geworden. SALTAS werden über das Label ihren ersten Output releasen, das ist so weit schon mal eine klare Ansage. Die Musik der Skandinavier ist sehr rau und strahlt etwas gespenstisches, ja beinahe gruseliges aus. In den vier Songs wird meist schwerer, rituell und okkult angehauchter, Doom/Death Metal gespielt, der auf seine primitivsten Wurzeln reduziert wurde. Durch grantiges Riffing und finsteren Gesang kommt schnell eine beklemmende Kellergewölbe-Atmosphäre auf, die den Hörer umgarnt und in ihren Bann zieht. Die Songstrukturen sind geradlinig gehalten und wirken, aufgrund der vielen Wiederholungen, hypnotisch.
Den Schweden ist ein sehr spannender Record gelungen, dessen albtraumhafte Musik euch gewiss Angstschweiß in die Poren treiben wird. Lasst beim Hören lieber das Licht an!
Ffo: MORAST, THE FOG

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UHRILAHJA ( Atmospheric Black Metal – Finland)
uhri.jpgJetzt wo es draußen eiskalt ist, bekommt der Ein- oder andere von euch vielleicht Lust, sich wieder mit frostigem 90´s Black Metal zu beschäftigen. Es gibt da eine Truppe aus Finnland, die man da getrost empfehlen darf. UHRILAHJA haben sich bitterbösem Old school Black verschrieben und können schnell punkten. Die Produktion ist kratzig und entführt sofort in anfängliche Tage der skandinavischen Ära. Dumpfes Drumming, mit hohem Hi Hat Anteil und rumpelnden Blasts, trifft auf sägendes Riffing und giftiges Gekeife. Besonderes Lob gibt es für das gelungene Bassspiel, welches den Tracks eine enorme Tiefe verleiht.
Das Demo des Trios würde sich hervorragend für den nächtlichen Winterspaziergang anbieten, wäre es nicht so verdammt kurz. Hoffentlich veröffentlicht die Band bald weitere Songs, denn die schrammeligen und eisigen Melodien machen süchtig!
Ffo: BETHLEHEM, NAGLFAR, GORGOROTH

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