TRVEFRYKT ZINE

The Grinders Guide #5 – IMPULSE NOISE, INFRACTION, DELICT, CONCEDE, GOURMET

Das Warten hat ein Ende. Der neue GRINDERS GUIDE steht ins Haus und bringt euch eine dicke Fuhre Grobrschrot vorbei, mit dem ihr eure gefrusteten Abende verbringen könnt. Von Deathgrind über Grindviolence bis hin zu Mincegore gibt es für jeden Liebhaber, harter und schneller Klänge etwas abzugreifen. Antimusik aus dem weltweiten Untergrund der Blastbeats und Sägeriffs, die man zukünftig kennen sollte.

IMPULSE NOISE (Grindcore/ Death Metal – Seattle/USA)
impulsenoise.jpgÜber die Deathgrind Combo IMPULSE NOISE aus Seattle bin ich erst vor kurzer Zeit gestoßen. Schon die erste Kostprobe hat mich süchtig gemacht, nach dem rauen Sound und den fiesen Blasts. Das ist Grindcore der alten Schule, rumpelig und ultraschnell. Die kompromisslosen Klänge werden mit stampfenden Hm2 Parts und ekelerregenden Growls zusammengeworfen, was auf der Debüt EP STRESS deutlich gemacht wird. Bei der Produktion wurde auf Qualität gesetzt, was vor allem dem geschmeidigen Drumming entgegenkommt, aber auch das abwechslungsreiche Riffing sehr gut einfangen kann.
Wer sich mal wieder mit einem wütenden Orkan akklimatisieren möchte, muss sich das Quartett unbedingt reinziehen. Hier bleibt kein Stein auf dem Anderen!

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INFRACTION (Deathgrind/ Doom – Gävle/Schweden)
infraction.jpgMit INFRACTION gibt es noch eine weitere lohnenswerte Deathgrind Band anzutesten, dieses mal aus Schweden. Das Quintett liefert rohes, noisiges und todwütendes Geballer ab, das zwischen Blastbeats und tonnenschwerem Doom variiert. Auf dem neusten Release dem POSTHUMOUS RELEASE rasieren die Drums mit ihrem aggressiven Geballer, das 100% nach vorne geht und zum abgehen motiviert. Obwohl die Aufnahmen recht primitiv wirken und gerade dadurch eine beklemmende düstere Atmosphäre hervorgeht, sind die Songstrukturen ausgeklügelt. Abgerundet wird diese Lawine von crustigem Gekeife und tiefen Growls.
Klingt in etwa wie eine Mischung aus FULL OF HELL, PRIMITIVE MAN und schwedischem Flair. Brachial von Anfang bis Ende!

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DELICT (Grindcore/ Heavy Hardcore – Kuala Lumpur/Malaysia)
delict.jpgVon malaysischen Bands hat man bisher noch nicht ganz so viel mitbekommen, wie es vielleicht sein sollte. Ein Beweis für die Stärke des asiatischen Untergrunds sind zum Beispiel DELICT, die uns mit ultrahartem Moshgrind vollknallen, als gäb es keinen Morgen. Die Titel verschwimmen zwischen Brutal Death Metal und ziemlich Hardcore Punk – lastigem Grindcore. Bitterböse und unfassbar tiefe Growls wechseln sich mit äußerst eingängigem Gekreische ab. Das Tempo wird derweil immer wieder zwischen drückend und schleppend umher geworfen. Außerdem benutzt die Truppe eine Menge Samples, um ihre Songs auf der FORCED TO BE SLAVE EP einzuleiten. Die Produktion ist ebenfalls gut und lässt Blastbeats und Co kräftig aus den Boxen hämmern. Highlight sind aber eindeutig die heftigen Breaks.
Das ist ein wirklich spannender und abwechslungsreicher Sound, zu dem es sich ebenso Kickboxen wie Headbangen lässt. Bitte schnell mehr davon!

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CONCEDE (Grindviolence – Perth/Australien)
concede.jpgEine der vielleicht härtesten Grindviolence Bands, die man derzeit auf diesem Erdball finden kann, sind CONCEDE aus Australien. Auf ihrem neusten Record HUMAN EPIDEMIC gibt es keine Zeit zum Verschnaufen. Von Vorn bis hinten wird hier eingerissen, was einzureißen geht. Unfassbar wütend und brutal, wie sich die Combo präsentiert. Erinnert an eine Mischung aus INFEST, WEEKEND NACHOS und THE FIEND, denn man wirft bellende Vocals so wie tiefes und sägendes Riffing, in einen Topf mit Überschalldrumming, was zu einem leicht entzündbaren Cocktail wird, der bereits ab der ersten Sekunde lodernd brennt.
CONCEDE sind ultraheftig und ballern sich regelrecht in eure Ohren. Die Australier muss man unbedingt weiterverfolgen, wenn man auf akustische Gewalt steht!

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GOURMET (Mincecore/Grind – Winnipeg/USA)
gourmet.jpgGOURMET liefern nicht das was sie versprechen, denn anstatt irgendwelcher Köstlichkeiten, bekommt man musikalische Kotze, in Form von räudigem Mincegrind aufgetischt. Das tief walzende Riffing wird bei den Amis mit „Vocals“ unterlegt die eher nach Erbrechen in einen Brunnenschacht klingen. Einzige Abwechslung, die man geboten bekommt sind Tempowechsel, die, von erdrückend, bis Blastbeat, das gesamte Programm aus dem Hut zaubern. Dank der prägnanten Basslines und dem rabiaten Drumming wirken die Klänge äußerst authentisch und lassen den Hörer für ein paar Minuten vom Alltagsdreck in den Untergrundsumpf eintauchen.
Wenn ihr euch einen groben Mix aus HAGGUS und WAKE vorstellen könnt, müsst ihr GOURMET unbedingt ausprobieren. Kein Mincen kein Grinsen!

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